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DTM-Premiere in Assen

18.07.2019

Glock peilt Neustart in Cathedral of Speed an

Fährt der Form der Vorsaison noch hinterher: BMW-Pilot Timo Glock.
Bild: Hasan Bratic (dpa)

Timo Glock muss in der aktuellen DTM-Saison viele Unwägbarkeiten verarbeiten. Die DTM-Premiere in den Niederlanden soll auch für den früheren Formel 1-Piloten zu einem Neustart in die zweite Saisonhälfte werden.

Die DTM-Premiere in Assen nimmt BMW-Pilot Timo Glock zum persönlichen Neubeginn in die zweite Saisonhälfte des Deutschen Tourenwagen Masters.

"Wir versuchen Assen als Neustart. Bisher sind wir fast jedes Wochenende so angegangen", sagte der frühere Formel 1-Pilot der Deutschen Presse-Agentur vor dem fünften Rennwochenende in den Niederlanden.

Der bisher von den MotoGP-Rennen bekannte TT Circuit in der Provinz Drenthe - 50 Kilometer westlich von der deutschen Grenze zum Emsland - wird aufgrund seiner vielen schnellen Kurven auch ehrfurchtsvoll Cathedral of Speed genannt, und käme Glock entgegen. "Wir waren vom Speed bisher immer ganz gut dabei, hatten aber das Glück nicht immer auf unserer Seite", bedauerte Glock, der vor dem neunten und zehnten Lauf mit 23 Zählern nur den zwölften Platz im Gesamtklassement belegt.

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"Die bisherige Saison ist durchwachsen. Wenn man ein Jahr zurückschaut, ist es dramatisch", sagte Glock, der im vergangenen Jahr als Fünfter sein bestes DTM-Ergebnis in der Gesamtwertung eingefahren hatte. Dass es diesmal nicht weiter nach vorne reiche, "zeigt aber, wie eng es in der DTM zugeht."

Aber auch mit persönlichem Pech: "Ich bin zur falschen Zeit an der falschen Stelle. Beim Auftakt in Hockenheim war ich in beiden Rennen auf Podiumskurs, ehe irgendetwas passierte. Das sind Dinge, die ich nicht ändern kann", sagt der 37-Jährige, der bisher in jedem der acht Rennen mit einem technischen Defekt oder einem unverschuldeten Unfall um mehr Punkte gebracht wurde.

Der gelernte Gerüstbauer verneint dabei Umstellungsschwierigkeiten auf die neuen Fahrzeuge mit 610 PS. Auch, dass er nun nicht mehr im gewohnten Yellow Beast über den Kurs jage, sondern in einer anderen Farbe, beeinflusse das Geschehen laut dem zweifachen Familienvater nicht. "Das wäre zu weit hergeholt."

Aufgrund der Pechsträhne im ersten Saisonabschnitt setzt sich Glock für die zweite Saisonhälfte keine festen Ziele, "wolle sich aber aus dem Tief herausziehen und in dieser Saison noch einige Highlights setzen."

Ganz andere Highlights plant dagegen René Rast. Der in der Gesamtwertung mit 127 Punkten führende Audi-Pilot bestreitet am Sonntag sein insgesamt 50. DTM-Rennen und befindet sich nach drei Siegen, zwei weiteren Podiumsplätzen sowie drei Pole-Positions weiter im Angriffsmodus: "Das sieht nach einer spektakulären Rennstrecke mit vielen Überholmöglichkeiten aus", sagte der Mindener über den 4,542 Kilometer langen Kurs, in dessen berühmter Kurve Ram Hoek die Fahrzeuge Geschwindigkeiten von rund 265 km/h erreichen können.

Glocks Teamkollege Philipp Eng geht mit dem Vorteil ins Rennen, dort schon das ADAC Masters GT im Auto absolviert zu haben. Der mit 101 Punkten auf dem dritten Platz liegende Österreicher will nicht nur den Rückstand auf Rast verkürzen, sondern auch den mit einem Zähler vor ihm liegenden Audi-Piloten Nico Müller aus der Schweiz verdrängen. "Die Strecke macht sehr viel Spaß. Ich denke, dass Überholen dort möglich sein sollte. Das Reifenmanagement wird dort ein großes Thema sein, da die Belastungen extrem hoch sein können", sagte Eng, der zudem noch auf Hilfe von oben hofft: "Und dann schauen wir mal, was der holländische Wettergott am Wochenende macht." (dpa)

Der Gesamtstand in der DTM

BMW in der DTM

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