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Kritik an Volleyball-Verband

02.11.2017

Beachvolleyballer Matysik kritisiert DVV scharf

Kay Matysik kritisiert die Zentralisierung der Beachvolleyballer an einem Stützpunkt in Hamburg.
Bild: Bodo Marks (dpa)

Der frühere Weltklasse-Beachvolleyballer Kay Matysik hat den Deutschen Volleyball-Verband (DVV) insbesondere für die Zentralisierung an einem Stützpunkt in Hamburg scharf kritisiert.

"Der Verband entmündigt seine Athleten, denunziert sie bei jeder Gelegenheit", sagte der WM-Dritte von 2013 und Olympia-Teilnehmer 2012 in einem Interview der "Stuttgarter Zeitung" und der "Stuttgarter Nachrichten".

Der Verband hat in diesem Jahr entschieden, seine Athleten gebündelt in der Hansestadt trainieren lassen zu wollen. Das sorgte vor allem mit dem Duo Karla Borger/Margareta Kozuch für massiven Ärger. Das Team hatte einen Umzug nach Hamburg abgelehnt. "Es kann doch nicht sein, dass Ehrenamtliche eines Verbandes, die kein Risiko tragen, über das Leben und den Verdienst von Berufssportlern entscheiden und ihnen den Job erschweren", sagte Matysik. Es wundere ihn, dass Borger/Kozuch "nicht längst gegen den Verband geklagt haben".

Matysik wirft dem Verband bei dem Thema grobe Versäumnisse vor. "Wer ein zentrales System einführen will, der muss davor um Vertrauen werben", sagte der 37-jährige. "Es geht nicht, dass man ohne Not und zeitlichen Druck für ein neues System völlig überstürzt erst die Athleten bestimmt, dann den Standort entwickelt, Trainer einstellt und am Ende einen Sportdirektor. Das ist die falsche Reihenfolge."

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