1. Startseite
  2. Sport
  3. Sonstige Sportarten
  4. Dämpfer für Kiel - Flensburg und Löwen im Gleichschritt

Handball-Bundesliga

09.09.2018

Dämpfer für Kiel - Flensburg und Löwen im Gleichschritt

Die Mannschaft der SG Flensburg-Handewitt jubelt über den hart umkämpften Sieg gegen den THW Kiel.
Bild: Frank Molter (dpa)

Meister Flensburg-Handewitt entscheidet das erste Kracherduell der Saison gegen Rekord-Champion Kiel für sich. Dennoch ist der Titelverteidiger derzeit nur Dritter hinter den punktgleichen Rivalen Rhein-Neckar Löwen und SC Magdeburg.

Frankfurt/Main (dpa) – Für den THW Kiel endete die erste Attacke bei der angestrebten Rückkehr auf den Handball-Thron mit einer schmerzlichen Derby-Niederlage beim weiter ungeschlagenen Meister SG Flensburg-Handewitt.

Während der Titelverteidiger nach dem 26:25 (15:13)-Prestigesieg im 1000. Bundesligaspiel der Vereinsgeschichte und der punktgleiche Tabellenführer Rhein-Neckar Löwen nach einem klaren 36:21 (20:11) beim Aufsteiger SG BBM Bietigheim voll im Soll liegen, herrschte beim Rekord-Champion aus Kiel Frust über den ersten Rückschlag im Titelrennen.

"Ein Derby wird durch zwei, drei Fehler entschieden. Und diese haben wir zuviel gemacht", stellte THW-Trainer Alfred Gislason enttäuscht fest. "Ich ärgere mich auch über die Entscheidungen in den kniffligen Phasen, unsere ausgelassenen Chancen über Außen und vom Kreis. Das alles hat uns die Möglichkeit gekostet, hier einen Punkt mitzunehmen."

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Die Kieler, die nach drei mageren Jahren in dieser Saison als Titel-Topfavorit gehandelt werden, konnten diesem Anspruch am Samstag (noch) nicht gerecht werden. Kein Wunder, dass die Verantwortlichen danach zur Ruhe mahnten. "Das war noch keine Standortbestimmung. Dafür ist es noch zu früh", sagte der Sportliche Leiter Viktor Szilagyi. Doch der zum Saisonende scheidende Gislason weiß: "Am Druck in Kiel ändert das nichts."

Im Vorjahr hatte der THW noch beide Duelle in Flensburg - sowohl in der Bundesliga als auch in der Champions League - für sich entschieden. Nach dem 98. Schleswig-Holstein-Derby jubelten dieses Mal die Hausherren, die den Abgang von sechs Leistungsträgern im Sommer erstaunlich gut weggesteckt haben. "Ich bin froh, dass wir jetzt acht Punkte haben. So können wir in Ruhe weiterarbeiten", sagte SG-Trainer Maik Machulla. "Wir werden dadurch aber nicht übermütig."

In der vergangenen Meistersaison hatten die Flensburger, für die Holger Glandorf und Hampus Wanne mit jeweils fünf Toren am häufigsten trafen, nach vier Spieltagen 4:4 Punkte auf ihrem Konto. Jetzt sind es 8:0. Geschäftsführer Dierk Schmäschke wollte dennoch keine Euphorie verbreiten: "Wir bleiben geerdet."

Zumal die Rhein-Neckar Löwen mit einem ebenfalls makellosen Saisonstart schon früh ihre Titelambitionen unterstrichen haben. Auch beim Aufsteiger in Bietigheim lief die Tormaschine des DHB-Pokalsiegers auf Hochtouren, obwohl Trainer Nikolaj Jacobsen einige Topspieler vor dem Auftakt in der Champions League am kommenden Mittwoch gegen den FC Barcelona über weite Strecken der Partie schonte. "Das war sehr gut, ich bin sehr zufrieden", sagte Jacobsen. Jannik Kohlbacher war mit sechs Toren bester Werfer für die Mannheimer.

Und auch der SC Magdeburg steht nach einem 32:27 (15:11) gegen Aufsteiger Bergischer HC mit 8:0 Punkten dank der besseren Tordifferenz derzeit vor Flensburg. Überragender Mann beim Sieger, der am kommenden Donnerstag die Kieler empfängt, war Nationalspieler Matthias Musche mit 16 Toren. "Er war unser Vollstrecker", lobte SCM-Trainer Bennet Wiegert. (dpa)

Homepage SG Flensburg-Handewitt

Spielplan SG Flensburg-Handewitt

Kader SG Flensburg-Handewitt

Homepage THW Kiel

Spielplan THW Kiel

Kader THW Kiel

Tabelle Handball-Bundesliga

Themen Folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Lesen Sie dazu auch
Die Deutschen Lennard Kämna und Max Kanter hatten im Einzelzeitfahren mit der Medaillenvergabe nichts zu tun. Es siegte der Däne Mikkel Bjerg. Foto: Herbert Neubauer/APA
Keine BDR-Medaillen

Zeitfahr-WM U23: Kämna bleibt unter Erwartungen

ad__nl-chefredakteur@940x235.jpg

SECHS UM 6: Unser neuer Newsletter

Die sechs wichtigsten Neuigkeiten um 6 Uhr morgens sowie ein Ausblick auf den
aktuellen Tag – Montag bis Freitag von Chefredakteur Gregor Peter Schmitz.

Newsletter bestellen