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Nations League
17.11.2020

Deutsche Nationalmannschaft geht gegen Spanien unter

Bitterer Abend für die Mannschaft um Kapitän Manuel Neuer: Deutschland war chancenlos gegen Spanien.
Foto: Daniel Gonzales Acuna, dpa

In der Nations League lässt sich die deutsche Nationalelf von Spaniens Auswahl deklassieren. Am Ende steht eine 0:6-Niederlage - die sogar noch höher hätte ausfallen können.

Demütigung statt Gruppensieg: Angstgegner Spanien hat einer führungslosen deutschen Nationalmannschaft zum Abschluss des komplizierten Corona-Jahres 2020 die höchste Niederlage in der Amtszeit von Joachim Löw. Das 0:6 (0:3) im 188. Länderspiel des Bundestrainers war auch in der Höhe absolut verdient. Neben der im direkten Duell um Platz eins verpassten Qualifikation für das Finalturnier der Nations League war die Fußball-Lehrstunde auch ein heftiger Stimmungsdämpfer mit Blick auf das kommende EM-Jahr. "Die bitterste Niederlage war es nicht, aber eine der klarsten", sagte Toni Kroos nach seinem 101. Länderspiel in der ARD. Sie habe "weh" getan: "Wir haben überhaupt keinen Zugriff bekommen. Spanien hat uns alles vorgemacht, mit Ball und ohne Ball. Das Spiel muss man Richtung Turnier natürlich analysieren. Es ist einiges zu tun."

Schon zur Halbzeit führt Spanien 3:0 gegen Deutschland

Alvaro Morata (17. Minute), der dreimal erfolgreiche Ferran Torres (30./55./72.), Rodri (38.) und Mikel Oyarzabal (89.) trafen fast nach Belieben in dem aus deutscher Sicht gespenstischen Geisterspiel. Es war die höchste Niederlage seit 1931. Kapitän Manuel Neuer erlebte in seinem 96. Länderspiel, mit dem er zum alleinigen deutschen Rekordtorwart aufstieg, einen ganz bitteren Abend. Zuvor hatte er nie mehr als vier Treffer im DFB-Tor kassiert. "Das ist ganz enttäuschend für uns alle", sagte Neuer. Er bemängelte die Körpersprache und die Kommunikation auf dem Spielfeld: "Auch ein Tiefschlag kann helfen."

Manuel Neuer kann auch das Tor zum 3:0 von Spaniens Rodri (nicht im Bild) nicht verhindern. Es folgten noch drei weitere Tore.
Foto: Daniel Gonzales Acuna, dpa

Der 34-Jährige verhinderte sogar eine noch schlimmere Demütigung gegen eine gierige und spielerisch klar überlegene spanische Elf. Die Gastgeber zogen in der Tabelle der Gruppe 4 mit elf Punkten an Deutschland (9) noch vorbei. Spanien steht damit neben Weltmeister Frankreich als Teilnehmer am Final-4-Turnier im Oktober 2021 fest.

"Die große Herausforderung heißt gegen Spanien, wie verteidigt man sie?", sagte Löw vor dem Anpfiff in der ARD. Das war im Nachhinein eine fast prophetische Aussage. Die Defensivarbeit war über 90 Minuten desolat. Dabei schien es eine gute Nachricht zu sein, dass Niklas Süle nach Knieproblemen doch auflaufen konnte. Aber der Abwehrchef war überfordert wie alle anderen. Eine Lehrstunde erlebten auch die unerfahrenen Verteidiger Robin Koch und Philipp Max.

Auch von Führungsspielern wie Toni Kroos kamen keine Ideen

Ernüchternd war, dass von Führungskräften wie Toni Kroos und Ilkay Gündogan im Mittelfeld überhaupt kein Widerstand oder Ideen kamen. Der hochgelobte deutsche Turbo-Angriff mit Timo Werner, Serge Gnabry und Leroy Sané konnte sich bei der ersten Niederlage des Jahres nie in Szene setzen. Erst in der 77. Minute gab es eine Torchance, als Gnabry aus der Distanz abzog.

