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Porträt
08.04.2022

Lars Windhorst und seine Mission vom "Big City Club" Hertha BSC

Der Unternehmer Lars Windhorst.
Foto: Christophe Gateau, dpa

Lars Windhorst galt als Wunderkind der deutschen Wirtschaft. Trotz zweier Pleiten hat er 500 Millionen auf dem Konto und investiert in einen Fußball-Bundesligisten.

Ein (wenn auch selbst ernannter) Big-City-Klub braucht solche Typen. Großstadt ist schließlich Großstadt und nicht Kuhdorf. Wer ein Schwergewicht im Weltfußball sein möchte, muss aus einer Metropole kommen. Und wer bei den ganz Großen mitmischen möchte, braucht einen Investor. Hertha BSC erfüllt beides. Der Verein kommt aus Berlin und hat mit Lars Windhorst einen reichen Mann an seiner Seite, der schon mehr als 300 Millionen Euro lockergemacht hat. Dumm nur, dass die Hertha-Entscheidungsträger damit wenig anzufangen wussten. Der Big-City-Klub steckt im Keller der Bundesliga fest. Und das ist so gar nicht Big-City-like.

Geldgeber Windhorst dürfte das alles überhaupt nicht gefallen, schließlich hatte der Mann aus Rahden (Ostwestfalen) in seinem bisherigen Leben schon jede Menge Erfolg und Glück. In die Schule ging er mit Aktenkoffer. Schmökerte im Handelsblatt, während seine Altersgenossen noch Baumhäuser bauten und Dr. Sommer konsultierten. Mit 15 schrieb er Softwares und schraubte an Computern herum, die er im Laden seines Vaters verkaufte. Kurz darauf gründete er die erste Firma, und bald begleitete das "Wunderkind der deutschen Wirtschaft" den damaligen Bundeskanzler Helmut Kohl auf einer Asienreise.

Windhorst wurde wegen Untreue in 27 Fällen verurteilt

Doch spätestens 2003 war klar, dass nicht alles Gold wurde, was Windhorst anpackte. Die Windhorst AG ging pleite, später wurde er wegen Untreue in 27 Fällen verurteilt. 2009 dann die nächste Pleite, diesmal hatte sich der Geschäftsmann an der Börse verzockt.

Die Rückschläge steckte der 45-Jährige weg. Zumal sich zum Wechselspiel aus geschäftlichem Erfolg und Misserfolg pures Glück gesellte, als Windhorst 2007 einen Flugzeugunfall in Kasachstan überlebte. Einer der beiden Piloten starb, als die Maschine nach einem Tankstopp von der Startbahn abkam und explodierte. Laut Krankenhausbericht war Windhorst vergleichsweise glimpflich davon gekommen. Er zog sich "nur" Quetschungen und Verbrennungen zu.

Hertha BSC ist die bislang größte Investition Windhorsts

Sein Geld gibt Windhorst, dessen Privatvermögen auf 500 Millionen Euro geschätzt wird, gern öffentlichkeitswirksam aus. 2015 finanzierte er eine Ausstellung über die Verhüllung des Reichstagsgebäudes durch den Künstler Christo. Sehr viel mehr dürfte ihn der Kauf seiner 74-Meter-Jacht gekostet haben, auf die Windhorst gemeinsam mit Gattin Christin zu Festivitäten einlädt.

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Als größtes Investment wird sich aber wohl Hertha BSC entpuppen. 2019 stieg Windhorst dort als Geldgeber ein. Doch die sportliche Rendite ist mager. Der Verein steht auf Platz 17 und muss im Berliner Derby am Samstag gegen Union dringend punkten. Zur Unzeit tauchte nun die Nachricht auf, Windhorst habe seine Anteile an der Hertha BSC KGaA (64,7 Prozent im Wert von 374 Millionen Euro) verpfändet. Der Geschäftsmann bestreitet das, der Vorgang sei längst erledigt. Jetzt müsste die Hertha nur noch gewinnen.

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