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Interview
20.12.2021

Marco Sturm sieht NHL-Absage für Olympia als Chance für deutsches Team

Ex-Bundestrainer Marco Sturm hält große Stücke auf die DEB-Auswahl - auch ohne DEB-Profis.
Foto: Marcel Kusch, dpa

Die Anzeichen verdichten sich, dass die Olympischen Spiele ohne NHL-Profis stattfinden werden. Ex-Bundestrainer Marco Sturm sieht das als Chance für den DEB an.

Herr Sturm, Ihre Wahlheimat ist sein etlichen Jahren Florida. Nachdem Sie mit Ihrer Familie nur rund 15 Autominuten von der FLA Live Arena, der Heimspielstätte der Florida Panthers, entfernt leben und vor wenigen Tagen mit Ihren Los Angeles Kings dort gastierten: Wie viele Tickets mussten Sie denn für Familie und Freunde organisieren?

Sturm: (lacht) Ja, das stimmt. Wir leben seit mittlerweile rund zehn Jahren hier und es ist sozusagen unser zweites Zuhause geworden. In dieser Zeit haben wir natürlich sehr viele Bekannte und Freunde kennengelernt, die sich unser Spiel angeschaut haben. Obwohl die meisten davon natürlich Panthers-Anhänger sind, haben sie mir auch die Daumen gedrückt. Die Tickets für diese Partie haben sie sich glücklicherweise alle selbst besorgt. Ansonsten wäre es für mich wahrscheinlich sehr teuer geworden (lacht). Meine Familie habe ich aber selbstverständlich eingeladen.

In der „Pacific Division“ rangieren die Los Angeles Kings derzeit im Mittelfeld mit Anschluss an de Play-off-Plätze. Wie fällt Ihre bisherige Saisonbilanz aus?

Sturm: Ich würde es als Auf und Ab beschreiben. Wir haben ein wahnsinnig gutes erstes Hauptrunden-Match gegen Las Vegas gemacht (6:2, Anm. d. Red.) und waren optimistisch, dass es danach richtig abgeht. Doch danach kamen prompt ein positiver Corona-Test sowie ein, zwei Verletzungen – und schon sah die Welt wieder ganz anders aus! Mittlerweile haben wir uns aber deutlich stabilisiert. Ich würde sogar sagen, dass wir in den vergangenen sechs, sieben Partien sehr gut und konstant agieren. Dabei hilft es natürlich enorm, dass wir unseren Top-Verteidiger Drew Doughty wieder zurückhaben. Mit seinen herausragenden Fähigkeiten gibt er unserer Mannschaft die dringend benötigte Stabilität und Sicherheit. Von dem her hoffe ich, dass wir jetzt auf einem guten Weg sind.

Sie haben Ihren Star-Verteidiger Drew Doughty bereits angesprochen. Neben ihm stehen mit Anze Kopitar, Dustin Brown und Goalie Jonathan Quick noch drei weitere Routiniers im Kader, die 2012 und 2014 mit den Kings den Stanley-Cup gewonnen haben. Auf der anderen Seite haben die Kings einen riesengroßen Pool an sehr jungen und talentierten Akteuren, die Mitten in ihrer Entwicklung stecken. Übernehmen die besagten „Haudegen“ innerhalb des Teams die Führungsrolle, wie sich die Trainer-Crew das vorstellt?

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Sturm: Absolut! Man merkt bei unseren Führungsspielern ganz deutlich, dass sie eben bereits zweimal den Cup geholt haben. Ein gutes Beispiel war unsere Auswärtspartie gegen die Tampa Bay Lightning: Beim Stand von 2:2 haben genau diese Jungs das Spiel auf einmal richtig in die Hand genommen und eine gewisse Ruhe hineingebracht. Dadurch ist es für die jungen Akteure viel einfacher, dem Ganzen zu folgen und sich ausschließlich auf ihre Aufgaben zu konzentrieren. Was das betrifft, können wir wirklich sehr zufrieden sein.

