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Olympische Spiele 2026: Deutschlands Outfit sorgt für Kontroversen – Stimmen aus dem Netz

Olympia 2026

"Mit Anglerhut zu den Winterspielen" – Das sind die Reaktionen auf das Olympia-Outfit der Deutschen

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    Der deutsche Eishockey-Spieler Leon Draisaitl führt das „Team D“ bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele 2026 an – im kontroversen Poncho und Fischerhut des Ausrüsters Adidas.
    Der deutsche Eishockey-Spieler Leon Draisaitl führt das „Team D“ bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele 2026 an – im kontroversen Poncho und Fischerhut des Ausrüsters Adidas. Foto: Michael Kappeler, dpa

    Die Olympischen Sommerspiele in Paris sorgten 2024 für olympische Begeisterung in Europa. Die Vorfreude auf die ersten Winterspiele auf dem europäischen Kontinent seit zwanzig Jahren ist seitdem nochmals gestiegen. Am Freitag, 6. Februar, sind die Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina d‘Ampezzo feierlich eröffnet worden. Bereits im Vorfeld der traditionellen Einlaufzeremonie stellten die Ausrüster ihre Outfits für die Athleten vor – Adidas sorgte dabei für Stirnrunzeln.

    Olympische Winterspiele 2026: Deutsches Outfit sorgt für Diskussionen

    Das Einlaufen der Nationen gehört zu den Höhepunkten der mehrstündigen Eröffnungsfeier. Stolz und voller Vorfreude führten die beiden Fahnenträger Katharina Schmid (Skispringerin) und Leon Draisaitl (Eishockeyspieler) die deutschen Repräsentationen an.

    Ein Blickfang waren aber nicht nur die strahlenden Athletinnen und Athleten. „Team D“, wie das deutsche olympische Aufgebot genannt wird, zeigte sich bei den Zeremonien in Kleidung des deutschen Herstellers Adidas. Dieser hatte sich eine ganz besondere Kombination aus Mode und Funktionalität überlegt: Neben einem Poncho gab es einen Fischerhut auf die Köpfe der Olympioniken.

    „Die Athleten tun mir leid“: Deutsches Olympiadress kommt schlecht an

    Die neuartige Kombination sorgte nicht nur für Begeisterung. Vor allem im Netz bedauern einige User das Design der deutschen Outfits. Unter Posts des Team D kommentieren Nutzer: „Mit Anglerhut zu den Winterspielen. Und jeder seinen Schlafsack an. Das habt ihr nicht verdient … Trotzdem alles Gute!“ Auch nach mehrmaligem Ansehen, so eine Userin, werde das Outfit nicht besser.

    Für andere scheint es ein deutsches Problem zu sein: „Warum hat Deutschland nie, aber wirklich nie mal richtig coole Sportklamotten?“ Neben dem Fischerhut sorgte vor allem der Poncho für Häme und Verwirrung: „Ist das ein Zelt oder ein Schlafsack?“, fragt sich ein Nutzer.

    Sport über Mode: Respekt für die Olympioniken, Spott für Adidas

    Weitere Nutzer wollen den Athletinnen und Athleten Trost spenden, das Urteil zum Adidas-Design fällt dennoch scharf aus: „Dem Team herzlich alles Gute, kommt bitte mit der Leistung besser rüber als mit der traurigen Kleidung von der Resterampe.“ Ein anderer User schreibt: „Dem Team die besten Wünsche und Erfolg, den Modeschöpfern die rote Karte.“

    Andere User zeigen sich diplomatisch: „Oh Mann. Es braucht doch was besonderes für eine Eröffnungsfeier. Manche lieben es, manche hassen es – so ist Mode. Regt euch ab! Alle haben gute Laune und fertig.“ Ein weiterer Nutzer verglich den deutschen Überwurf mit der kanadischen Version. Das ernüchternde Ergebnis für Team D: „Kanada hat den besseren Poncho.“

    Adidas-Olympiakreation: Nutzer beweisen Humor

    Während einige Nutzer sich von den Outfits gestört fühlen, nehmen es andere mit Humor. Ein User findet, dass Adidas sein Ziel eines praktischen Kleidungsstücks für die Olympischen Winterspiele erreicht hat: So ist der „Schlafsack immer dabei“. Andere berufen sich ironisch auf eine vermeintliche deutsche Modetradition bei den Spielen: „Geschmackvoll wie immer der Deutsche.“

    Eine Userin erkennt sogar eine Parallele zum heimischen Karneval. „Schöne Idee, kurz vor der 5. Jahreszeit das Outfit offensichtlich von einem Karnevalsausstatter designen zu lassen.“ Ob Adidas damit schon an den gebürtigen Kölner Leon Draisaitl als Fahnenträger gedacht hat?

    Fans von Poncho und Fischerhut verteidigen deutsches Olympia-Outfit

    Doch bevor sich Adidas dem vollständigen Shitstorm im Netz ergeben muss, finden sich doch auch einige Fans der außergewöhnlichen Kleidung: „Einfach klasse und originell. Ihr sehr Schmuck aus“ und „Unpopular opinion: Ich liebe alles an den Outfits und ganz besonders die Hüte! Auf geht‘s, Deutschland!“ Erste Kaufinteressenten der Ponchos melden sich ebenfalls unter den Posts.

    Andere interessieren sich ganz im Geiste der Olympischen Spiele für die Outfits: einfach gar nicht. Vielmehr zählen für diese Userin die Sportlerinnen und Sportler unter den Ponchos: „Wie egal sind denn in so einem Moment die Outfits? Schaut doch mal in diese strahlenden Gesichter! Wünsche Euch ganz viel Glück!“

    Die Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina d‘Ampezzo begannen offiziell am 6. Februar und enden am 22. Februar. Die ersten Medaillenentscheidungen laufen bereits. Für Team D treten insgesamt 184 Sportlerinnen und Sportler an – so viele wie noch nie bei Winterspielen. Außerdem nennenswert: Das Team besteht nahezu aus gleich vielen Frauen und Männern. Dieses Jahr vertreten 85 Athletinnen und 99 Athleten das Wintersportland Deutschland bei den Olympischen Spielen – ein Verhältnis von 46 zu 54 Prozent.

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