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Leichtathletik

20.01.2015

Drastische Dopingsperren für fünf russische Geher

Geherin Olga Kaniskina sammelte bereits mehrere Olympia-Medaillen.
Bild: Hannibal (dpa)

Die russische Anti-Doping-Agentur Rusada hat ein Zeichen gesetzt und fünf Geher wegen der Einnahme unerlaubter Substanzen mit drastischen Strafen belegt. Drei der Leichtathleten sind Olympiasieger, teilte die Organisation in Moskau mit.

Olga Kaniskina (Gold 2008 über 20 Kilometer) und Sergej Kirdjapkin (Gold 2012 über 50 Kilometer) wurden ebenso wie Sergej Bakulin (Weltmeister 2011) für drei Jahre und zwei Monate gesperrt. Waleri Borschin, Olympiasieger von 2008, wurde für acht Jahre suspendiert. Wladimir Kanajkin, ehemaliger Jugend- und Juniorenweltmeister im 10 000-Meter-Bahngehen, erhielt wegen wiederholter Vergehen sogar ein lebenslanges Startverbot.

Russlands Sportminister Witali Mutko sieht die Strafen als ein Zeichen für eine "Null-Toleranz-Politik" gegenüber Doping: "Wer dopt, sollte wissen, dass er früher oder später dafür bestraft wird." NOK-Präsident Alexander Schukow warnte alle Betrüger: "Wer dopt, fliegt."

Die disqualifizierten Olympiasieger stammen russischen Medien zufolge aus der Teilrepublik Mordwinien. In der dortigen Sportschule seien 2014 zahlreiche Dopingfälle aufgedeckt worden. Die Rusada habe die betroffenen Athleten gesperrt und mehrere sportliche Leiter gefeuert, hieß es. Die russischen Geher sind laut Leichtathletik-Weltverband IAAF seit Ende 2012 im Visier der Dopingfahnder. Bei allen fünf Athleten seien "Unregelmäßigkeiten" in ihren biologischen Pässen festgestellt worden, in denen die Blutparameter über einen längeren Zeitraum erfasst und als Profil angelegt werden.

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Bakulin war deshalb bereits seit Dezember 2012 gesperrt. Außerdem steht der Weltmeister von 2011 ebenso wie Russlands Geher-Olympiasiegerin Jelena Laschmanowa unter dem Verdacht, Ende Dezember während seiner laufenden Dopingsperre an einem Wettkampf teilgenommen zu haben. (dpa)

Rusada-Mitteilung, Russisch

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