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Finale gegen US-Team

15.06.2017

America’s Cup: Schümann drückt Neuseeland die Daumen

Das Emirates Team New Zealand will den America's Cup nach Neuseeland zurückholen.
Bild: Ricardo Pinto/America's Cup Event Authority (dpa)

Mit der größten Aufholjagd in der Sportgeschichte holten die Amerikaner vor vier Jahren den America's Cup. Nun kommt es zur Revanche mit den Neuseeländern, diesmal im Bermuda-Dreieck. Eine deutsche Segel-Legende sitzt am TV-Mikrofon.

Deutschlands Segel-Legende Jochen Schümann drückt dem Herausforderer aus Neuseeland vor dem America's-Cup-Hit gegen die Amerikaner die Daumen. "Bei Leichtwind glaube und hoffe ich, dass die Kiwis sich gegen die Amerikaner durchsetzen können."

Das 35. Match um den America’s Cup vor Bermuda bringt vom 17. Juni an die Neuauflage des Duells von 2013: Das Emirates Team New Zealand fordert das Oracle Team USA. Servus TV und Sky Sport übertragen das Cup-Finale an den Renntagen zwischen 19.00 und 20.30 Uhr deutscher Zeit live und frei empfangbar. "Eine tolle Sache für die deutschen Segelfans. Und ich freue mich, als Co-Kommentator dabei zu sein!", sagt Schümann, der bei Sky vor dem Mikrofon sitzt.

Für die Neuseeländer ist es die Chance zur Revanche. Sie hatten vor vier Jahren schon 8:1 geführt, konnten aber acht Match-Punkte nicht verwandeln und unterlagen den Amerikanern um Steuermann Jimmy Spithill nach einem der größten Comebacks in der Sportgeschichte noch mit 8:9. Nun ringen erneut die beiden besten Cup-Teams des vergangenen Jahrzehnts um die älteste Trophäe der Sportgeschichte.

Auch wenn Schümann mit den Kiwis sympathisiert, sind die Amerikaner in der Favoritenrolle. Nicht vergessen dürfe man, "dass Jimmy Spithill und Tom Slingsby bei Oracle über mehr Erfahrung im America’s Cup verfügen". Schümann hat 2003 mit dem Schweizer Team Alinghi den Cup gewonnen - als bislang einziger deutsche Segler.

Die Neuseeländer schalteten in der Herausfordererrunde die Favoriten aus Großbritannien und Schweden aus. Das gelang den Neuseeländern mit dem schnellsten Katamaran der Flotte und 49er-Olympiasieger Peter Burling am Rad. Der mit 26 Jahren jüngste Steuermann im Feld sagt vor seinem ersten Cup-Finale: "Das Ziel bleibt: Wir sind hier, um den America’s Cup nach Neuseeland zurückzuholen."

US-Skipper Spithill steuert seinen dritten Triumph in Serie an. Der 37-jährige Australier in Diensten der Amerikaner war 2010 mit Oracle selbst der jüngste Sieger in der Cup-Geschichte. Vor seinen sechsten Einsatz meinte er: "Wir stehen vor dem Kampf unseres Lebens." Die Hightech-Katamarane erheben sich auf sogenannten Foils (Tragflächen) aus dem Wasser und rasen wie Flugobjekte mit Geschwindigkeiten von mehr als 90 Stundenkilometern über den Great Sound. Das Rennen zwischen Neuseelands "Roter Rakete" namens "Aotearoa" (Land der langen weißen Wolke) und Amerikas rot-schwarzer "17" beginnt am 17. Juni vor Hamilton am äußersten Zipfel des berüchtigten Bermuda-Dreiecks. Es endet, wenn ein Team sieben Siegpunkte erkämpft hat. Die Neuseeländer starten mit einem Minuspunkt.

Die Amerikaner hatten durch eine umstrittene Neuregelung an der Qualifikation teilnehmen dürfen - und die Vorrunde gewonnen. Die bei den Buchmachern leicht favorisierten Amerikaner wollen ihren insgesamt 30. Cup-Sieg seit der Premiere im Jahr 1851.

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