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Abschied
30.07.2019

Ex-Zehnkämpfer und Volleyball-Präsident von Moltke gestorben

Werner von Moltke ist im Alter von 83 Jahren gestorben.
Foto: Sebastian Kahnert (dpa)

Er war eine prägende Figur im deutschen Sport: Als Zehnkämpfer und später als Funktionär in der Leichtathletik sowie als Verbandschef im Volleyball. Im Alter von 83 Jahren ist Werner Graf von Moltke in seinem Heimatort Nieder-Olm in Rheinland-Pfalz gestorben.

Der ehemalige Zehnkampf-Europameister und Volleyball-Verbandschef Werner Graf von Moltke ist tot.

"Werner von Moltke war eine der prägendsten Figuren, die es im Volleyball jemals gegeben hat. Er hat unglaublich viel für die Sportart Volleyball getan und war - obwohl er aus der Leichtathletik kam - positiv volleyballverrückt", sagte DVV-Präsident René Hecht in einer Erklärung des Deutschen Volleyball-Verbandes, den von Moltke von 1997 bis 2012 als Präsident geführt hatte. Von Moltke starb im Alter von 83 Jahren.

Zunächst machte sich von Moltke als Zehnkämpfer im deutschen Sport einen Namen. Der im thüringischen Mühlhausen geborene Athlet holte sich 1966 in Budapest die Europameister-Krone der Mehrkämpfer, 1962 war er schon EM-Zweiter geworden. Zudem war er dreimal nationaler Meister. Die Olympischen Spiele 1960 und 1964 verpasste von Moltke, 1968 in Mexiko-Stadt schied er nach zwei Disziplinen verletzt aus.

Nach dem Ende seiner aktiven Karriere für den TSV Ellwangen, die Stuttgarter Kickers und den Universitätssportclub Mainz blieb von Moltke seiner Sportart treu. Von 1989 bis 1997 arbeitete er als Vizepräsident des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV). Gleich danach übernahm er die Führung des DVV. "Für mich war er kein Präsident, sondern ein väterlicher Freund", sagte Julius Brink zum Präsidenten-Abschied von Moltkes 2012, nachdem er mit seinem Partner Jonas Reckermann in London olympisches Beach-Gold geholt hatte.

Mit seiner Abstammung ging von Moltke stets humorvoll um. "Ich bin der letzte meines Stammes, der letzte Mohikaner", sagte er einmal dazu. Von Moltke ging aus dem dänischen Zweig des Adelsgeschlechts Moltke hervor. Als Sportler und Funktionär stand er für Offenheit und Begeisterungsfähigkeit. Er holte erstmals eine Frauen-WM (2002) und eine erste Beach-WM (2005) nach Deutschland. Dazu kamen zahlreiche EM-Endrunden und Olympia-Qualifikationsturniere. "Mit seiner einmaligen und unnachahmlichen Art sowie unbändiger Leidenschaft hat er den deutschen Volleyball durch eine sehr erfolgreiche Zeit geführt", sagte Hecht.

"Die Nachricht vom Tode Werner von Moltkes erfüllt alle Freunde der Leichtathletik und des Sports in Deutschland mit großer Trauer", erklärte DLV-Präsident Jürgen Kessing: "Werner von Moltke war ein großartiger Zehnkämpfer." Als Sportfunktionär habe er sich nach seiner aktiven Karriere einen Namen gemacht. "Unsere Anteilnahme gilt seiner Familie verbunden mit großer Dankbarkeit für seinen unermüdlichen Einsatz für die Leichtathletik", sagte Kessing. (dpa)

Erklärung des Deutschen Volleyball-Verbandes

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