Nach dem bislang letzten Stanley-Cup-Triumph 2014 folgten ausschließlich sportlich magere Jahre für die Los Angeles Kings. Lediglich zweimal erreichte man noch die Play-offs (2016, 2018), schied aber jeweils in der ersten Runde aus. In den zurückliegenden drei Spielzeiten verpasste man die Endrunde gänzlich. Wie geht das Umfeld in Los Angeles mit dieser Durststrecke um?

Sturm: Nun, nachdem die Kings 2018 zum bislang letzten Mal in die Play-offs eingezogen waren, erfolgte ja erst der große Kader-Umbruch. Aus diesem sind wir eigentlich erst im vergangenen beziehungsweise diesen Sommer herausgekommen und peilen nun den nächsten Schritt hin zu den Play-offs an. Das Ganze hat sich unter anderem ja auch bei den Free-Agents gezeigt, die bei uns unterschrieben haben. Aber auch beim diesjährigen Draft waren wir deutlich aggressiver als in den Jahren zuvor. Wenn man sich unser Farmteam Ontario Reign (AHL) einmal anschaut: Das ist vollgepackt mit erstklassigen Talenten. Das Einzige, was man derzeit noch merkt: Unsere jungen Spieler sind vielleicht noch nicht ganz so weit. Sie brauchen noch ein bisschen Zeit, was aber völlig in Ordnung ist. Deshalb sind die bereits erwähnten Routiniers so wichtig, um die Youngsters entsprechend heranzuführen und ihnen den richtigen Weg zu ebnen.

Sie selbst sind mittlerweile seit 2018 als Assistenz-Trainer bei den Los Angeles Kings tätig. Hat sich Ihr Aufgabenbereich innerhalb dieser Zeit verändert?

Sturm: Eigentlich hat sich für mich kaum etwas verändert. Klar, im ersten Jahr war aufgrund des gesamten Umbruchs schon noch ein bisschen „Chaos“. Das hat man auch im Trainerteam etwas gemerkt. Seitdem Todd McLellan jedoch das Amt des Headcoaches zum Ende der Saison 2018/2019 übernommen hat, ist meine Arbeit immer gleich geblieben – auch vom Umfang her! Nachdem die ersten Jahre für mich doch noch eine gewisse Lernphase waren, merke ich jetzt schon, dass diese jetzt langsam doch vorbei ist. Mittlerweile profitiere ich von meinen Erfahrungen, die ich bei den ganzen Spielen gesammelt habe, sodass sich eine gewisse Routine eingestellt hat. Im Grunde ist eine solche Entwicklung bei einem Trainer nichts anderes als bei einem jungen Spieler – und genau so fühle ich mich auch! Jede Partie, in der ich dabei bin, tut mir nach wie vor gut und macht einen Riesenspaß. Hinzu kommt natürlich auch, dass wir ein sehr gutes und erfahrenes Trainerteam mit Todd McLellan an der Spitze haben.

Können Sie Ihren Aufgabenbereich einmal kurz umreißen?

Sturm: Wenn man es auf den Punkt bringen will, dann ist es das offensive Spiel! Ich arbeite hier viel mit unseren jungen Stürmern, um sich weiter zu entwickeln. Zudem liegt auch das Powerplay in meinem Aufgabenbereich. Nachdem ich hier die Vorbereitung und das Pre-Scouting gemacht habe, stimme ich mich mit Todd ab, der – nachdem er früher selbst Powerplay-Coach war – auch immer sehr gute Ideen hat. Auch in diesem Bereich verläuft unsere Zusammenarbeit erstklassig.

Marco Sturm führte die deutsche Nationalmannschaft bei Olympia 2018 zur Silbermedaille.
Foto: Maximilian Haupt/dpa

Aus Ihrer Zeit beim Deutschen Eishockey-Bund als Bundestrainer wissen Sie freilich auch, wie es ist, als Headcoach zu arbeiten. Würde es Sie denn mittlerweile wieder reizen, als hauptverantwortlicher Trainer zu arbeiten oder fühlen Sie sich nach wie vor in Ihrer jetzigen Aufgabe als Assistent rundum wohl?

