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27.11.2020

Der Traum von Mick Schumacher erfüllt sich bald

Steht vor dem Sprung in die Formel 1: Mick Schumacher.
Bild: David Davies, dpa

Der Sohn des siebenfachen Weltmeisters steht kurz vor der Unterschrift beim Formel-1-Team Haas. Der 21-Jährige ist bereit für die Königsklasse.

Noch ist Geduld gefragt. Aber nicht mehr lange. Noch in dieser Saison, also in den nächsten beiden Wochen, wird das Formel-1-Team Haas mitteilen, wer in der neuen Saison für die US-Amerikaner fahren wird. Dann dürfte endlich feststehen, was sich viele erhoffen: Mick Schumacher rückt in die Königsklasse auf und bekommt sein erstes Cockpit. Manche Medien hatten schon berichtet, dass der Sohn des siebenfachen Weltmeisters Michael bereits einen Vertrag unterschrieben habe. Das aber wollte Haas-Teamchef Günther Steiner noch nicht bestätigen.

Mick Schumacher ist in der Formel 2 auf Titelkurs

Offiziell sind beide Cockpits für 2021 bei Haas noch offen. Eines aber wird der Russe Nikita Mazepin bekommen, dessen Vater Milliardär ist und dem kleinen Haas-Team damit finanziell kräftig unter die Arme greifen kann. Neben Schumacher hofft auch Callum Ilott auf ein Cockpit bei Haas. Er ist wie Schumacher Ferrari-Junior und kämpft mit ihm um den Titel in der Formel 2. Deren Saisonfinale findet parallel zur Formel 1 in Bahrain statt, das letzte Saisonrennen ist am 6. Dezember. Schumacher aber scheint bei Haas deutlich höher im Kurs zu stehen.

Beim Überholen erinnert er an Michael Schumacher

Ist Schumacher aber überhaupt schon bereit für die Königsklasse? Er hat sich Serie für Serie nach oben gearbeitet. In seinem ersten Jahr tut er sich immer noch etwas schwer, im zweiten aber startet er kräftig durch. So nun auch in der Formel 2, in der er auf Titelkurs liegt. Auffällig ist seine überlegte Fahrweise. Er wägt Risiko und Ertrag ab. Setzt er allerdings zum Überholen an, zieht er das Manöver konsequent durch. Ähnlich wie sein Vater, dessen Trainingsehrgeiz er ebenfalls übernommen hat. Körperlich ist der 21-Jährige auf jeden Fall bereit für die Formel 1.

Vom Umfeld her auch. Um all seine öffentlichen Auftritte kümmert sich Sabine Kehm, die schon für Michael Schumacher die Medientermine koordiniert hatte. Die ehemalige Journalistin ist seit etlichen Jahren im Formel-1-Zirkus dabei, weiß also genau, worauf es ankommen wird. Ein sehr enges Verhältnis hat Mick Schumacher zu seiner Mutter Corinna und zu Schwester Gina-Maria, die als Westernreiterin ebenfalls sehr sportlich unterwegs ist.

Die Familie hat von Anfang an die Motorsportkarriere von Mick unterstützt. Die Sportbild schätzt, dass bislang etwa sechs Millionen Euro nötig waren, um Mick dorthin zu bringen, wo er jetzt ist. Über den Kartsport und kleinere Formelserien bis kurz vor die Türe zur Formel 1. Geld, das nicht viele Familien aufbringen können.

Ferrari zahlt einen Teil des Gehalts

Geld wird auch Haas benötigen, um sich Schumacher leisten zu können. Bis zu einer Million Euro dürfte sein erstes Jahresgehalt betragen. Das werden sich allerdings Ferrari und Haas teilen. Schumacher wird weiterhin zur Scuderia gehören, irgendwann soll er für den Rennstall aus Maranello fahren. Erst einmal aber soll er sich bei einem kleineren Team an die Formel 1 gewöhnen. Einfach wird das nicht, Haas gehört zu den schwächeren Teams der Formel 1. Vor allem in dieser Saison kommen die Fahrer Romain Grosjean und Kevin Magnussen überhaupt nicht zurecht. Sie haben erst drei Punkte gesammelt.

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