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25.03.2020

Deutsche Motorrad-Piloten ohne Top-Resultate

Stefan Bradl hat die Generalprobe in Assen nicht genutzt.
Bild: Andreu Dalmau (dpa)

Den deutschen Motorrad-WM-Piloten klebt in dieser Saison das Pech an den Reifen. Selbst beste Ausgangspositionen reichten in Assen nicht zum Podiumsplatz. Vielmehr klagte man über Schmerzen und schlechte Tagesform - kein gutes Omen für den Heim-Grand-Prix in zwei Wochen.

In der Kathedrale des Motorrad-Rennsports im niederländischen Assen haben sich die deutschen Piloten vornehm zurückgehalten und die Show wieder einmal anderen überlassen. Damit ging auch die Generalprobe für den Heim-Grand-Prix auf dem Sachsenring gründlich daneben.

Statt mit guten Resultaten nach Hohenstein-Ernstthal zu kommen, gilt es für die Bradl und Co. nun erst einmal, die Ursachen für Schmerzen und fehlende Tagesform zu finden. Denn die Ausgangspositionen für die Rennen auf der traditionsreichen Piste in Nordholland waren durchaus vielversprechend.

"Es ist zwar kein Weltuntergang, aber wir hatten uns alle etwas mehr ausgerechnet. Vor allem nervt der große Rückstand", sagte MotoGP-Pilot Stefan Bradl. Der Zahlinger war erstmals in der Königsklasse aus der ersten Reihe gestartet, doch das Unterfangen erster Podestplatz war bereits nach zwei Runden in weite Ferne gerückt. Am Ende wurde es Platz sechs. "Ich hatte große Probleme auf der Bremse im Kurveneingang, habe keinen optimalen Bremspunkt gefunden. Das scheint generell mein Problem in Assen zu sein. Für eine schnelle Runde reicht es, aber für die Renndistanz nicht", schimpfte der Honda-Pilot.

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Nach den Rängen fünf und vier zuletzt war das Podium das erklärte Ziel. "Leider haben wir es wieder nicht auf die Reihe gebracht. Das Ziel Podestplatz in dieser Saison bleibt bestehen, so weit sind wir nicht weg", sagte er trotzig und fügte an: "Ich freue mich auf den Sachsenring." Bis dahin hat er noch eine stressige Zeit vor sich. Von Montag bis Samstag ist er zu PR-Terminen und Testfahrten in Argentinien. Dann bleiben nur fünf Tage zur Erholung. "Ich hätte schon gern den einen oder anderen Tag mehr daheim verbracht."

In Assen machten vor allem die Yamaha-Piloten von sich reden. Der eine, Valentino Rossi, gewann nach 32 Monaten Abstinenz wieder einmal ein MotoGP-Rennen. Der neunmalige Champion feierte seinen insgesamt 106. Grand-Prix-Sieg, den 80. in der Königsklasse. Der andere, Jorge Lorenzo, wurde zwar nur Fünfter. Doch der Titelverteidiger stieg zwei Tage nach einem schweren Sturz mit Schlüsselbeinbruch und 30 Stunden nach einer Operation, bei der vier Platten eingesetzt wurden, wieder auf das Motorrad und ließ unter anderen eben auch Bradl hinter sich.

Angesichts dieser Schmerzverträglichkeit war das Klagen der anderen Deutschen schon erstaunlich. Jonas Folger wurde in der Moto3-Klasse beim Sieg von Luis Salom (Spanien) Sechster, doch nicht sein gebrochener Arm bereitete ihm Sorgen, sondern ein schmerzender Rücken. "Mir schliefen die Füße ein, ich hatte die Kalex-KTM nicht mehr unter Kontrolle", begründete er sein erneutes Abreißenlassen ab Rennmitte.

Marcel Schrötter und Sandro Cortese hatten arge Probleme mit dem rechten Arm. "Ich konnte den Gasgriff kaum betätigen", sagte Schrötter, holte als 14. aber noch zwei WM-Punkte. Den letzten Zähler gab es für Cortese, den die Schmerzen bereits in der vierten Runde übermannten. "Ich habe fast nur noch mit links gesteuert, konnte das Motorrad kaum halten", berichtete der Moto3-Champion. Den Sieg holte sich der Spanier Pol Espargaro. (dpa)

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