Sturm: Momentan fühle ich mich in meiner aktuellen Position definitiv wohl. Aber wie ich mich kenne, wird irgendwann die Zeit wieder kommen, in der ich als Chef arbeiten möchte (lacht). Aktuell habe ich aber das Gefühl, dass ich noch ein bisschen Zeit dafür brauche. Und deshalb ist für mir auch – wie bereits erwähnt – jedes Spiel wichtig. Wann dann letztlich der richtige Zeitpunkt gekommen ist beziehungsweise ob sich überhaupt in der NHL eine Chance ergibt oder doch wieder etwas ganz anderes kommt, kann ich überhaupt nicht vorhersagen. Deshalb lasse ich auch alles entspannt auf mich zukommen.

In knapp eineinhalb Monaten starten die Olympischen Winterspiele 2022 in Peking (4. bis 20. Februar). Was denken Sie: Wie intensiv und emotional werden Ihre Erinnerungen an den sensationellen Gewinn der Silbermedaille mit der DEB-Auswahl vor vier Jahren in Pyeongchang sein?

Sturm: (lacht) Das sind natürlich immer noch wunderschöne und unvergessliche Erinnerungen, obwohl es ja doch schon wieder ziemlich lange her ist. Für mich persönlich war es auf alle Fälle eine meiner bislang schönsten Zeiten im Eishockey. Es war einfach etwas ganz Besonderes - und damit meine ich nicht nur die Medaille selbst, sondern auch die Zusammenarbeit mit der Mannschaft sowie das ganze Drumherum. Der Begriff „Perfekt“ trifft es da sicherlich am besten. Jetzt kommen wieder neue Olympische Spiele – und dort können sich die Jungs wieder neu beweisen. Das Gute ist sicherlich, dass viele Spieler bereits beim letzten Mal dabei waren und somit wissen, was auf sie – egal in welcher Partie oder Situation – zukommt. Und das wird der deutschen Mannschaft schon enorm helfen.

Bei den Olympischen Winterspielen 2018 waren bekanntlich keine NHL-Profis dabei. Nachdem die National Hockey-League vor einigen Monaten bezüglich einer Teilnahme in Peking bereits ihr „O.k.“ gegeben hatte, erscheint eine Abstellung aufgrund der aktuell angespannten Corona-Situation sowie möglicher Konsequenzen bei einem positiven Corona-Befund während den Spielen (es droht eine mehrwöchige Quarantäne vor Ort) mittlerweile wieder mehr als fraglich. Schlagen bei dieser Thematik zwei Herzen in Ihrer Brust: Eines für die Spieler, für die es ein Karriere-Highlight ist, sowie ein weiteres für den Klub, der mit möglichen Konsequenzen leben müsste?

Sturm: Ja, definitiv! Ich weiß ja, dass die Spieler unbedingt daran teilnehmen wollen. Grundsätzlich bin ich der Meinung – und das habe ich ja früher schon immer gesagt – , dass bei einer Olympiade die besten Akteure dabei sein sollen. Und genau so ist es auch beim Eishockey. Daher wäre es natürlich extrem schade, wenn es auch diesmal mit den NHL-Profis nicht klappen würde. Es gibt halt noch ein paar Dinge, die man im Vorfeld klären muss. Aber klar, auf der anderen Seite ist es für die Klubs natürlich ein harter Schlag, wenn einer ihrer Spieler in Peking positiv auf das Corona-Virus getestet werden würde. Wobei das ja nicht nur die NHL-, sondern beispielsweise auch die DEL-Vereine betroffen wären. Man darf zudem nicht vergessen, dass die Olympischen Winterspiele bis Ende Februar gehen.

Unmittelbar danach steht in den jeweiligen Ligen die entscheidende Saisonphase an...

