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FC Ingolstadt

16.03.2015

Reine Kopfsache!?

Kopfsache: Benjamin Hübner und der FC Ingolstadt mussten sich am Sonntag dem Karlsruher SC mit 1:3 geschlagen geben.
Bild: Roland Geier

Kommen die Spieler des FC Ingolstadt mit der Tabellenführung und einem möglichen Bundesligaaufstieg nicht klar? Fakt ist: Die Verfolger kommen den Schanzern immer näher

Ingolstadt „Fußball ist Kopfsache“ – wer diesen Satz bei der sonntäglichen Sport-1-Fußball-Talkshow „Doppelpass“ von sich gibt, muss drei Euro ins Phrasenschwein werfen. Zu oft haben Spieler, Trainer und Fans diese Aussage bemüht, wenn es darum ging, Siege oder Niederlagen, Meisterschaften oder Abstiege zu erklären.

Nach der 1:3-Niederlage gegen den Karlsruher SC am Sonntag bemühten auch die Spieler des FC Ingolstadt diese Phrase. „Fußball ist zu einem sehr großen Prozentsatz Kopfsache“, meinte etwa Verteidiger Tobias Levels, der nach einer guten Leistung entscheidend am Gegentreffer zum 1:2 beteiligt war, als er den Ball vor der schnellen Ausführung des Freistoßes durch die Karlsruher nicht blockierte.

Deutlich mehr Aussage über die Gemütsliga beim FC Ingolstadt machte ein Satz, den Moritz Hartmann nach der Partie in die Blöcke der Medienvertreter diktierte: „Wir müssen unsere Situation genießen und nicht als Druck sehen. Wir können nur gewinnen und haben nichts zu verlieren“, sagte der Torschütze zunächst, um auf Nachfrage hinzuzufügen: Klar sage sich das leichter, als es umzusetzen. „Den einen belastet die Situation mehr, den anderen weniger, das hängt von der Tagesform ab.“

Von großem mentalen Druck, der auf den Spielern lastet, war freilich zuvor wenig zu spüren gewesen. Die Schanzer zeigten gerade in der zweiten Hälfte eine überzeugende Leistung. Selbst traf man allerdings das Tor nicht und musste in der Schlussphase zwei Kontertore durch Rouwen Hennings hinnehmen.

Durch das Ergebnis ist das Führungsquartett der 2. Bundesliga nahe zusammengerückt. Den FC Ingolstadt (48 Punkte), SV Darmstadt (45), 1. FC Kaiserslautern (45) und Karlsruher SC (43) trennen magere fünf Punkte. Trainer Ralph Hasenhüttl fasste das Szenario mit einem gequälten Lächeln zusammen: „Wir haben keine Punkte geholt, die Verfolger holen Punkte, dementsprechend wird es enger.“ Moritz Hartmann brachte es auch hier auf den Punkt: „Ein Punkt gegen Karlsruhe wäre fast schon zu wenig gewesen, kein einziger ist schon heftig.“ Es war in der Tat ein ebenfalls gerne zitiertes „Sechs-Punkte-Spiel“ zwischen dem FC Ingolstadt und dem Karlsruher SC. Auf elf Zähler hätten die Schanzer ihr Polster auf den Tabellenvierten aus Baden ausbauen können, nun sind es ganze fünf. „Wir hätten heute einen riesen Schritt machen können“, wusste Tobias Levels, der forderte, nun die „Ruhe zu behalten“. Ralph Hasenhüttls Aufgabe ist es nun, die Mannschaft wieder aufzubauen. „Auch wenn es wehtut, müssen wir versuchen, aus solchen Spielen gestärkt hervorzugehen“, sagte er.

Kapitän Marvin Matip bemühte schließlich noch eine im Fußballgeschäft allzu gerne verwendete Phrase. „Wir rechnen nicht, sondern schauen von Spiel zu Spiel.“ Der nächste Spieltag könnte dabei richtungsweisenden Charakter haben. Die Topteams der Liga sind dann unter sich und nehmen sich gegenseitig die Punkte weg. Während die Schanzer am Samstag (13 Uhr) bei Eintracht Braunschweig antreten, muss Darmstadt 98 zu Fortuna Düsseldorf. Zudem treffen der Karlsruher SC und der 1. FC Kaiserslautern aufeinander. Auch dann wird der „Kopf“ wohl wieder eine wichtige Rolle einnehmen.

Weitere vier Spieltage fest terminiert:Freitag, 17. April, 18.30 Uhr: FCI – Fortuna Düsseldorf; Sonntag, 26. April, 13.30 Uhr: Union Berlin – FCI; Montag, 4. Mai, 20.15 Uhr: FCI – 1. FC Nürnberg; Sonntag, 10. Mai, 13.30 Uhr: VfL Bochum – FCI

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