Newsticker
Sieben-Tage-Inzidenz sinkt weiter – Karliczek: Vorkehrungen für Fernunterricht verstärken
  1. Startseite
  2. Sport
  3. Sonstige Sportarten
  4. Basketball: Krönender College-Abschluss für Basketballer Giffey

Basketball
08.04.2014

Krönender College-Abschluss für Basketballer Giffey

Niels Giffey (M) jubelt über den Sieg seiner Connecticut Huskies.
Foto:  Charles Bertram (dpa)

Stolz posierte der Basketball-Nationalspieler Niels Giffey mit nach hinten gedrehter Champions-Kappe vor einer Berliner Flagge.

Nach seinem zweiten College-Titel feierte Giffey mit seinen Kumpels der UConn Huskies und hüpfte überglücklich durch den Konfettiregen in der riesigen Football-Arena von Arlington/Texas. "Wir haben die Meisterschaft zurück nach Connecticut geholt. Das ist unglaublich, wunderbar", jubelte der 22-Jährige. Mit dem 60:54-Sieg über die Kentucky Wildcats vermasselte er zum Ende seiner Uni-Karriere zugleich auch Dirk Nowitzki dessen Meistertipp.

Der Superstar konnte wegen eines Auswärtstrips seiner Dallas Mavericks nicht in der Heimat zuschauen und hatte sich vor dem Turnier als Kentucky-Fan geoutet - "ich glaube, da muss ich mal mit ihm sprechen und ihn fragen, was er sich dabei gedacht hat", scherzte Giffey. Auch Leon Tolksdorf freute sich mit, auch wenn der Ersatzmann keine Einsatzzeit im Finale bekam.

Bei seinem ersten College-Coup 2011 kam Giffey ebenfalls noch von der Bank, vor 79 238 Zuschauern in der Arena der Dallas Cowboys war der Berliner wie schon die komplette Saison über Leistungsträger. Der Flügelspieler zeigte wertvolle Defensiv-Arbeit, stand 37 der 40 Spielminuten auf dem Feld und erzielte zehn Punkte. Vor allem seine beiden Dreier in der zweiten Halbzeit zum 44:39 und 54:49 waren enorm wichtig. "Seine Eltern sitzen jetzt, mitten in der Nacht, in Berlin vor dem Computer und verfolgen dieses Spiel genauso wie sein einstiger Coach, Henrik Rödl", betonte CBS-Kommentator Jim Nantz. Rödl holte 1993 mit North Carolina die College-Meisterschaft.

Nach dem vierten Jahr verabschiedete sich Giffey als zweiter Deutscher nach Christian Ast (Duke 1991/1992) mit zwei Titeln von der Uni - seine Zukunft ließ er zunächst noch offen. "Ich habe noch gar keinen Plan", sagte er auf der Internetseite des Deutschen Basketball Bundes. "Ich lasse den Sommer jetzt einfach auf mich zukommen und warte ab, welche Türen sich für mich öffnen werden und dann werde ich mir die für mich perfekte Situation aussuchen."

Giffey hatte stets mit einer möglichen Chance in der nordamerikanischen Profiliga NBA geliebäugelt, aus Deutschland signalisierte unter anderem ALBA Berlin bereits Interesse an einer Verpflichtung.

Aus Sicht von Bundestrainer Frank Menz hat Giffey das Potenzial für eine Karriere "auf sehr, sehr hohem Niveau" - möglicherweise auch in der NBA, sollte ein Coach einen solchen Spielertypen suchen. "Er ist der Prototyp eines sehr modernen Small Forwards", sagte Menz auf Anfrage. "Er hat eine großartige Entwicklung genommen." Im vergangenen September stand der Flügelspieler bei der EM bereits in der Startformation des deutschen Nationalteams.

In diesem Sommer dürfte er an der Seite von Dennis Schröder auflaufen. Im Gegensatz zu Nowitzki drückte der NBA-Rookie die Daumen für UConn, die im Viertelfinale bereits Barack Obamas Meistertipp Michigan State sowie im Halbfinale die topgesetzten Florida Gators besiegt hatten. "Lets go UConn, holt euch den Sieg. Zwei meiner deutschen Jungs spielen dort", twitterte der Profi der Atlanta Hawks unter dem Hashtag #GermanNation. Nach dem Triumph legte Schröder nach: "Congrats UConn. Good Job Niels Giffey." (dpa)

Spielstatistik ESPN-Internetseite

Twitter-Account Dennis Schröder

Video-Interview Giffey auf NCAA-Internetseite

Interview mit Giffey

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.