Sturm: Ganz genau. Wenn dann ein Klub auf einen oder mehrere Spieler verzichten muss und deshalb zum Beispiel die Play-offs verpasst, hätte dies zweifelsohne deutliche finanzielle Auswirkungen. Aus diesem Blickwinkel heraus ist es definitiv eine schwierige Situation. Aber rein sportlich betrachtet, sollten meiner Meinung nach – wie ich bereits gesagt habe – immer die besten Spieler teilnehmen.

Aufgrund der mittlerweile zahlreichen Spielabsagen in der National Hockey-League (zuletzt wurden die Partien der Florida Panthers und Colorado Avalanche bis zur Weihnachtspause gestrichen) wird bereits öffentlich darüber diskutiert, dass die NHL-Verantwortlichen die Olympia-Pause „elegant“ dafür nutzen, um die ausgefallenen Begegnungen in diesem Zeitraum nachzuholen. Sprich: Damit wäre das Thema NHL/Olympische Spiele ohnehin vom Tisch. Können Sie sich ein solches Szenario vorstellen?

Sturm: Ich bekomme es ja bei uns in Los Angeles quasi hautnah mit. Es würde in gewisser Weise funktionieren - aber eben nur für ein paar Spiele! Alle abgesagten Partien in diesem Zeitraum nachzuholen, wäre schlichtweg unmöglich. Das liegt in erster Linie an den Arenen. Jeder, der seine Halle beispielsweise noch mit einer Basketball-Mannschaft teilt – bei uns sind es mit den Lakers und Clippers sogar zwei –, der hat diesbezüglich überhaupt keine Chance, da die ganzen Termine ja schon über ein Jahr lang feststehen. Auch Konzerte finden ja in diesen Arenen statt. Letztlich wird wohl nichts anderes übrig bleiben, als einen Großteil dieser Begegnungen nach hinten zu verschieben und die Play-offs zu verlängern.

Marco Sturm als Bundestrainer.
Foto: Julian Stratenschulte (dpa)

Ganz konkret gefragt: Gehen Sie zum jetzigen Zeitpunkt davon aus, dass NHL-Spieler bei den Olympischen Spielen 2022 in Peking dabei sein werden?

Sturm: Wenn Sie mir vor einer oder zwei Wochen diese Frage gestellt hätten, wäre ich schon davon ausgegangen, dass die NHL-Jungs nach Peking reisen. Mittlerweile ist die ganze Situation jedoch nicht einfacher geworden, ganz im Gegenteil. Die Zeit drängt und langsam muss man sicherlich eine Entscheidung treffen. Momentan gehe ich eher nicht davon aus, dass NHL-Spieler bei den Olympischen Spielen auf dem Eis stehen werden.

In diesem Fall wäre die Situation vergleichbar mit den Winterspielen 2018 in Pyeongchang, als die National Hockey-League ihren Profis ebenfalls untersagte, daran teilzunehmen. So schmerzlich eine Absage gerade für die deutschen NHL-Stars wie Leon Draisaitl (Edmonton), Tim Stützle (Ottawa), Philipp Grubauer (Seattle), Moritz Seider (Detroit) oder Nico Sturm (Minnesota) auch wäre: Würde eine solche Konstellation – rein sportlich betrachtet – nicht sogar einen gewissen Vorteil für die DEB-Auswahl bedeuten?

Sturm: Ja, das glaube ich schon. Mittlerweile ist es einfach so, dass wir uns als deutsche Nationalmannschaft vor keinem Gegner mehr verstecken müssen – und ich meine wirklich keinem! Egal ob es ein russisches oder kanadisches Team ist, ich sehe niemanden, der deutlich besser ist als wir. Gerade ohne die NHL-Spieler wäre bei einem solchen Turnier wieder alles möglich.

Lassen Sie uns nochmals einen Blick auf die „Nach-Olympia-Zeit“ 2018 werfen. Nach den mitreißenden Partien und dem großen Erfolg mit Platz zwei war das deutsche Eishockey plötzlich in aller Munde. Auch die Medien-Präsenz nahm unbekannte Ausmaße an. Mit etwas Abstand betrachtet: Wurde Ihrer Meinung nach damals von Verbandsseite alles richtig gemacht, um diesen Hype entsprechend zu nutzen?

