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Joachim Löw darf Trainer bleiben: Die einzig richtige Entscheidung

Kommentar Von Tilmann Mehl
30.11.2020

Der Verband stellt sich hinter Nationaltrainer Joachim Löw. Er hatte auch gar keine andere Möglichkeit. Dafür nämlich wäre Vorarbeit nötig gewesen.

Joachim Löw geht auf die Zielgerade seiner Laufbahn. Was mal ein schwungvoller Dauerlauf war, ist mittlerweile geprägt von einer bleiernen Last, die ihn kaum mehr vorwärts kommen lässt. Warum aber dankt ihm der Verband nicht einfach für die hervorragende Arbeit der vergangenen eineinhalb Jahrzehnte und schickt einen neuen Trainer auf die Bahn? Weil es keinen natürlichen Nachfolger gibt. Die Männergilde des DFB ist viel weniger pathetischen Begriffen wie Solidarität und Treue verpflichtet, als sie es glauben machen.

Es ist kein Nachfolger von Joachim Löw in Sicht

Wäre ein Trainer in Aussicht, mit dem die Chance auf eine erfolgreiche EM auch nur ein bisschen größer wäre als unter Löw: Er wäre bereits im Amt. Jürgen Klopp aber fühlt sich recht wohl in Liverpool und auch alle weiteren Kandidaten von Format sind derzeit noch vertraglich gebunden. Dass die Verbandsoberen auf die 0:6-Pleite mit keinerlei Konsequenzen reagieren, ist schlüssig.

Würden sie offen von Löw fordern, den von ihm vorangetriebenen Neuaufbau zu unterbrechen, würde der angeschlagene Bundestrainer auch noch seine Glaubwürdigkeit verlieren. Sollte er selbst zu dem Entschluss kommen, dass eine Mannschaft im Entstehungsprozess noch ein wenig Aufbauhilfe von erfahrenen Spielern gebrauchen könnte, würde diese Entscheidung Respekt verlangen.

Die Nationalmannschaft hätte Schaden nehmen können

Der DFB aber hatte gar keine andere Wahl, . Alles andere würde den Bundestrainer und somit die Mannschaft schädigen. Dass der Verband aber seit etlichen Jahren keinen ernst zunehmenden Plan B in der Schublade hat, spricht für die antiquierten Strukturen.

Lesen Sie dazu auch den Hintergrund: Entscheidung früher als gedacht: Löw bleibt DFB-Trainer

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