FC Ingolstadt

29.01.2012

Misslungene Generalprobe

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Auch wenn er bei seinem ersten Einsatz im FC 04-Trikot eine gute Figur abgab, wurde deutlich, dass er noch Eingewöhnungszeit benötigt: Neuzugang Adam Nemec (Mitte).
Bild: Fotos (2): Roland Geier

Der FC Ingolstadt hat auch im letzten Testspiel vor dem Rückrunden-Auftakt eine Niederlage kassiert. Diesmal gegen einen Bundesligisten.

 „Generalprobe misslungen“ hieß es gestern Nachmittag für den Zweitligisten FC Ingolstadt 04. Die Schanzer verloren beim Bundesligisten TSG 1899 Hoffenheim ihr letztes Vorbereitungsmatch vor dem Punktspielstart am kommenden Samstag gegen Fortuna Düsseldorf mit 1:2. „Ich weiß nicht, ob es ein gutes Omen ist, wenn die Generalprobe misslingt beziehungsweise ob die Premiere dann besser wird“, so FC 04-Trainer Tomas Oral, der sich nicht ganz glücklich mit dem Auftritt seiner Truppe zeigte – zumal die Oberbayern gegen den zweiten Anzug der Kraichgau unterlagen.

Zweifelsohne herrscht derzeit in Hoffenheim dicke Luft. Trainer Holger Stanislawski wurde von Klaus-Peter Nemet vertreten, während im Aufgebot des Erstligisten nur Peniel Mlapa und Knowledge Musona standen, die am Samstag bei der 1:3-Niederlage in Dortmund eingewechselt wurden. „Es war dennoch ein spielstarker Gegner“, sagte der Chefcoach des FC Ingolstadt 04, dem bei seiner Elf die Dominanz fehlte. „Es war aber dennoch wichtig zu sehen, dass wir noch einige Dinge in dieser Woche überarbeiten müssen“, weiß Oral, dem noch einige Arbeit bevorsteht, um seine Bestbesetzung zu finden. Vor allem im „Spiel nach vorne“ hatte er etliche Defizite ausgemacht – und das, obwohl der 38-jährige Übungsleiter der Schanzer seine Mannschaft recht offensiv aufgestellt hatte.

Einen Versuch unternahm Oral zudem auf der „Doppelsechs“ mit José-Alex Ikeng und Neuzugang Florian Heller, dem man trotz guter Ansätze die fehlende Spielpraxis anmerkte. „Florian kann auf vielen Positionen spielen. Ob er auf der ’Sechs’ sein Punktspiel-Debüt für uns geben wird, lasse ich offen“, so Oral, der sich über die mögliche Startelf für das Duell gegen Spitzenreiter Fortuna Düsseldorf freilich nicht festlegen wollte.

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Zu wenig Druck über die Flügelpositionen

Einmal mehr kam allerdings zu wenig Druck über die beiden Flügelpositionen, die diesmal von Stefan Leitl und Andreas Buchner besetzt waren.

Eine „interessante Option“ nannte Oral sein Sturmduo mit Manuel Schäffler und Adam Nemec. Beide hingen jedoch überwiegend in der Luft, da sie nur wenig brauchbare Bälle bekamen. „Wir haben heute einfach allgemein nicht dieses Selbstbewusstsein und den Mut zum offensiven Spiel gefunden, wie wir es uns vorgestellt hatten“, resümierte Oral. Überzeugen konnte dagegen Ramazan Özcan, der zwar an seiner alten Wirkungsstätte eine gute Leistung ablieferte, aber kurz vor Schluss angeschlagen für Sascha Kirschstein Platz machen musste.

Ikeng scheitert mit seinem Kopfball

Hoffenheim setzte die Schanzer von Anpfiff an gehörig unter Druck. Die erste Gelegenheit in dieser Partie hatte jedoch der FC 04 durch Ikeng (12.), als er einen Kopfball über den Querbalken setzte. Wenig später folgte eine gelungene Aktion von Andreas Buchner, der Heller am Strafraum bediente. Doch TSG-Keeper Haas lenkte das Leder um den Pfosten. Als Andreas Schäfer dann zu nachlässig agierte und eine Flanke zuließ, war Tobias Strobl zur Stelle und erzielte die 1:0-Pausenführung (29.).

Auch nach dem Seitenwechsel war Hoffenheim die gefährlichere Elf. Karl-Heinz Lappe, der für Manuel Schäffler zur Pause eingewechselt wurde, scheiterte in der 62. Minute. Zuvor hatte Özcan seine Elf mit zwei Paraden vor einem größeren Rückstand verschont. Auch in der 75. Minute reagierte er prächtig, als einen Strafstoß parierte, den er selbst verschuldet hatte. Nicht gerade glücklich sah die Ingolstädter Abwehr aus, als Keno Karaman auf 2:0 erhöhte (83.). Der eingewechselte Ahmed Akaichi verkürzte in der 90. Minute noch auf 1:2.

FC Ingolstadt 04: Özcan (86. Kirschstein) – Görlitz, Biliskov, Matip, Schäfer – Ikeng (81. Haas), Leitl , Buchner (81. Quaner), Heller (60. Hornschuh) – Schäffler (46. Lappe), Nemec (81. Akaichi).

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