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Preuß fehlt wegen Krankheit

06.02.2017

Biathlon-Altstars optimistisch vor Hochfilzen-WM

Olympiasieger Michael Greis: «Ich tippe mal ganz optimistisch auf zehn Medaillen.» Foto: Kevin Kurek
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Olympiasieger Michael Greis: «Ich tippe mal ganz optimistisch auf zehn Medaillen.»
Bild: Kevin Kurek (dpa)

Die deutschen Biathlon-Altmeister sind vor den Weltmeisterschaften in Hochfilzen optimistisch. An eine Skijägerin haben sie besonders hohe Erwartungen. Doch eine fehlt beim Spektakel in Tirol.

Hochfilzen (dpa) - So optimistisch waren die Biathlon-Altstars schon lange nicht mehr, auch wenn mit Franziska Preuß eine Staffel-Weltmeisterin bei der WM fehlen wird.

Kurz vor den am Donnerstag mit der Mixed-Staffel beginnenden Titelkämpfen in Hochfilzen trauen die Altmeister um Uschi Disl, Magdalena Neuner oder Kati Wilhelm ihren Nachfolgern jede Menge zu. "Ich tippe mal ganz optimistisch auf zehn Medaillen", sagt der dreimalige Olympiasieger Michael Greis.

"Wenn einer eine Medaille gewinnen will, muss er erst einen deutschen Athleten schlagen", findet der ehemalige Männer-Bundestrainer Fritz Fischer. Der Staffel-Olympiasieger rechnet mit sechs Medaillen: "Vier für die Frauen, zwei für die Männer." Der Deutsche Skiverband (DSV) wäre auch mit "insgesamt fünf Medaillen" zufrieden: "Definitiv", sagt Sportdirektorin Karin Orgeldinger.

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Vor allem eine trägt die Hoffnungen: Weltcup-Spitzenreiterin Laura Dahlmeier. "Sie kann auf jeden Fall wieder Weltmeisterin werden, und das vielleicht sogar mehrfach", sagt Rekordweltmeisterin Neuner. "Laura hat gut vorgelegt, sie ist die große Favoritin. Von ihr kann man in jedem Rennen eine Medaille erwarten", meint die dreimalige Olympiasiegerin und ARD-Expertin Kati Wilhelm. "Sicherlich setzt sich Laura ein Stück weit ab und spendet den anderen auch mal Schatten, wenn es nicht so läuft", weiß Damen-Bundestrainer Gerald Hönig.

Dahlmeier selbst sagt: "Die Saison läuft bis jetzt perfekt, ich bin aktuell im Gelben Trikot und habe viele gute Rennen gemacht, ohne große Ausreißer nach unten. Außerdem bin ich gesund geblieben." Im Gegensatz zu Preuß. Die Massenstart-Vizeweltmeisterin von 2015 war eigentlich in beiden Staffeln gesetzt. "Ich bin einfach noch immer nicht richtig gesund. In der Verfassung tue ich weder mir noch der Mannschaft einen Gefallen", sagte die 22-Jährige.

Spannend wird, wer in der Mixed-Staffel am Donnerstag (14.45 Uhr/ZDF und Eurosport) dabei sein wird. Zum WM-Team gehören noch Franziska Hildebrand, Maren Hammerschmidt, Vanessa Hinz und Antholz-Siegerin Nadine Horchler. Bei den Männern starten Arnd Peiffer, Erik Lesser, Benedikt Doll, Florian Graf und Simon Schempp. Letzterer hat schon einmal seine Ansprüche auf einen Mixed-Platz angemeldet. "Eigentlich ist es ein guter Einstieg", sagte Schempp bei Sport.de. Der Schwabe will endlich eine Einzel-Medaille: "Ich hoffe einfach, dass ich auch mal in einem Einzelrennen einen super Tag erwische und es mit einer Medaille klappt."

Mit 23 Podestplätzen seit Dezember in den Weltcup-Rennen haben die deutschen Skijäger die Hoffnungen auf eine erfolgreiche WM genährt. Vier der zehn Saison-Siege hat Dahlmeier geschafft. Im Vorjahr in Oslo holte die 23-Jährige fünf WM-Medaillen, wurde Verfolgungs- und Staffelweltmeisterin. "Es ist nicht ganz leicht, den gestiegenen Erwartungsdruck zu erfüllen. Ich hoffe, dass alle locker bleiben", sagt Andreas Birnbacher, im Vorjahr noch selbst im deutschen WM-Team.

Sven Fischer, sieben Mal Weltmeister, vier Mal Olympiasieger und ZDF-Experte, ahnt, was auf das DSV-Team zukommen wird: "Es werden sicher einige Medaillen kommen und wir hoffen auch auf viele, aber ich bin gegen diese Prognosen und Medaillenforderungen direkt vor der WM. Das hat mich schon als Sportler geärgert. Das, was jetzt passiert, ist zu viel Druckaufbau." (dpa)

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