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Basketball

27.12.2020

Corona-Infektion: Alba sorgt sich um Trainer Aito

Wurde positiv auf das Coronavirus getestet: Alba-Coach Aito Garcia Reneses.
Bild: Andreas Gora/dpa

Der nächste Corona-Fall stellt Alba Berlin vor Herausforderungen. Ausgerechnet den betagten Trainer Aito Garcia Reneses hat es erwischt. Ein Spiel des Meisters musste bereits verschoben werden.

Die Corona-Infektion von Trainer Aito Garcia Reneses hat den deutschen Basketballmeister Alba Berlin geschockt.

Nach dem positiven Befund des 74 Jahre alten Spaniers musste nicht nur kurzfristig das Bundesliga-Auswärtsspiel beim Syntainics MBC in Weißenfels abgesagt werden, auch die Sorge um den Coach ist groß. In seinem hohen Alter gehört Aito zur Risikogruppe. Am Samstag hatte Alba mitgeteilt, dass er derzeit symptomfrei ist, sich zu Hause isoliert und "unter enger medizinischer Beobachtung" steht.

Welche weiteren Folgen der nächste Corona-Fall für Alba hat, ist noch nicht abzusehen. Das positive Ergebnis resultierte aus einem routinemäßigen Test vom Heiligabend. Alle anderen Teammitglieder wurden zwar negativ getestet, begaben sich aber dennoch umgehend für die kommenden Tage in Selbstisolation. Dabei handelte es sich laut der Berliner um eine Vorsichtsmaßnahme. Eigentlich stehen am Dienstag in der Euroleague gegen Kaunas und zwei Tage später im BBL-Pokal gegen Braunschweig schon die nächsten Spiele auf dem Programm.

Weitere Tests in der Mannschaft sollen eine Weitergabe der Infektion ausschließen. Anschließend werde die Situation gemeinsam mit medizinischen Experten noch einmal neu bewertet, hieß es vom Double-Gewinner. Den Gesundheitsbehörden wurden alle nötigen Informationen zur Verfügung gestellt - wie bereits vor zwei Monaten. Damals hatte es insgesamt sieben Corona-Fälle bei Alba gegeben und die Mannschaft musste knapp zwei Wochen in Quarantäne.

Sich vollständig zu schützen, fällt angesichts hoher Infektionszahlen und trotz aufwendiger Hygienekonzepte schwer. Als Teilnehmer der europäischen Königsklasse Euroleague reisen die Berliner wöchentlich auf dem gesamten Kontinent umher. "Wir Spieler sind alle in einer guten körperlichen Verfassung. Aber unsere Trainer - gerade Chefcoach Aito - sind alle etwas älter. Wir müssen aufpassen, aber nicht nur auf den Reisen, denn anstecken kann man sich überall", hatte Nationalspieler Johannes Thiemann kurz vor Weihnachten in einem Interview der "Märkischen Allgemeinen Zeitung" noch gesagt.

Trotz aller Vorsicht erwischte es nun gerade den Ältesten im Tross des Traditionsclubs. Klar ist schon jetzt, dass die Verlegung der Begegnung in Weißenfels, die ursprünglich am Samstagabend angesetzt war, neuerliche Terminprobleme nach sich ziehen wird. Nach den ersten Corona-Fällen bei den Hauptstädtern hatte es bereits eine Reihe von Spielverlegungen gegeben. Alba befindet sich deswegen am Maximum und spielte zuletzt regelmäßig dreimal pro Woche. Selbst an Silvester wurde deswegen das Pokal-Nachholspiel gegen Braunschweig angesetzt.

© dpa-infocom, dpa:201226-99-816048/3 (dpa)

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