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IOC-Präsident für Sanktionen

26.06.2017

Bach: Russland-Doping bei Olympia 2014 muss bestraft werden

IOC-Präsident Thomas Bach fordert Sanktionen für Russlands Doping-Vergehen bei den Winterspielen 2014.
Bild: Jean-Christophe Bott (dpa)

Die Politik in Russland erwartet trotz der Ankündigung von IOC-Chef Thomas Bach keine harten Dopingstrafen für russische Sportler.

Es werde nur begrenzte Sanktionen geben, sagte Michail Degtarjow, Vorsitzender des Sportausschusses im russischen Parlament, in Moskau.

Bach werde nicht zulassen, dass olympische Prinzipien untergraben werden. Einzelne Dopingsünder würden bestraft. "Aber eine kollektive Verantwortung oder eine Strafe für ein ganzes Land sind unannehmbar", sagte Degtarjow der Agentur Tass zufolge.

Der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) hatte in einem Interview auf Sanktionen für Russlands Doping-Vergehen bei den Winterspielen 2014 bestanden. "Was in Sotschi passiert ist, kann nicht vergessen werden. Wir haben klargemacht: Was dort passiert ist, muss bestraft werden", sagte Bach der "New York Times". Russland dürfe nicht denken, dass die für die Zukunft getroffenen Maßnahmen im Kampf gegen Doping vor nachträglichen Sanktionen für frühere Manipulationen schützen.

"Die ganze Doping-Geschichte mit Russland ist von vorn bis hinten politisiert", kommentierte die Sprecherin des Außenministeriums in Moskau, Maria Sacharowa, das Bach-Interview. Die USA versuchten, Russland in der Sportwelt zu isolieren.

Derzeit beschäftigen sich zwei IOC-Kommissionen mit der Vertuschung positiver Dopingproben bei Olympia in Sotschi und dem systematischen Doping im gesamten russischen Sport. "Spätestens im Oktober" solle über Sanktionen entschieden sein, sagte Bach. Über das mögliche Ausmaß der Strafen wollte er keine Aussage treffen. Zur Debatte steht auch ein kompletter Ausschluss Russlands von den Winterspielen 2018 in Pyeongchang.

Bericht der "New York Times"

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