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FC Ingolstadt

28.04.2017

„Unser Wille ist ungebrochen“

Wild entschlossen: Markus Suttner bezeichnet sich selbst als Motivator. Auch heute will der Führungsspieler vorangehen, wenn der FC Ingolstadt bei RB Leipzig zu Gast ist.
Bild: Roland Geier

Der FC Ingolstadt hat den Glauben an den Klassenerhalt noch nicht verloren. Wie Markus Suttner die Chancen im Spiel bei RB Leipzig einschätzt und was er zu seiner Führungsrolle und persönlichen Zukunft sagt.

Für den FC Ingolstadt steht am heutigen Samstag (15.30 Uhr) das zweite Treffen mit Ex-Trainer Ralph Hasenhüttl an. Nach dem überraschenden 1:0-Sieg im Hinspiel, der zugleich die erste Saisonniederlage des damaligen Tabellenführers bedeutete, gehen die Schanzer durchaus selbstbewusst in das Duell.

Führungsspieler Markus Suttner, der im Hinspiel genauso wie bei der 2:4-Niederlage vergangene Woche gegen Werder Bremen gelbgesperrt fehlte, hat sich in einer Presserunde zur Begegnung, zur Situation bei den Schanzern und seiner persönlichen Zukunft geäußert. Der 29-jährige Österreicher über:

Glaube an den Klassenerhalt: „Wir haben diese Saison schon schlimmere Situationen gehabt als aktuell. Mit einem Sieg oder einem Punkt in Leipzig sind wir wieder zurück im Rennen. Wir glauben an unsere Chance. Es sind noch vier Spiele und wir können in jedem unsere Punkte holen. Der Wille bei uns ist jedenfalls ungebrochen.“

„Unser Wille ist ungebrochen“

Verkrampfung im Abstiegskampf: „Wenn wir verkrampft wären, wäre das schon die ganze Saison so. Wir haben Charakter und glauben an uns. Wir wissen, dass wir die Qualität haben, es noch zu schaffen. Bis auf das Wolfsburg-Spiel, als wir einen schlechten Tag hatten, haben wir gezeigt, dass wir mit unserer Lage umgehen können. Ich mag solche Situationen ohnehin. In meiner Zeit bei Austria in Wien war es auch nicht anders. Ein bisschen Druck zu haben ist schön.“

Viele Gegentore „Man kann es auch umdrehen und sagen, dass wir so viele Tore machen wie selten zuvor. Dadurch, dass wir punkten wollen und müssen sind wir offensiver eingestellt und bekommen hinten auch mehr Tore. Natürlich haben wir die vielen Gegentore aber angesprochen und müssen wieder eine bessere Balance finden.“

Erinnerungen an das Hinspiel gegen Leipzig: „Damals habe ich gesperrt nur auf der Tribüne gesessen. Die Mannschaft hat in jedem Fall ein sehr gutes Spiel gemacht und verdient gewonnen. Daher sind die Erinnerungen natürlich positiv.“

Spiel in Leipzig: „Leipzig will den direkten Champions-League-Platz fixieren und wird alles geben. Sie werden uns unter Druck setzen wollen, das ist ihr Stil. Wir haben im Hinspiel bewiesen, dass wir gegen Leipzig gewinnen können. Unser Trainer wird uns so einstellen, dass wir erneut Punkte mitnehmen.“

Ralph Hasenhüttl: „Er ist ein Erfolgsmensch und will immer gewinnen. Gegen uns vielleicht sogar noch mehr. Wir haben ebenfalls die Motivation, ein zweites Mal gegen ihn zu siegen.“

Zuschauen von der Tribüne „Ich habe gegen Werder Bremen natürlich mitgezittert. Das war für mich nicht gerade die schönste Situation. Ich war den ganzen Tag unruhig und konnte nicht ruhig sitzen. Es ist schwierig, wenn man die Dinge nicht selbst beeinflussen kann.“

Aufarbeitung des Bremen-Spiels: „Die 2:4-Niederlage war frustrierend, weil wir das Spiel gegen eine Mannschaft mit einer Serie offen gestaltet haben und lange verdient in Führung lagen. Durch die Auswechslungen von Max Christiansen, der gelb-rot-gefährdet war, und Dario Lezcano, der angeschlagen war, ist Unruhe entstanden. Unser Spielstil kostet zudem viel Kraft. Daher haben wir uns in der Schlussphase zu sehr hinten reindrücken lassen.“

Zehn Gelbe Karten: „So viele hatte ich bisher selten. Es waren aber auch ein paar unglückliche dabei. Zum Beispiel in Dortmund, als ich in der 70. Minute an der Mittellinie mein erstes Foul mache und gleich Gelb bekomme. Natürlich waren auch unnötige Gelbe Karten dabei. Ich versuche eben mit Leidenschaft und Einsatz voranzugehen sowie meine Mitspieler zu pushen und mitzureisen. Da passieren auch Fouls.“

Führungsrolle „Ich habe schon viel in meiner Karriere erlebt und bin natürlich gefordert. Ich versuche etwa, im Training aufzurütteln, wenn etwas nicht so passt, wie es der Plan vorsieht. Man sieht auf dem Platz, dass ich ein Motivator bin und versuche, die Jungs zu pushen und mit Leistung voranzugehen.“

Konkurrenten „Ob die anderen gewinnen oder verlieren, ist mir egal. Wichtig ist, dass wir unsere Spiele positiv gestalten und punkten.“

Eigene Zukunft: „Bei uns denkt keiner an etwas anderes als den Abstiegskampf. Wir wollen für uns und den Verein die Liga halten. Keiner will einen Abstieg in seiner Vita stehen haben. Daher werden wir bis zum Ende alles geben und uns erst danach damit beschäftigen, was im Sommer passiert. Ich habe einen Vertrag ohne Ausstiegsklausel, daher stellt sich die Frage nach einem Wechsel momentan nicht.“

Personal Pascal Groß fehlt gelbgesperrt. Romain Brégerie (Infekt) und Martin Hansen (Rückenprobleme) waren angeschlagen. Die zuletzt gesperrten Brégerie, Marvin Matip und Markus Suttner dürfen wieder spielen.

Mögliche Aufstellung Hansen (Nyland) – Matip, Brégerie, Tisserand – Hadergjonaj, Roger, Cohen, Suttner – Leckie, Kittel (Morales) – Lezcano

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