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FC Ingolstadt

06.07.2020

Relegation: Der FC Ingolstadt geht mit Vorfreude in die „Schlacht“

Es geht um alles: Maximilian Beister (links) und der FC Ingolstadt sind im Relegationshinspiel beim 1. FC Nürnberg zu Gast.
Bild: Roland Geier

Trainer Tomas Oral ist vor dem Hinspiel des FC Ingolstadt beim 1. FC Nürnberg optimistisch und räumt seinem Team gute Chancen ein. Was für den Drittligisten sprechen könnte und welches Personal zur Verfügung steht.

Viel hat nicht gefehlt, und diese Video-Pressekonferenz hätte nicht mehr stattgefunden. Als das Spiel des FC Ingolstadt bei 1860 München (2:0) abgepfiffen war, wähnten sich die Schanzer bereits für einige Minuten in der 2. Liga. Doch bekanntlich schoss Würzburg noch ein Tor, stieg auf und schickte den FCI in die Relegation gegen den 1. FC Nürnberg.

War Tomas Oral daher gefordert, die hängenden Köpfe seiner Spieler wieder aufzurichten? Der FCI-Trainer will diese Gedanken gar nicht erst zulassen und versucht, die Relegation als Erfolg darzustellen. Er verweist vielmehr auf den 37. Spieltag, als Bayern München II gegen den MSV Duisburg in der Nachspielzeit zum 2:2 ausglich. Ohne diesen Treffer wären die Ingolstädter als Fünfter jetzt in der Sommerpause und Duisburg würde den Club herausfordern. Positiv denken also ist Orals Motto, bloß keine negativen Gedanken zulassen.

FC Ingolstadt: Statistik spricht für den Drittligisten

Und optimistisch an die Aufgabe – das Hinspiel in Nürnberg wird am Dienstag um 18.15 Uhr angepfiffen – herangehen. „Mir geht es gut. Ich freue mich auf die Schlacht“, sagt Oral, der zwei Mannschaften erwartet, die „alles für ihren Klub abrufen werden“. Die Franken seien schwer einzuschätzen, da mit dem Duo Michael Wiesinger/Marek Mintal neue Trainer auf der Bank sitzen werden. „Der Kollege wird natürlich jetzt an die Spielerehre appellieren, aber so etwas ist nicht immer leicht. Klar wird ein Aufbäumen da sein, wir kennen ja die Jungs, die dort übernommen haben, und vieles, was dort von sich gegeben wird, entspricht nicht ihrem Naturell“, sagt Oral. Ihm ist bewusst, dass für Nürnberg viel auf dem Spiel steht und statistisch der Drittligist (setzte sich in acht von elf Fällen durch) im Vorteil ist. Das Warum kann Oral nur erahnen, wie er sagt. „Der Drittligist ist im Flow, kommt aus einer Siegesserie. Das Wir-Gefühl ist stärker ausgeprägt als beim Zweitligisten, wo es nach einer schwierigen Saison drunter und drüber geht.“ Die Spieler seien vollgeladen mit negativen Dingen, so Oral weiter, etwa mit Abwanderungsgedanken. „Das kann man als Verein gar nicht so greifen und will es nicht wahrhaben.“

FC Ingolstadt: Stefan Kutschke ist mit dabei

Auch aus diesem Grund ist Oral optimistisch, dass sich heuer erneut der unterklassige Verein durchsetzen kann. Er spricht von einer Chance von „50:50“, wobei er sein Team, was die „körperliche Verfassung“ angeht, im Vorteil sieht. „Es ist ein bayrisches Duell mit sehr viel Brisanz. Aber ich rechne damit, dass wir eine große Chance haben, diese Finals erfolgreich zu bestehen.“ Nürnberg verfüge über eine „gestandene Truppe, die trotzdem verwundbar ist, wie in dieser Saison zu sehen war.“

Als kleiner Nachteil könnte sich indes die kurze Regenerationszeit erweisen. Während der Club nach dem letzten Zweitligaspiel acht Tage Pause hatte, sind es für den FCI nur zwei. „Natürlich ist es etwas unglücklich, aber wir wollen auch nicht jammern. Schön wäre es gewesen, auf den Mittwoch und Sonntag zu gehen, dass der Drittligist zumindest einen Tag länger Pause gehabt hätte“, so Oral. Aber sein Team sei die enge Taktung gewohnt und vorbereitet.

Personell kann Oral aus dem Vollen schöpfen. Auch Stefan Kutschke, der in München früh wegen Oberschenkelproblemen ausgewechselt werden musste, steht zur Verfügung. Zudem kehrt Björn Paulsen nach seiner Gelbsperre zurück. Im Tor schenkt Oral erneut Marco Knaller sein vertrauen.

Mögliche Aufstellungen

1. FC Nürnberg Mathenia – Sorg, Mavropanos, Mühl, Handwerker – Erras – H. Behrens – Schleusener, Dovedan, Hack – Ishak.
FC Ingolstadt Knaller – Paulsen, Antonitsch, Schröck, Gaus – Krauße, Thalhammer – Beister, Elva – Kutschke, Eckert Ayensa.


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