"Wir können froh sein, dass es 4:0 steht. Ich bin sprachlos", sagte ARD-Experte Bastian Schweinsteiger als fassungsloser Beobachter der einseitigen Partie, die einen Klassenunterschied offenbarte. Nichts ging bei Löws Team, das ohne einen Mentalitätsspieler wie den am Knie verletzten Joshua Kimmich von Anfang an wehrlos war. In der 5. Minute hatten die Gäste noch Glück, dass es in der Nations League keinen Videobeweis gibt. Gündogan traf den Leipziger Dani Olmo am Fuß, der Schiedsrichter gab Freistoß, aber das Foul war im Strafraum.

Das 0:6 ist die höchste Niederlage in der Amtszeit von Joachim Löw.
Foto: Miguel Morenatti/AP, dpa

Die Nationalmannschaft spielt erst in im Frühjahr wieder

Die Spanier verloren früh Sergio Canales durch eine Verletzung. Aber der für ihn eingewechselte Fabian bereitete als Eckballschütze gleich das Führungstor von Morata vor. Der groß gewachsene Stürmer von Juventus Turin übersprang am langen Pfosten Gnabry, der dort niemals sein Gegenspieler hätte sein dürfen. Die Spanier konnten ungestört angreifen und spielten sich in einen Rausch. Nach einer Flanke von Koke köpfte Olmo an die Latte, Ferran Torres vollendete. Eine weitere Ecke von Fabian konnte Rodri ungehindert zum 0:3-Pausenstand einköpfen.

Auch nach der Pause erfolgte kein Aufbäumen. Und nicht einmal eine Schadensbegrenzung gelang. Der herausragende Ferran Tores von Manchester City konnte bei seinem zweiten Treffer einen Konter über José Gaya mühelos abschließen. Dann machte er gegen eine deutsche Elf in Auflösung seinen Dreierpack perfekt. Die von DFB-Direktor Oliver Bierhoff beschriebene "dunkle Wolke", die sich nach den Siegen gegen Tschechien (1:0) und die Ukraine (3:1) zu verziehen schien, schwebt zum Jahresende wieder über der Nationalmannschaft und auch Löw. Sie schleppt der Bundestrainer mit in die viermonatige Winterpause. (dpa)

Lesen Sie dazu auch unseren Kommentar: Joachim Löw ist nicht mehr der Richtige als Nationaltrainer

Das schreibt die Presse zum Spiel: Pressestimmen zum 6:0: "Spanien führt Deutschland regelrecht vor."

Lesen Sie dazu auch: Kritik verschärft: Länderspiele in Corona-Zeiten weiter umstritten.

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Die Diskussion ist geschlossen.

18.11.2020

... das Sport-Niveau gleicht sich dem Gesamtzustand des Landes an (siehe z.B. auch die letzten Ergebnisse der Schwimmer) - oder dem des Autors des Beitrages; 8 Rechtschreibfehler in unter 100 Zeilen - bravo ! ;o)

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18.11.2020

Also eines solltre man doch mal festhalten: Der Bundestrainer war keine Sekunde im Spielfeld. Das waren eher die Jung- und z.T. auch Altmillionäre.

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18.11.2020

Einfach nur peinlich und mit so einer Mannschaft und Trainer wollen wir zur EM fahren. Neue Angstgegener sind Liechtenstein, Luxemburg oder so ähnlich. Sobald der Gegner ein kleines bisschen schwerer wird steht das Ergebnis schon fest.

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17.11.2020

Nicht die deutsche Nationalmannschaft hat verloren, sondern "Die Mannschaft"...ein überforderter Haufen Jung-Millionäre. Löw und Bierhoff sind nunmehr umgehend zu entlassen. Spieler wie Philipp Max werden sonst komplett verheizt. Mein Vorschlag: der DFB muss dieses Thema komplett neu überdenken (u.a. "Die Mannschaft") und es muss umgehend ein "Teamchef" samt fähigem Trainerstab installiert werden. Der Name des Teamchefs wäre: Bastian Schweinsteiger!

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17.11.2020

Herr Löw ich danke Ihnen !! dank ihrer Dackelhaften Aufstellung ist meine Frau und Sohn erst mal vom deutschen Fußball kuriert und ich muss mir den .... nicht mehr Anschauen !!! DANKE

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17.11.2020

Das deutsche Problem: Löw ist vergleichbar mit Merkel, nicht erstklassig, aber alternativlos, da keine Nachfolger.

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