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FC Ingolstadt

11.07.2020

Relegation: Ingolstadt verpasst Aufstieg in letzter Sekunde

Michael Heinloth von Ingolstadt (l) und Fabian Nürnberger von Nürnberg im Kampf um den Ball.
Bild: Matthias Balk, dpa

Nürnberg zittert sich im Relegations-Rückspiel trotz einer 1:3-Pleite zum Klassenerhalt. Dabei sieht nach 95 Minuten der FC Ingolstadt wie der Aufsteiger aus.

Der 1. FC Nürnberg hat den Absturz in die 3. Liga auf dramatische Weise in letzter Sekunde abgewendet. Der Club lag im Relegationsrückspiel beim FC Ingolstadt mit 0:3 zurück, ehe Fabian Schleusener in der 96. Minute zum erlösenden 1:3 traf. Damit setzten sich die Franken nach dem 2:0-Erfolg im Hinspiel dank der Auswärtstorregel durch und bleiben mit viel Glück in der 2. Liga.

Vor dem Anpfiff sprach nahezu alles für den Club, der das Hinspiel klar dominiert und mit 2:0 für sich entschieden hatte. „Es wäre ein Wunder, keine Frage“, hatte Ingolstadts Trainer Tomas Oral im Vorfeld über eine mögliche Wende gesagt. Nürnbergs Coach Michael Wiesinger erwartete einen anders auftretenden Gegner als im Hinspiel. „Sie haben nichts mehr zu verlieren, dementsprechend intensiv wird es gerade in der Anfangsphase sein“, sagte er . „Für uns heißt es deshalb, von Beginn an die Sinne zu schärfen und von Anfang an hellwach auf dem Platz zu sein."

FC Ingolstadt startet mit Kutschke ins Relegations-Rückspiel

Beim FCI kehrte Kapitän Stefan Kutschke, der das Hinspiel verletzt verpasst hatte, in die Startelf zurück. Er war in der ersten Hälfte die einzige Spitze, da Oral versuchte, das Mittelfeld zu verstärken und im 4–5-1 beginnen ließ. Folglich war lange nichts von einem Ingolstädter Sturmlauf zu erkennen. Der Club hatte mehr Ballbesitz und die ersten beiden Chancen des Spiels durch Kopfbälle von Mikael Ishak (9.) und Hanno Behrens (10.).

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Insgesamt zeigten die Oberbayern jedoch deutlich mehr Gegenwehr als am Dienstag und erarbeiteten sich auch selbst Chancen. Die beste hatte Robin Krauße, der einen indirekten Freistoß aus 18 Metern knapp am Pfosten vorbei schlenzte (28.). Ansonsten sorgten Distanzschüsse von Caniggia Elva (32.) und Filip Bilbija (34.) auf Ingolstädter Seite und Robin Hack (30.) und Ishak (44.) auf Nürnberger für kaum Gefahr.

Die erste Möglichkeit im zweiten Durchgang gehörte den Gästen. Adam Zrelak kam nach einer flachen Hereingabe von Ishak einen Schritt zu spät (50.).

Relegation gegen Nürnberg: FC Ingolstadt ganz nah dran an einem "Wunder"

Danach nahm der Wahnsinn seinen Lauf und Ingolstadt glaubte an das Wunder! Binnen 14 Minuten gelangen dem FC Ingolstadt drei Tore, alle nach Freistößen von Marcel Gaus. Beim ersten faustete Nürnbergs Keeper Christian Mathenia seinen eigenen Mitspieler an und Kutschke brauchte lediglich noch ins leere Tor einzuschieben (52.).

Nun wurde Nürnberg nervös und verteidigte bei den nächsten Standards dilettantisch. Sowohl Tobias Schröck (62.) und Robin Krauße (66.) erhielten viel Raum und trafen mit Kopfbällen zum 2:0 und 3:0. Nun stand der Club mit einem Bein in der 3. Liga und musste in der Offensive zulegen.

Dies taten die Franken gegen leidenschaftlich verteidigende Ingolstädter. Ein gute Chance bot sich dem eingewechselten Nikola Dovedan, dessen Kopfball Nico Antonitsch kurz vor der Linie klärte (80.). Auch Michael Frey hat das 1:3 aus Nürnberger Sicht, das den Erhalt der 2. Liga bedeutet hätte, auf den Fuß. Freistehend schoss er knapp am linken Pfosten vorbei (86.).

Schleusener-Tor in der 96. Minute rettet den FC Nürnberg

Eine letzte Hoffnung keimte bei Nürnberg auf, als fünf Minuten Nachspielzeit angezeigt wurden. Und Fabian Schleusener staubte zum entscheidenden Treffer ab (96.).

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