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FC Ingolstadt

21.07.2018

Stefan Leitl: „Würde Dario gerne behalten“

Über seine Zukunft wird weiter spekuliert: Dario Lezcano, hier im Testspiel gegen den Karlsruher SC, darf den FC Ingolstadt verlassen.
Bild: Roland Geier

Der FCI-Trainer will weiter mit Lezcano zusammenarbeiten, ihm aber auch keine Steine in den Weg legen. Zudem spricht er über den Konkurrenzkampf und die jungen Spieler.

Der wechselwillige Dario Lezcano war in aller Munde und wohl das Gesprächsthema Nummer eins unter den Zuschauern des Testspiels zwischen dem FC Ingolstadt und dem Karlsruher SC (2:1).

Lezcano erzielte nicht nur sein sechstes Tor der Vorbereitung, sondern überzeugte auch mit unermüdlichem Einsatz. Doch ein Abschied des Paraguayers steht weiter im Raum, zuletzt wurde er mit dem 1. FC Nürnberg in Verbindung gebracht. FCI-Trainer Stefan Leitl hat sich nach der Partie Zeit genommen, um unter anderem über das Thema Lezcano zu sprechen.

Dario Lezcano Lezcano dürfte nur dann gehen, wenn ein anderer Verein die Ingolstädter Ablöseforderungen zu erfüllen bereit ist. Diese liegen wohl im mittleren einstelligen Millionenbereich. „Es gibt klare Absprachen mit Dario, an die wir uns halten. Wir sind offen und ehrlich mit ihm umgegangen“, sagt Leitl. „Es muss aber erst einmal jemand kommen, der Dario ernsthaft verpflichten möchte. Diese Ernsthaftigkeit fehlt mir einfach.“ Von einer Deadline eines Verkaufs will Leitl nichts wissen. „Sollte er uns zum Transferschluss am 31. August verlassen, schlucken wir die Pille auch. Dann müssen wir auch das kompensieren können.“ Lieber wäre Leitl freilich, im Falle eines Lezcano-Abgangs noch reagieren zu können. Denn mit Stefan Kutschke stünde dann nur noch ein zentraler Stürmer im Kader. Neuzugang Charlison Benschop trainiert zwar wieder mit der Mannschaft, dennoch ist diese Personalie nach dessen langer Verletzungspause mit erheblichem Risiko verbunden.

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Wie wichtig Lezcano für die Schanzer sein kann, beweist der Stürmer in der laufenden Vorbereitung. Der 28-Jährige hängt sich voll rein, arbeitet für die Mannschaft und erzielte beim 2:1 gegen den Karlsruher SC bereits seinen sechsten Treffer. „Er bringt richtig gute Leistungen. Die Freude, mit der er mit den Jungs umgeht, vermittelt mir nicht, dass er hier hundertprozentig weg will’“, sagt Leitl. „Dario sieht, dass wir eine Mannschaft haben, die durchaus in der Lage ist, einen guten Ball zu spielen.“ Daher sagt Leitl deutlich: „Ich würde ihn gerne behalten.“

Lucas Galvao Der 27-jährige Brasilianer, der während der Vorbereitung von Rapid Wien verpflichtet wurde, durfte gegen den KSC 90 Minuten spielen und zeigte das, was Leitl an ihm schätzt: „Er hat kaum Anpassungszeit benötigt. Er ist ein absoluter Ruhepol, robust in den Zweikämpfen, antizipiert gut und hat eine gute Spieleröffnung.“ Mit Benedikt Gimber und Galvao verfügt Leitl nun über zwei Linksfüßer in der Innenverteidigung. Der Brasilianer könnte auch links in einer Viererkette sowie zentral und links in einer Dreierreihe agieren. Für seinen Ex-Verein Altach agierte er auch links offensiv. „Lucas ist ein wichtiger Transfer für uns“, sagt Leitl.

Junge Wilde Gegen den KSC kamen Joey Breitfeld, Phil Neumann, Nico Rinderknecht, später Fatih Kaya und Patrick Sussek zum Einsatz. „Es ist schön zu sehen, dass sie mitspielen können“, sagt Leitl. „Die Jungen sind auf einem richtig guten Weg, sind nicht nur Kabinengäste und stellen Ansprüche.“ Vor allem Breitfeld habe als Rechtsverteidiger „ein richtig gutes Spiel gemacht“, betont Leitl.

Konkurrenzkampf Neben den Jungen drängen viele etablierte Kräfte in die Startelf. Nahezu jede Position im Kader ist doppelt besetzt. „Wir haben in der Vorbereitung jedem Spieler die Möglichkeit gegeben, sich zu zeigen“, sagt Leitl. Von einer endgültigen Startelf zum Saisonstart will er nichts wissen. „Mit dieser Mannschaft können wir flexibel agieren. Es gibt nicht nur elf oder zwölf Spieler. Wir werden viel wechseln und müssen den Teamgedanken fördern.“ Das abschließende Testspiel am kommenden Sonntag (17 Uhr, in Herzogenaurach) gegen Borussia Mönchengladbach wird größtenteils zeigen, wer zum Start in Regensburg aufläuft. Zumindest eine „Achse sollte man erkennen können“, kündigt Leitl an.

Tobias Schröck Schröck durfte gegen Karlsruhe wegen des Fehlens von Marvin Matip die Kapitänsbinde tragen. Der 25-Jährige wirkt körperlich robuster als in der Vorsaison, geht sichtbar voran. „Er hat sich richtig gut entwickelt“, sagt Leitl. Schröck zeige genau das, was er und sein Trainerteam sehen wollen. „Er bringt Leidenschaft und Mentalität auf den Platz und überzeugt mit Taten. Das gefällt uns.“

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