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Olympia 2026: Erhöht Draisaitl Chancen auf Gold im Eishockey?

Olympia 2026

„Auf Leon ist immer Verlass“: Schafft es die Eishockey-Nationalmannschaft mit NHL-Star Draisaitl zu Gold?

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    Frederik Tiffels gehörte bereits der deutschen Nationalmannschaft an, die von den Weltmeisterschaften 2023 überraschend mit der Silbermedaille heimkehrte.
    Frederik Tiffels gehörte bereits der deutschen Nationalmannschaft an, die von den Weltmeisterschaften 2023 überraschend mit der Silbermedaille heimkehrte. Foto: Sven Hoppe, dpa

    Genug des Vorgeplänkels: Leon Draisaitl hat die deutsche Fahne bei der Olympia-Eröffnungsfeier ins Mailänder San-Siro-Stadion getragen. Die Eishockey-Millionäre aus der National Hockey League (NHL) sind zu Dutzenden in Flugzeuge gepackt und zu den Olympischen Spielen verfrachtet worden. Während Fußballer vor einer Weltmeisterschaft wochenlang ein Trainingslager beziehen, absolvieren Eishockeyspieler ein paar Trainingseinheiten zusammen. Dann geht es zum Eröffnungsbully aufs Eis. Für die deutsche Mannschaft steigt der Auftakt am Donnerstag (21.10 Uhr/ZDF und Eurosport) gegen Dänemark. Ab jetzt steht die Taktik im Vordergrund und eine der spannendsten Fragen lautet: Wer stürmt an der Seite des bestverdienenden Eishockey-Profis der Welt?

    Draisaitl ist ein überragender Torjäger und liefert NHL-Bestmarken in Serie. Der 30-Jährige gilt allerdings auch als genialer Spielmacher. Im Vorfeld wurde spekuliert, dass Frederik Tiffels beste Chancen besitzt, neben Draisatl aufzulaufen. Der Angreifer vom Meister Berlin liegt mit acht Toren und 35 Vorlagen zwar „nur“ auf Rang neun der DEL-Scorerliste. Tiffels ist jedoch der beste deutsche Stürmer in der nordamerikanisch geprägten DEL. Für ein Duo Draisaitl-Tiffels spricht noch mehr. Beide Stürmer sind gebürtige Kölner. Bei der Hochzeit von Draisaitl mit seiner langjährigen Freundin Celeste Desjardins im Sommer 2025 in Südfrankreich brillierte Tiffels als Trauzeuge. Der NHL-Star lobte anschließend die Leistung von „Freddy“ als „überragend“ und gab einige Anekdoten aus ihrer gemeinsamen Kindheit in der Stadt am Rhein zum Besten.

    Draisaitl hat noch nicht seinen Leistungs-Höhepunkt erreicht

    Der Eisbären-Profi schätzt seinen Kölner Kumpel Draisaitl. „Er hat einen super Humor. Freunde und Familie sind das Wichtigste für ihn. Auf Leon ist immer Verlass. Er ist ein sehr treuer Mensch“, sagt Tiffels. Die Reihenbesetzung wird Bundestrainer Harold Kreis kurz vor dem Dänemark-Match bekannt geben. Üblicherweise bilden Trainer mehrere Stürmer-Paare, zu denen ein Außenstürmer kommt. Auf dieser Basis wird umgestellt, falls es im Spiel mal nicht nach Wunsch läuft. Tiffels beschreibt die Qualitäten seines Freundes: „Leon ist sehr groß und dadurch schon körperlich einigen Gegnern überlegen. Er verfügt über eine gute Stocktechnik, eine überragende Übersicht und kann natürlich auch Tore schießen, von überall“, sagt Tiffels und fügt an: „Ich habe das Gefühl, dass er noch nicht seinen Leistungs-Höhepunkt erreicht hat. Das finde ich faszinierend.“

    Die deutsche Mannschaft gilt nicht nur wegen des Kölner Duos als offensivstark. Hinzu kommen die NHL-Angreifer wie Joshua Samanski, der im Draisaitl-Klub Edmonton Oilers vor kurzem seine NHL-Premiere feierte, JJ Peterka (Utah Mammoth), Tim Stützle (Ottawa Senators) oder Nico Sturm von den Minnesota Wild. In der Abwehr steht mit Moritz Seider aus Detroit dagegen nur ein NHL-Profi im deutschen Team. Der Gegner Dänemark ist ebenfalls im Angriff mit NHL-erfahrenen Profis satt bestückt. Der Draisaitl der Dänen heißt Nicolaj Ehlers. Der 29-Jährige ist ein pfeilschneller Flügelstürmer der Carolina Hurricanes und kann Spiele allein entscheiden. Die Abwehr gilt dagegen als Achillesferse.

    Deutsche Eishockey-Frauen stehen im Viertelfinale

    Das Ziel der deutschen Männer ist die K.-o.-Phase, die die deutschen Frauen bereits erreicht haben. Nach dem 2:1 gegen Italien tritt die Mannschaft von Jeff MacLeod am Samstag im Viertelfinale an. Es wird wohl das letzte Olympia-Match für die DEB-Auswahl sein, denn höchstwahrscheinlich heißt der Gegner Kanada. Die Nordamerikanerinnen sind immerhin 13-facher Weltmeister.

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