FC Ingolstadt 04

27.10.2011

Sechser mit Zusatzqual

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Bayerns Nils Petersen beseitigte gestern Abend im Zweitrundenspiel des DFB-Pokals gegen den FC Ingolstadt alle Zweifel und besorgte die Tore drei und vier für die Münchener. Das Nachsehen hatten Ingolstadts Torhüter Sascha Kirschstein und Marvin Matip (links).
Bild: Fotos: Roland Geyer

Nur Torhüter Sascha Kirschstein kann von den FCI-Spielern in München mithalten. Die Einzelkritik

Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben in der 2. Fußball-Bundesliga wollte der FC Ingolstadt 04 gestern Abend in der 2. DFB-Pokal-Hauptrunde beim FC Bayern München sammeln. Ein Vorhaben, das für die Truppe von Trainer Benno Möhlmann jedoch nicht wirklich aufging. Lag man nach den ersten 45 Minuten „nur“ 0:1 hinten, setzte es am Ende gegen deutschen Rekordmeister, der nicht einmal in Bestbesetzung angetreten war, eine deutliche 0:6-Schlappe.

Sascha Kirschstein: An ihm lag es sicher nicht, dass sich die Schanzer dem Favoriten geschlagen geben mussten. Im Gegenteil, der FC 04-Keeper bewahrte sein Team vor einer noch höheren Schlappe. An den Gegentoren machtlos. (Note 3)

Andreas Görlitz: Hin und wieder wurde es auch für den ehemaligen Bayern-Profi zu schnell, als Youngster David Alaba mit Tempo über seine rechte Abwehrseite kam. Ging selbst kaum einmal über die Mittellinie, da er nur mit Abwehrarbeit beschäftigt war. (Note 4)

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Marvin Matip: Auch der Ex-Kölner musste erkennen, dass das Tempo gegen ein Champions-League-Team wesentlich höher als in der 2. Bundesliga ist. Kam oft einen oder gar zwei Schritte zu spät. (Note 5)

David Pisot: Ebenso wie sein Partner in der Innenverteidigung, Marvin Matip, bekam er vom „B-Sturm“ des FC Bayern eine Lehrstunde erteilt. Immer dann, wenn die Hausherren das Tempo anzogen, geriet er mächtig ins Schwimmen. (Note 5)

Tobias Fink: Kannte Nationalspieler Thomas Müller bislang nur aus dem TV – und lernte ihn gestern „richtig“ kennen. Dass die Bayern viele Angriffe über seine Seite initiierten, hatte seinen Grund: Fink war völlig überfordert. (Note 5)

Caiuby: Sollte auf der rechten Außenbahn für Entlastung sorgen – was ihm allerdings kaum gelang. Konnte sich gegen seinen Widerpart Contento kaum einmal durchsetzen. Zudem mit Schwächen in der Rückwärtsbewegung. (Note 5)

Moise Bambara: Hatte die Aufgabe, die Kreise von Regisseur Toni Kroos einzuengen. Machte der Nationalspieler ernst, sah Bambara meist nur dessen Rückennummer. Zeigte großes Laufpensum. (Note 4)

Malte Metzelder: Der „Zerstörer“ ackerte und rackerte im zentralen defensiven Mittelfeld, doch Zugriff bekam er auf die Kreativzentrale des FC Bayern nicht wirklich. Auch im Spielaufbau wie gewohnt mit großen Schwächen. (Note 4)

Christoph Knasmüllner: Der Ex-Münchner war im defensiven Mittelfeld gegen seinen ehemaligen Verein schlichtweg überfordert. Hatte er mal den Ball, war dieser zumeist gleich wieder weg. Musste viel Lehrgeld bezahlen. (Note 5)

Collin Quaner: Vertändelte die einzige „Torchance“ der Gäste in der ersten Hälfte, als er viel zu lange zögerte, anstatt aus 20 Metern zu schießen. Gewann gegen Bayerns rechten Außenverteidiger so gut wie keinen Zweikampf. (Note 5)

Stefan Leitl: Wurde in der 57. Minute für Knasmüllner eingewechselt. Der etatmäßige Kapitän war zwar bemüht, musste jedoch vornehmlich Abwehrarbeit verrichten. (Note 4-)

Andreas Buchner: Durfte sich ab der 57. Minute auf der rechten offensiven Außenbahn für Caiuby probieren. An Bayerns Diego Contento blieb er bei seinen wenigen Versuchen hängen. (Note 4-)

Edson Buddle: Hatte die unangenehme Aufgabe, sich als einzige Spitze gegen die FCB-Innenverteidiger Jerome Boateng und Luiz Gustavo zu behaupten. Bekam kaum Bälle aus dem Mittelfeld und war völlig auf sich alleine gestellt. (Note 4)

Ahmed Akaichi: Kam in der Schlussphase für Buddle und konnte sich nicht mehr in Szene setzen.

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