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FC Ingolstadt

06.12.2019

Robin Krauße: „Wenn wir keine Qualität haben, wer dann?“

Robin Krauße im Einsatz für den FC Ingolstadt.
Bild: Roland Geier

Plus Robin Krauße spielt beim FC Ingolstadt immer, auf seine Mannschaft hält er große Stücke. Dabei könnte er jetzt auch Bundesliga spielen.

Robin Krauße, Ihre Frau Angelina ist Pferdesportlerin, genauso wie Lisa, die Frau von Thomas Müller. Wie ist es denn, der Thomas Müller des FC Ingolstadt zu sein?

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Robin Krauße: Das höre ich jetzt zum ersten Mal. Meine Frau war erfolgreicher als ich, gerade hat sie noch Babypause – wobei ich glaube, dass die Frau von Thomas Müller auch sehr erfolgreich ist. Es freut mich, wenn Sie den Vergleich ziehen, aber ich brauche ihn nicht wirklich.

Was überwiegt dann zu Hause: Der Vorteil, dass Ihre Frau auch das Leben als Profisportler versteht, oder das gegenseitige Vergleichen, wer erfolgreicher ist?

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Krauße: Wir vergleichen uns da gar nicht. Es ist gut, wenn man jemanden zu Hause hat, der das kennt und schon jahrelang Leistungssport macht. Das heißt zum Beispiel, dass man auch einmal in Ruhe gelassen wird, wenn es nicht läuft. Ich bin schon sehr selbstkritisch und ehrgeizig, aber meine Frau ist was mich angeht sogar manchmal noch ehrgeiziger als ich und ärgert sich, wenn mal etwas nicht klappt. Das ist aber auch gut so.

Sie sind bisher der Dauerbrenner, haben als Einziger neben Torwart Fabijan Buntic jede Sekunde auf dem Feld gestanden. Wie erklären Sie sich diese Rolle?

Krauße: Ich versuche, meine Stärken einzubringen, bin ein Arbeiter für die Mannschaft und sehe das auch als meine Priorität. Wobei ich in den vergangenen ein, zwei Spiele Situationen hatte, mit denen ich unzufrieden war. Ich bin froh, dass ich die Rückendeckung des Trainers und der Mannschaft habe. Auf und neben dem Platz versuche ich, den anderen zu helfen, für Stimmung zu sorgen und die Jungs ein bisschen zu kitzeln.

Nach dem Meppen-Spiel hat der Trainer gerade die spielerische Qualität kritisiert. Nun kommen gerade Sie über den Kampf, haben Sie sich deshalb angesprochen gefühlt?

Krauße: Ich war schon enttäuscht von mir und habe nicht die Leistung gebracht, die ich und andere von mir erwarten. Es ist ja so, dass ich trotzdem einen klaren Ball spielen kann. Da waren am Wochenende einfach zu viele Fehler dabei, nicht nur von mir, aber ich fange bei mir an. Man sollte aber auch das Positive sehen und das ist, dass wir wieder nicht geschlagen wurden und oben dran bleiben.

Wie kam die Kritik von Jeff Saibene in der Mannschaft an?

Krauße: Ich glaube, dass da einiges missverstanden wurde. Das wurde als Qualitätsfrage interpretiert, aber das sehe ich bei uns nicht. Der Trainer hat uns gegenüber auch noch einmal bestärkt, dass die Qualität sich auf unser Zusammenspiel gegen Meppen bezogen hatte. Ich meine, wenn uns die individuelle Qualität im Kader fehlen würde, dann wüsste ich nicht, welche Mannschaft in dieser Liga Qualität hat! Ein Großteil aus unserem Kader würde wohl in fast jedem Drittliga-Team spielen. Deshalb kam die Kritik in der Mannschaft auch ganz normal an. Es ist doch klar, dass so eine angebrachte Kritik vom Trainer aufkommt. Das hat mit einem Rundumschlag aber nichts zu tun und wurde teilweise falsch interpretiert.

Wie sehen Sie das kommende Spiel in Magdeburg?

Krauße: Das wird ein heißer Tanz, die Fans dort machen richtig Stimmung, zumal Magdeburg wieder oben dran ist. Da geht es jetzt wieder darum, zu bestehen und die Serie fortzusetzen.

Ihr vorheriger Verein ist der SC Paderborn. Wie sehr ärgert es Sie, jetzt Dritte Liga statt Bundesliga mit Ihren alten Kollegen zu spielen?

Krauße: Fußball ist so schnelllebig. Wenn mir jemand vor zwei Jahren gesagt hätte, dass ich mit Paderborn hätte Bundesliga spielen können, hätte ich ihm nicht geglaubt. Aber man sieht, wie es im Fußball geht, und ich ziehe meinen Hut vor der Leistung der Paderborner. Fakt ist, dass ich hier in Ingolstadt spiele, mich sehr, sehr wohlfühle und mich bewusst vergangenes Jahr für den Schritt entschieden habe. Wie es dann alles gekommen ist, steht natürlich auf einem anderen Blatt. Wenn man so will, ist es bitter, aber wer weiß, was noch kommt in meiner Karriere? Deshalb mache ich mir da keine Gedanken.

Kommendes Jahr geht es dann wieder mit dem FCI gegen Paderborn?

Krauße: Dafür müssten wir erstmal aufsteigen, haben noch ein langes Jahr vor uns. Die Ausgangslage ist erstmal ganz gut, um vielleicht den Schritt zu gehen. Aber das ist auch gar nicht das Ziel, wir haben uns jetzt gefestigt, arbeiten Woche für Woche und schauen, was am Ende bei rumkommt. Und für Paderborn hoffe ich natürlich, dass sie vor Weihnachten noch einmal richtig punkten, die Kurve kriegen und in der Bundesliga bleiben.

Zum Spiel: FC Magdeburg - FC Ingolstadt

Am Samstag tritt der FC Ingolstadt in Magdeburg an. Beide Teams sind im Vorjahr aus der 2. Bundesliga abgestiegen, Magdeburg ist Sechster, der FCI sogar Vierter. Trainer Jeff Saibene kann dabei auf die Mannschaft aus der Vorwoche zurückgreifen. Anstoß ist um 14 Uhr. Das Spiel wird im Bayerischen Rundfunk übertragen.

Mögliche Aufstellungen:

  • FC Magdeburg Behrens – Ernst, Koglin, Müller, Bell Bell – Gjasula, Rother, Bertram, Preißinger – Chahed, Beck
  • FC Ingolstadt Buntic – Paulsen, Antonitsch, Schröck, Kurzweg – Thalhammer, Krauße, Kaya, Gaus – Kutschke, Eckert Ayensa
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