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Fußball

14.08.2012

Khedira sieht Hymnen-Debatte aufgebauscht

Sami Khedira verwahrt sich gegen Kritik an seiner Staatsbürgertreue. Foto: Arne Dedert dpa

Fußball-Nationalspieler Sami Khedira sieht die Debatte um das Singen oder Nichtsingen der Nationalhymne als ein Thema, "das künstlich aufgebauscht" wurde.

"Das ist sehr schön und ein gutes Zeichen, wenn man die Nationalhymne singt. Aber man kann nicht darauf schließen, dass man dann ein guter Deutscher ist", erklärte der 25 Jahre alte Profi von Real Madrid. Der Deutsch-Tunesier Khedira selbst singt vor Länderspielen nicht mit.

"Ein guter Deutscher ist man, wenn man gut die Sprache spricht und die Werte annimmt", sagte Khedira vor dem Testländerspiel an diesem Mittwoch in Frankfurt (Main) gegen Argentinien.

Eine andere Deutung wäre "nicht fair", betonte der in Stuttgart geborene Mittelfeldspieler. "Weil wir alles für unser Land tun, nicht nur auf dem Platz, sondern auch außerhalb", ergänzte Khedira mit Hinweis auf die U-21-Europameisterschaft 2009. Damals führte er als Kapitän das deutsche Team zum Titel. Acht Spieler mit Migrationshintergrund kamen beim 4:0-Finale gegen England zum Einsatz, und keiner habe noch der Hymne gefragt, erinnerte Khedira.

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Nach dem EM-Aus der deutschen Nationalelf in diesem Sommer gegen Italien hatte sich eine Hymnen-Diskussion entwickelt. "Bei uns und beim DFB gibt es keine Hymnen-Pflicht", hatte Bundestrainer Joachim Löw am Montag nochmals klargestellt.

In Gesprächen mit Spielern mit ausländischen Wurzeln wie Khedira, Mesut Özil, Jérome Boateng oder Lukas Podolski habe er das Thema angesprochen, aber auch Verständnis für die Beweggründe gewonnen. "Ich würde es gut finden, wenn sie singen. Ich verstehe aber auch, wenn es der eine oder andere nicht macht und eine andere Art der Vorbereitung auf ein Spiel wählt", unterstrich Löw. (dpa)

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