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FC Ingolstadt

08.05.2015

„Werden die Sau rauslassen“

Volle Kraft voraus: Lukas Hinterseer und der FCI können in Bochum den Aufstieg perfekt machen.
Bild: Roland Geier

Lukas Hinterseer vom FC Ingolstadt kann in seiner ersten Saison mit den Schanzern aufsteigen. Mit einem Sieg in Bochum wäre es so weit

Der Aufstieg für den FC Ingolstadt in die Fußball-Bundesliga steht kurz bevor. Mit einem Sieg am morgigen Sonntag (13.30 Uhr) beim VfL Bochum wären die Schanzer nicht mehr von den ersten beiden Plätzen zu verdrängen. Die NR hat sich vor der Partie mit dem österreichischen Stürmer Lukas Hinterseer unterhalten.

Lukas Hinterseer, am Sonntag spielt der FC Ingolstadt beim VfL Bochum und könnte mit einem Sieg den Aufstieg in die Bundesliga vorzeitig besiegeln. Merkt man, dass der Druck steigt, zumal die Erwartungen von außen doch größer werden?

Hinterseer: Ich weiß nicht, wie es bei den anderen ist. Aber vom Gefühl her und was ich mitbekommen habe, sind alle sehr locker, weil wir uns die Drucksituation selbst erarbeitet haben. Es ist ein sehr positiver Druck. Wir sind über die gesamte Saison die Gejagten gewesen und haben es verstanden, damit ganz gut umgehen.

Seit dem 8. Spieltag steht ihr überraschend an der Spitze, wie kam es zu dem Erfolg?

Hinterseer: Ich stimme zu, dass es überraschend war für den Verein. Dass es so schnell geht, damit hat keiner gerechnet. Die Gründe sind aber einfach zu erklären. Wir treten einfach als Mannschaft auf. Jeder weiß und setzt um, was der Trainer vorgibt. Wir haben das Konzept verinnerlicht und ziehen es durch. In der Rückrunde hat es eine Phase gegeben, in der wir ein bisschen geschwächelt haben. Aber das war darauf zurückzuführen, dass sich die Gegner besser auf uns eingestellt hatten. Wir haben lernen müssen, damit umzugehen. Ich glaube, die vergangenen Partien ist es wieder gut gelaufen und wir sind variabler geworden.

Die Wende in der vergangenen Saison gelang dem FC Ingolstadt mit einem 1:0-Sieg in Bochum. Überhaupt ist die Bilanz gegen den VfL sehr gut. Ist es ein gutes Omen, dass ihr den Aufstieg ausgerechnet in Bochum besiegeln könnt?

Hinterseer: Es ist immer schön, solche Statistiken zu hören, aber es wird ein neues Spiel und da herrschen andere Gesetze. Der VfL hat sich die Saison auch anders vorgestellt, als es für sie gelaufen ist. Es wird schwierig wie gegen jeden Gegner, die wollen den Spitzenreiter schlagen. Und sie werden alles reinpacken, damit wir den Aufstieg vertagen müssen. Aber wir werden unser Ding durchziehen.

Gleich im ersten Jahr nach Ihrem Wechsel von Österreich nach Deutschland spielen Sie gleich um den Aufstieg in die Bundesliga. Haben Sie sich das so vorgestellt?

Hinterseer: Die jetzige Situation ist schon was Besonderes und man erhofft es sich so. Ich habe schnell gemerkt, dass die Liga sehr ausgeglichen ist. Man kann gegen jeden gewinnen, aber auch verlieren. Dass wir so konstant und auf so einen hohen Level spielen, war schon überraschend. Aber natürlich, auf lange Sicht hätte ich schon vorgehabt, mit dem FC Ingolstadt die ersten drei Plätze zu attackieren. Dass es aber gleich die erste Saison klappen könnte, ist natürlich der Wahnsinn.

Am Sonntag könnt ihr den Aufstieg festzurren. Am nächsten Sonntag gegen Leipzig sogar die Meisterschaft einfahren und mit den Fans im eigenen Stadion feiern. Habt ihr schon was vorbereitet?

Hinterseer: Das wäre natürlich ein Wunschdenken und für unsere Fans ein cooler Abschluss. Jetzt steht zunächst die Partie in Bochum an. Dann schauen wir mal. Sollten wir in Bochum gewinnen, werden wir auf jeden Fall die Sau rauslassen.

Die Fragen stellte Roland Geier

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