Sturm: Ich glaube, alles richtig zu machen, das geht überhaupt nicht. Der damalige Erfolg kam ja praktisch aus dem Nichts. Auch für uns war das Ganze völlig überraschend. Als wir im Anschluss nach Hause gekommen sind, ist unfassbar viel auf uns eingeprasselt. Ich weiß noch, dass ich in den Wochen danach quasi nonstop unterwegs war und unzählige öffentliche Termine wahrgenommen habe. Auch für mich war das seinerzeit alles ein bisschen zu viel. Aber klar, man hat von Verbandsseite einfach versucht, alles mitzunehmen, was gerade geht, um eben von diesem Hype zu profitieren. Ich würde behaupten, dass wir aus der Situation heraus das Bestmögliche gemacht haben – auch wenn man jetzt im Nachhinein betrachtet sicher das eine oder andere anders hätte umsetzen können. Für mich ist aber auch noch eine andere Erkenntnis sehr wichtig.

Welche ist das?

Sturm: Ich finde, man muss bei solchen Dingen auch immer den jetzigen Effekt anschauen. Wenn man den Zeitraum von 2018 bis heute betrachtet, haben wir definitiv einen riesengroßen Sprung gemacht. Und damit meine ich sowohl den Nachwuchsbereich als auch die Weiterentwicklung von jungen und mittlerweile gestandenen Spielern sowie die A-Nationalmannschaft. Diese Beispiele zeigen, dass wir sehr viel richtig gemacht haben.

Bundestrainer Toni Söderholm (2.v.r.) bereitet sich auch auf ein Olympia-Turnier ohne NHL-Stars vor.
Foto: Bernd Thissen/dpa

Ihr Nachfolger als Bundestrainer wurde im Herbst 2018 Toni Söderholm. Wie bewerten Sie seine bisherige Arbeit?

Sturm: Ich kenne den Toni ja schon länger. Unter anderem war er damals auch bei der U20 dabei. Der Toni ist ein ruhiger und sehr angenehmer Mensch. Auf’s Eishockey bezogen würde ich ihn als Lehrer beschreiben, der sowohl seine Spieler als auch sich selbst immer weiterentwickeln möchte. Er hat unseren eingeschlagenen Weg nicht nur fortgeführt, sondern auch noch weiter verbessert. Von dem her ist die deutsche Nationalmannschaft bei Toni mit Sicherheit in den besten Händen.

Wie lange das noch der Fall sein wird, ist derzeit allerdings unklar. Sie selbst haben 2018 den Sprung vom DEB in die NHL zu den Los Angeles Kings geschafft. Auch Ihr Nachfolger, dessen Vertrag offiziell nach der Weltmeisterschaft 2022 in Finnland ausläuft, wird mittlerweile mit einem Engagement in der National Hockey-League in Verbindung gebracht. Unter anderem sollen die Florida Panthers an einer Zusammenarbeit interessiert sein. Haben Sie als „Insider“ dieses Gerücht auch schon vernommen?

Sturm: Nein, nicht wirklich – auch wenn ich natürlich schon weiß, dass Toni während der Vorbereitung für eine Woche in Florida war. Der General Manager der Panthers, Bill Zito, war sein ehemaliger Agent und beide sind nach wie vor gut miteinander befreundet. Aber so läuft das Geschäft im Eishockey. Man muss einfach die richtigen Leute kennen. Auch bei mir war das letztlich nicht anders. Ich habe ja lange in der NHL gespielt und dabei viele Menschen kennengelernt. Genau von diesen habe ich damals den Anruf beziehungsweise die Möglichkeit bekommen, als Assistenz-Trainer in Los Angeles zu arbeiten. Ohne ein solches Netzwerk sowie eine gewisse Portion Glück hat man es als Europäer in der NHL grundsätzlich schon sehr schwer.

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