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Motorsport
18.07.2017

Die Geräuschlosen erobern New York

Die Formel E gastiert am East River. Damit schaffen die Strom-Flitzer, was der Formel 1 versagt bleibt

Ein wenig gehetzt wirken Sally und John, als sie eiligen Schrittes auf der Tribüne gegenüber den Boxenanlagen ankommen. Das Paar ist extra aus Philadelphia nach New York gefahren, um bei der Premiere der Formel E in der riesigen Stadt dabei zu sein. Die Plätze gegenüber den Boxenanlagen und der Blick auf eine große Videowand versprechen kurzweilige Unterhaltung. Auch den Start wollen sie auf keinen Fall verpassen. Schnell noch die Ohrstöpsel rein, so wie das die beiden Rennbegeisterten von ihren Besuchen bei den 500 Meilen von Indianapolis oder mehreren Wettfahrten der Nascar-Tourenwagenserie gewohnt sind.

Als die 20 einsitzigen Elektrorenner das erste Mal an Sally und John vorbeirauschen, ruft die blonde Frau mit einem spitzen Schrei: „Wow, bei diesem Rennen kann man sich ja sogar unterhalten.“ Nicht nur das Ehepaar aus Philadelphia ist überrascht. Die Ohrstöpsel werden schnell wieder eingepackt.

In jeder Saison rasen die Autos in den USA. Mal in Los Angeles, mal in Miami. Doch das Rennen im Hafengebiet Red Hook am Ufer des East River erweckt die größte Aufmerksamkeit. Die großen Fernsehsender ABC und CBS schalten in ihren Frühstückssendungen regelmäßig zu ihren Reportern an der Strecke, selbst die New York Times berichtet im Vorfeld. Das Empire State Building wird als Werbung für das Virgin-Team von Doppel-Sieger Sam Bird lila angestrahlt. Voller Stolz verkündet Formel-E-Chef Alejandro Agag: „Dieses Rennen in New York ist der Durchbruch für die Formel E. Es zeigt, wie weit es die Meisterschaft geschafft hat. New York ist einfach die Hauptstadt schlechthin.“

Agag hat damit auch das Rennen gegen die Formel 1 um Längen gewonnen. Schon Bernie Ecclestone, der Ex-Chef der Motorsport-Königsklasse, hatte schon vor vielen Jahren den Traum eines Stadtrennens durch die Häuserschluchten von Manhattan. Auch die neuen Macher um Chase Carey und Ex-Ferrari- und Mercedes-Teamchef Ross Brawn haben diesen Traum. „Ein Nachtrennen in New York wäre etwas Besonderes, aber wir sprechen zu viel darüber.“ Unterstützung erhält er von Lewis Hamilton. „Das wäre wirklich cool“, sagt der Mercedes-Pilot.

Viel zu reden haben auch Sally und John während des Formel-E-Rennens am vergangenen Wochenende. Problemlos können sie die Aktionen besprechen, die die Piloten auf dem 1,953 Kilometer langen Kurs am Atlantik-Bassin bieten. Das ist beste Unterhaltung, auch wenn die Renner nicht schneller fahren können als 225 Kilometer pro Stunde. Sie zelebrieren überraschende Überholmanöver, touchieren die Betonmauern, die die Strecke begrenzen. Ansonsten wird die Luft von einem Surren erfüllt, wie man es von einer Carrera-Rennbahn kennt.

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Wesentlich lauter ist das Grundrauschen, das der Wind von Manhattan nach Brooklyn herüberweht. Tiefe Frequenzen, die von Verbrennungsmotoren stammen. Von den großen Dieseln der Ausflugsschiffe oder den Rotoren der Hubschrauber. Dazwischen mischt sich das Auf und Ab der Polizeisirenen. Als Alejandro Agag begann, diese erste Serie für rein elektrisch angetriebene Fahrzeuge zu gestalten, setzte er auf ein ganz anderes Konzept. Nicht die Zuschauer sollten zu den bekannten Strecken kommen, sondern die Serie zu den Fans. Also suchte er nach Plätzen in den Innenstädten.

„Ich war persönlich sehr neugierig“, sagt Georg Schaeffler. Der Aufsichtsratschef des Technologiekonzerns Schaeffler nutzt mit seinem Unternehmen die Elektroserie von Anfang an als Lernfeld, war aber noch nie live vor Ort – bis zum Rennen in New York. Und dann lobt er: „Die Stimmung und die Kulisse sind etwas Einzigartiges.“ Noch müssen die Piloten zur Hälfte der Rennen ihre Autos wechseln, weil die Kapazität der Batterien mit 220 kWh nicht für eine ganze Renndistanz ausreicht.

Einzigartig ist auch das Interesse – nicht nur in der Automobilindustrie. Citroën, Jaguar und Renault sind schon aktiv. Audi, seit Beginn über das Team Abt vertreten, startet von der kommenden Saison an unter eigenem Namen. BMW folgt im Jahr darauf. Bei Porsche wird über einen möglichen Einstieg im Vorstand gesprochen, Mercedes will im Herbst entscheiden. Zum einen geht es darum, rechtzeitig in dieser Serie aktiv zu sein und zu lernen, zum anderen soll das Thema elektrische Mobilität mit Emotionen aufgeladen werden.

Für das Abt-Audi-Team verlief der Ausflug nach New York nicht wie gewünscht. Lucas di Grassi versäumte es mit den Plätzen vier und fünf, an Spitzenreiter Sebastien Buemi, der in New York fehlte, vorbeizuziehen. Vor dem Finale am übernächsten Wochenende hat er 147 Punkte, zehn weniger als Buemi. Bei Daniel Abt streikte das Energiemanagement. Als Trostpflaster gelang dem Kemptener am Sonntag die schnellste Runde.

Sally und John sind jedenfalls begeistert. Wie fast alle Besucher auf den vollbesetzten Tribünen. Nach Rennende genießen sie noch den Ausblick auf die Skyline von Manhattan. Bevor sie sich auf den Heimweg nach Philadelphia machen, versprechen sie: „Wir kommen wieder.“

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