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Wie in einem Videospiel: Wenn in der Bundesliga alles anders ist

Glosse Von Florian Eisele
09.01.2022

Beim ersten Bundesliga-Spieltag des Jahres 2022 war einiges anders als gewohnt: Bayern verliert, der FCA hat einen Millionentransfer. Was kommt als nächstes?

Ein neues Jahr bedeutet auch: neue Vorsätze. Ab jetzt soll wirklich alles besser, gesünder und erfolgreicher werden. Also genau wie im Jahr davor. Dass die Vorsätze alles andere als neu, sondern eben die gleichen sind wie in jedem Jahr – geschenkt. Auch das ist Teil jener Konstanz, die es ja irgendwo braucht. Komisch wird es, wenn sich wirklich etwas ändert – und genau das schien an diesem ersten Bundesliga-Spieltag des Jahres 2022 zwischenzeitlich so zu sein.

Es ging damit los, dass die Bayern tatsächlich ein Spiel verloren. Sicher, dass dies theoretisch möglich ist, wusste man. Ebenso wie den Umstand, dass beim Rekordmeister gerade eine ganze Busladung voll mit Spieler, Trainern und sonstigen Funktionskräften im Corona-Griff ist und deswegen eine Not-Elf auf den Platz geschickt werden musste. Aber eigentlich ging man davon aus, dass auch diese Aufstellung mit hoffnungsvollen Nachwuchskräften wie Lewandowski, Müller oder Kimmich gegen Gladbach drei Punkte holen müsste.

Der Pepi-Transfer des FCA wirkt wie eine Szene aus einem Videospiel

Zuvor hatte schon der FC Augsburg die gewohnte Wahrnehmung ins Wanken gebracht und für 13 Millionen Euro (ja, tatsächlich Euro!) einen Teenager aus den USA verpflichtet. Der FCA, der sonst ablösefreie Routiniers an Land zieht, hatte für den Rekordtransfer gesorgt. Es war ein Wechsel, wie es ihn sonst nur in einem Videospiel gibt, wenn man zuvor einen Schummelcode eingegeben hat und damit die Vereinskasse aufgefüllt hat.

Es wäre auch dann noch alles in halbwegs gewohnten Bahnen verlaufen, wenn der BVB die Steilvorlage der Bayern nicht genutzt und gegen Frankfurt verloren hätte – wonach es auch lange Zeit ausgesehen hatte. Und dann gewinnen diese Dortmunder in der letzten Minute doch noch gegen Frankfurt – und es war nicht mal Erling Haaland.

Fast scheint es, als ob nun alles möglich ist. Was kommt als Nächstes? Eine verletzungsfreie Rückrunde von Alfred Finnbogason? Max Kruse schwört Nutella ab? Ein Titel für Bayer Leverkusen? Gut, dass es selbst in diesen Zeiten Konstanten gibt, an denen man sich festhalten kann: Die Bayern sind Erster. Und zumindest daran wird sich erst mal nichts ändern. Oder?

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