Wer heute zum ersten Mal Mutter oder Vater wird, fragt vermutlich die künstliche Intelligenz, was zu tun ist, wenn das Baby schreit. Füttern oder die Windel kontrollieren wären mal ein erster Ratschlag aus jahrelanger Erfahrung. Bei der weiteren Entwicklung des Nachwuchses helfen als Faustformel die drei Säulen zeitgemäßer Erziehung: bedrohen, beschimpfen, bestehen. Wer es noch moderner haben wollte, bestellte früher Eltern-Magazine als gedruckte Ratgeber. Womit wir bei Paul Edwards in England gelandet sind.
Der Brite schloss im Jahr 2007 das Abonnement einer Elternzeitschrift ab und legte fortan eine Tugend an den Tag, die bei der Kindererziehung ebenfalls zum Vorteil gereicht – Geduld. 19 Jahre musste Papa Paul auf die erste Ausgabe des Ratgebers warten. Vor kurzem lag das stark beschädigte Magazin im Briefkasten. Edwards schilderte den Service der britischen Post in den sozialen Medien. Die Royal Mail fügte „Mother and Baby“ ein Schreiben bei, um sich für „mögliche Unannehmlichkeiten“ zu entschuldigen. Das Echo auf die Geschichte fiel gewaltig aus. Ein Beitrag des Briten auf der Internetplattform „X“ erreichte über 1,6 Millionen Aufrufe.
Die Kinder sind längst aus dem Haus
In einem Gespräch mit der BBC erinnerte sich der Mann aus Chester, dass seine Tochter damals einige Monate alt gewesen sei. Sein Sohn wurde kurz darauf geboren. Inzwischen seien die Kinder, für deren Erziehung er einst Tipps suchte, aus dem Haus.
Geduld ist nicht nur bei Eltern in England gefragt
Neben den drei Säulen moderner Kindererziehung sollten angehende Eltern beherzigen, insbesondere in England: Wer auf etwas Gutes wartet, der wartet nie zu lang. Mit diesem skandinavischen Sprichwort soll eine Mutter ihre Kinder zur Weißglut getrieben haben. Aber das ist eine andere Geschichte.
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