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16.03.2019

Neuer beweist seine Extraklasse im Bayern-Tor

Manuel Neuer stemmt bei der Siegerehrung den Pokal samt Thomas Müller.
Bild: Peter Powell (dpa)

Manuel Neuer hat es allen gezeigt. Er ist der beste Torwart Deutschlands, wenn nicht gar der Welt. Dass er im Liga-Alltag nichts zu tun bekommt, ist nicht seine Schuld. Im entscheidenden Moment gegen Dortmund konnte ihn nur ein anderer Schalker überwinden.

Die leichteste Aufgabe des Abends kam für Manuel Neuer hoch oben auf der Tribüne des Wembleystadions. Den Schlaks Thomas Müller nahm der Torwart-Hüne bei der Siegerehrung im Überschwang des Glücks mal eben auf die Schultern.

Im packenden Finale der Champions League hatte er zuvor auf dem Rasen bei mehreren Großchancen von Borussia Dortmund deutlich schwerere Aufgaben zu erledigen und meisterte diese bravourös.

Selten dürfte sich ein Torwart so sehr darüber gefreut haben, wieder in den Fokus zu rücken, wie Deutschlands Nummer 1. Nach der Bundesliga-Rekordsaison, die ihn durch die Bayern-Dominanz zum Kurzarbeiter machte, demonstrierte Neuer eindrucksvoll, dass er der Beste seiner Zunft im Land, wenn nicht gar auf der Welt, ist.

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"Manuel Neuer war in der ersten Halbzeit der beste Spieler", fasste Trainer Jupp Heynckes die Großtaten seines Keepers knapp zusammen. Besonders gegen Jakub Blaszczykowski (15.) und Robert Lewandowski (35.) zeigte er grandiose Paraden.

Business as usual könnte man meinen, für einen Torwart von Neuers Güte. Aber das Leben als Bayern-Schlussmann ist nun einmal anders. Chronisch unterbeschäftigt im Ligaalltag blieben die wenigen Patzer im Gedächtnis, nicht die Rekordmarke von nur 18 Gegentoren. "Er hat den schwersten Job der Liga", sagte Bayern-Sportdirektor Matthias Sammer. Unglaublich sei, dass ihm die Qualität abgesprochen werde. "Er war sehr wichtig", befand Sammer über Neuers Finalauftritt. Ein früher Rückstand, den Neuer quasi allein verhinderte, hätte den Münchnern wohl allen Mut geraubt.

432 Minuten blieb Neuer in der Champions League ohne Gegentor - den Großteil davon gegen Teams der Güteklasse Juventus Turin und FC Barcelona. Doch im Finale drohte auch diese Marke alle Bedeutung zu verlieren. "Nach dem 1:1 ist mir der Arsch auf Grundeis gegangen", gestand der 27-Jährige dem TV-Sender Sky. "Wir wussten, wie es letztes Jahr gelaufen ist" erinnerte er an die bittere Niederlage 2012 gegen den FC Chelsea. Doch letztlich konnte Neuer sogar eine Pointe gut verkraften. Bezwingen konnte ihn nämlich auch kein richtiger Dortmunder - BVB-Elfmeterschütze Ilkay Gündogan ist wie er selbst in Gelsenkirchen geboren. (dpa)

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