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Kommentar: Der Frust am letzten Spieltag ändert nichts an der starken Saison des FC Augsburg

Kommentar

Der Frust am letzten Spieltag ändert nichts an der starken Saison des FC Augsburg

Marco Scheinhof
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    Trainer Manuel Baum erlebte mit seinem FC Augsburg ein enttäuschendes Saisonende.
    Trainer Manuel Baum erlebte mit seinem FC Augsburg ein enttäuschendes Saisonende. Foto: Soeren Stache, dpa

    Den letzten, ganz großen Schritt hat der FC Augsburg verpasst. Weil der Fußball-Bundesligist ausgerechnet am letzten Spieltag gepatzt hat. Der Traum von Europa war deshalb nur kurz, ändert aber nichts an einer insgesamt starken Saison. Die Enttäuschung am Samstag war dennoch groß.

    Manuel Baum und Benjamin Weber waren sichtlich geknickt. Der letzte Saisonauftritt hatte Trainer und Sportdirektor enttäuscht. Weil die schwache Leistung überraschend gekommen war. Weil ein solcher Auftritt nicht vorhersehbar war. Die Augsburger waren zuletzt in starker Form, sie hatten sechs Spiele in Folge nicht verloren. In Berlin aber kamen sie nicht an ihr Leistungslimit heran.

    Auch die Spieler waren enttäuscht. Sie zogen sich in die Kabine zurück, mit sich und ihren Gedanken alleine. Die Hoffnung auf ein starkes Saisonende war groß. So aber kehren sie niedergeschlagen nach Augsburg zurück. Der schwache Trost: Durch den Freiburger Sieg hätte der FCA auch mit einem eigenen Erfolg nicht die internationalen Plätze erreicht.

    Es ist die drittbeste Saison der Vereinsgeschichte des FC Augsburg

    So steht Rang neun und die drittbeste Saison der Vereinsgeschichte. In den nächsten Tagen werden die Spieler erkennen, dass sie eine starke Runde gespielt haben. Dass sie nach einem schwierigen Beginn immer besser in Fahrt gekommen waren. Dass der Trainerwechsel von Sandro Wagner zu Manuel Baum die genau richtige Entscheidung war.

    Nun geht es darum, die nächste Entscheidung zu treffen. Weiter mit Baum als Cheftrainer, oder nicht? Er hat viele Argumente für sich gesammelt, auch die Spieler sprechen sich für ihn aus. Daran ändert das schwache Spiel in Berlin nichts.

    Baum selbst wollte am Samstag nicht zu viel sagen. Er habe eine Tendenz, mehr verriet er nicht. Es geht darum, auf welcher Position er dem Verein besser helfen kann. Als Trainer oder Leiter Entwicklung und Fußballinnovation? Letzteres wäre wohl der für ihn sicherere Weg, weil langfristiger. Als Trainer besteht stets die Gefahr, bei Misserfolg ausgetauscht zu werden. Baum weiß das. Ihm gefällt aber auch die Trainerrolle. Es bleibt spannend.

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