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Champions Leauge

29.03.2019

Flensburg und Löwen in Handball-Königsklasse gefordert

Frustriert: Löwen-Trainer Nikolaj Jacobsen.
Bild: Ina Fassbender/dpa

Die SG Flensburg-Handewitt und die Rhein-Neckar Löwen haben ihre Generalproben für die Achtelfinal-Rückspiele in der Champions League verpatzt. Die Stimmungslage ist bei den deutschen Topteams dennoch sehr unterschiedlich.

Maik Machulla war nach dem Ende der stolzen Bundesliga-Siegesserie des deutschen Handball-Meisters SG Flensburg-Handewitt nicht annähernd so frustriert wie sein Trainerkollege Nikolaj Jacobsen über die "größte Enttäuschung" seiner Amtszeit bei den Rhein-Neckar Löwen.

Während der desolate Auftritt des Pokalsiegers aus Mannheim bei der 23:28-Pleite in Gummersbach vor dem Kampf um den Einzug ins Viertelfinale der Champions League tiefe Spuren hinterließ, ging der Tabellenführer aus Flensburg nach der ersten Niederlage auf nationalem Parkett seit über einem Jahr beim 23:24 in Magdeburg schnell zur Tagesordnung über.

"Wir wussten, dass der Tag irgendwann kommt und wir auch einmal ein Spiel verlieren. Deshalb ist auch keine Zeit für große Trauer", sagte Meistercoach Machulla mit Blick auf das Achtelfinal-Rückspiel in der Königsklasse gegen den weißrussischen Champion HC Meschkow Brest an diesem Sonntag (19.00 Uhr). Dann soll vor heimischer Kulisse der Zwei-Tore-Vorsprung aus dem Hinspiel verteidigt werden.

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Auch die Löwen verfügen gegen das französische Top-Team HBC Nantes über ein Zwei-Tore-Polster, das sie bereits am Samstag (19.00 Uhr) beim Vorjahresfinalisten verteidigen müssen. Wie der erstmalige Viertelfinaleinzug seit 2014 gelingen soll, ist nach der Leistung in Gummersbach jedoch fraglich. "Desolat von A bis Z", urteilte Regisseur Andy Schmid über den Auftritt beim Tabellen-16. "Wir haben einfach richtig beschissen gespielt."

Kein Wunder, dass die Mannheimer direkt nach dem Spiel mit einem "miesen Gefühl", so Nationalspieler Patrick Groetzki, in einen angemieteten Luxusbus stiegen. Auf dem rund 900 Kilometer langen Nachttrip nach Nantes dürfte die Jacobsen-Truppe nur schwer in dem Schlaf gefunden haben. "Am Samstag müssen wir uns ganz anders präsentieren", forderte der Sportliche Leiter Oliver Roggisch.

Flensburgs Trainer Machulla bescheinigte seinen Schützlingen in Magdeburg dagegen "ein sehr gutes Auswärtsspiel". Erst fünf Sekunden vor Schluss besiegelte SCM-Rechtsaußen Robert Weber die erste Saison-Niederlage des Titelverteidigers, der zuvor 32 Bundesligaspiele nacheinander gewonnen hatte. "Schade, wir hätten unsere Serie gerne ausgebaut", sagte Machulla. "Dass unsere Siegesserie nun gerissen ist, schmerzt natürlich sehr."

Das Parkett als Verlierer verlassen hatten die Flensburger in der Bundesliga letztmals am 22. März 2018 - auch damals in Magdeburg, wo die SG seit mehr als sieben Jahren nicht mehr gewonnen hat. Durch die Niederlage ist das Titelrennen nun wieder spannend geworden. Rekordmeister THW Kiel, dessen Rekordserie von 40 Siegen zwischen Mai 2011 und September 2012 weiter Bestand hat, beträgt nur noch vier Punkte. "Wir werden alles versuchen", verkündete THW-Trainer Alfred Gislason nach dem 37:21-Kantersieg gegen die Eulen Ludwigshafen.

Die Flensburger nahmen die Kampfansage trotz des kleinen Rückschlags auf dem Weg zur Titelverteidigung gelassen. "Wir müssen jetzt nicht unser Selbstvertrauen verlieren, sondern können uns den nächsten Aufgaben stellen", befand Kapitän Tobias Karlsson. Und Machulla sagte zur Lage in der Liga: "Wir sind als Tabellenführer angereist und reisen als Tabellenführer auch wieder ab." (dpa)

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