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27.06.2019

Nürburgring-Ziel: Keine Schulden machen - Zukunft offen

Karl-Josef Schmidt ist der Geschäftsführer der Nürburgring GmbH.
Bild: Thomas Frey (dpa)

Bei der Formel 1 zählt für den Nürburgring erstmal nur die Gegenwart. Und da heißt es: Keine Schulden machen ist oberstes Gebot. Die Verantwortlichen rechnen an diesem Wochenende mit 50 000 Zuschauern.

Die Formel-1-Zukunft auf dem Nürburgring nach dem Deutschland-Grand-Prix an diesem Wochenende bleibt vorerst offen.

Beim dem Vertrag für das Heimrennen von Weltmeister Sebastian Vettel und seinen deutschen Mitstreitern handle es sich um "ein Unikat", betonte der Geschäftsführer der Nürburgring GmbH, Karl-Josef Schmidt, in einem Interview der Nachrichtenagentur dpa. Dass sich die Fans danach wieder auf eine Zitterpartie um einen Großen Preis auf dem insolventen Traditionskurs einstellen müssen, konnte er nicht ausschließen. "Das hängt davon ab, wie es am Nürburgring weitergeht." Der Eifel-Kurs, der sich jährlich mit dem Hockenheimring abwechselt, soll verkauft werden.

Monatelang stand wegen der Insolvenz des Rings nicht fest, ob die Königsklasse des Motorsports wie vorgesehen auf dem Traditionskurs in der Eifel in diesem Jahr starten könnte. Erst nach dem Entgegenkommen von Formel-1-Chef Bernie Ecclestone kam eine Einigung zustande - an diesem Wochenende drehen wieder die Rennwagen ihre Runden in der Eifel. Schmidt rechnet mit 50 000 Zuschauern.

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"Ecclestone ist, und das war am Hockenheimring damals auch so, uns finanziell entgegengekommen, weil wir in Deutschland und speziell in Rheinland-Pfalz vor der Situation stehen, dass uns keine öffentlichen Gelder mehr zur Verfügung gestellt werden", sagte der Ring-Manager.

Ein kolportiertes 14-Millionen-Euro-Geschenk bezeichnete er als Unsinn. Der Brite sei indes bereit gewesen, das Risiko, wie gut es läuft und wie viele Zuschauer kommen würden, ein Stück weit mitzutragen. "Einen Teil, nicht das Ganze", betonte Schmidt.

Dabei hieß es für die Verantwortlichen des Rings, weniger auf einen möglichen Gewinn zu schauen als vielmehr keine roten Zahlen zu schreiben. "Man muss manchmal auch Geschäfte machen, bei denen man keine Gewinnoptimierung betreiben kann, weil sie einen anderen Wert für das Unternehmen haben", erklärte Schmidt.

Formel-1-Rennstrecke zu sein, habe einen Wert für sich. "Das kann es einem mal wert sein, Verträge zu machen, durch die man nicht mit nennenswertem Profit nach Hause geht." Aus den Verträgen der Vergangenheit seien Riesenverluste entstanden. "Das machen wir jetzt nicht mehr", versicherte der Geschäftsführer. (dpa)

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