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EM-Qualifikation

07.09.2020

"Hopp oder top": U21 erwartet hohe Hürde in Belgien

Hat mit Deutschlands U21 Belgien vor der Brust: Stefan Kuntz.
Bild: Arne Dedert/dpa

Ein Sieg in Belgien brächte die deutsche U21-Nationalelf der EM ganz nahe. Doch dazu bedarf es weniger Fehler und größerer Effizienz als zuletzt gegen Moldau. Auch die Fitness dürfte ein Faktor werden.

So gewaltig die Hürde, so groß die Chance. "Der Stellenwert ist sehr hoch", sagt Trainer Stefan Kuntz mit Blick auf den Qualifikations-Hit der deutschen U21-Fußballer gegen Belgien am Dienstag (16.00 Uhr/ProSieben Maxx) in Löwen.

"Wir werden alles reinhauen", kündigt Stürmer Florian Krüger an. Mit einem Sieg im Gipfeltreffen der Gruppe 9 könnte die DFB-Elf einen riesigen Schritt Richtung EM machen. Doch dazu bedarf es einer klaren Leistungssteigerung gegenüber dem 4:1 gegen Moldau am vergangenen Donnerstag in Wiesbaden.

"Weniger Fehlpässe" als gegen den Underdog erhofft sich Kuntz. Dass die Räume hinten besser geschlossen werden und "wir in der Offensive mehr Konsequenz an den Tag legen" - um die zurückeroberte Tabellenführung zu verteidigen. Nach vier von acht Spieltagen liegt der deutsche Nachwuchs zwei Punkte vor Belgien an der Spitze. Neben den neun Gruppensiegern qualifizieren sich zwar auch die fünf besten Zweiten für die zweigeteilte EM-Endrunde im kommenden Jahr in Ungarn und Slowenien. Komplizierte Rechenspiele und den bangen Blick auf die anderen Gruppen wollen sich Kuntz und Co. aber gerne ersparen.

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Und sie sind gewarnt. Das 2:3 im Hinspiel gegen die Belgier vergangenen November in Freiburg habe gezeigt, "wie gefährlich sie sind", sagt Verteidiger Maxim Leitsch, der gegen Moldau genau wie Torschütze Krüger sein Debüt für die deutsche U21 gab. "Sie haben eine gute Truppe", betont er. Der mit Mittelfeldmann Orel Mangala vom VfB Stuttgart und Abwehrspieler Sebastiaan Bornauw vom 1. FC Köln auch zwei Bundesliga-Profis angehören. Aber auch eine ganze Reihe von Spielern, die in der heimischen Jupiler Pro League aktiv sind. Und die hat immerhin schon vier Spieltage der neuen Saison absolviert.

Das könne für die Gastgeber "schon ein kleiner Vorteil sein", sagt Verteidiger Leitsch. Schließlich stecken die deutschen Spieler mit ihren Clubs noch mitten in der Vorbereitung und starten erst kommendes Wochenende mit dem DFB-Pokal in die neue Runde. Eine "ungewöhnliche Situation", wie Trainer Kuntz findet. Gegen Moldau habe man "gesehen, dass keiner von uns im Wettkampfrhythmus drin ist", sagt Angreifer Krüger, versprüht aber gleich Optimismus. "Jetzt haben wir das eine Spiel mehr, das uns Dienstag weiterhelfen kann."

Es geht nun gegen die potenziellen Erben eines Kevin De Bruyne (Manchester City), Axel Witsel (Borussia Dortmund), Romelu Lukaku (Inter Mailand) oder der Brüder Eden (Real Madrid) und Thorgan Hazard (Dortmund). Der belgische Fußball hat in den vergangenen Jahren einen gewaltigen Sprung nach vorne gemacht. Auch im Nachwuchs. Die U21 präsentierte sich im Lauf der bisherigen Qualifikation jedoch etwas wankelmütig. Dem Sieg gegen Deutschland stehen Patzer gegen Wales (0:1) und Bosnien-Herzegowina (0:0) gegenüber. So ist die Partie am Dienstag vor allem für die Belgier schon ein vorgezogenes Finale. "Wie ein Pokalspiel", findet auch Kuntz: "Hopp oder top".

© dpa-infocom, dpa:200907-99-460936/3 (dpa)

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