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Corona-Krise

21.03.2020

Champion Lange mit Kritik an Finanzhilfe für Triathleten

Patrick Lange hat bereits zweimal den Ironman auf Hawaii gewonnen.
Bild: Ronit Fahl/Zuma Press/dpa

Der zweimalige Ironman-Weltmeister Patrick Lange hat die Direktauszahlung von 2,5 Millionen US-Dollar durch die Professional Triathlon Organizaton (PTO) mit Blick auf Athleten unterhalb der Topstars kritisiert.

"Meiner Meinung nach gilt es in Zeiten wie diesen, diejenigen finanziell zu unterstützen, die am bedürftigsten sind. In der Regel ist es in unserem Sport so, dass die Ranglisten-Ersten weniger finanzielle Probleme haben als neu aufstrebende Athleten", sagte der 33 Jahre Hawaii-Champion der Jahre 2017 und 2018 in einem Interview der "Frankfurter Rundschau".

Die um eine halbe Millionen US-Dollar erhöhte Gesamtsumme der PTO würde im Rahmen des Bonus-Programms eigentlich erst nach der Saison ausgezahlt. Durch die weltweite Corona-Krise zog die PTO die Auszahlung vor. Die jeweiligen Erstplatzierten bei den Männern und Frauen, Jan Frodeno und Daniela Ryf, erhalten weiterhin 100.000 US-Dollar. Aufgestockt wurden die Prämien von Rang 21 abwärts. 8000 Dollar (rund 7500 Euro) gibt es für die Athletinnen und Athleten auf den Plätzen 21 bis 50, 5000 für die Ränge 51 bis 100.

"Ich bin aufgrund meiner Erfolge, Preisgelder und Sponsoreneinnahmen aus den vergangenen Jahren finanziell sehr gut abgesichert, auch ohne Rennteilnahmen in den kommenden Monaten. Für die Mehrheit der Profi-Triathleten sieht das jedoch anders aus und die aktuelle Krise wird für einige von Ihnen eine existenzielle Bedrohung darstellen", erklärte Lange. Diese finanziell weniger gut dastehenden Athleten sollten dem Hessen zufolge die größte Zuwendung aus einer Athletengewerkschaft erhalten.

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Er selbst liegt nach einer enttäuschenden Saison 2019 nicht in den Top50. Die 5000 Euro will er an eine "gemeinnützige Organisation spenden, die sich der Erforschung und Bekämpfung des Coronavirus gewidmet hat", kündigte der gebürtige Bad Wildunger an, der mittlerweile in Salzburg lebt. (dpa)

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