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Handball

14.05.2015

Füchse wollen zweite EHF-Cup-Chance nutzen

Paul Drux will mit den Füchsen Berlin den EHF-Cup gewinnen.
Bild: Carsten Rehder (dpa)

Zweite Chance für den ersten Triumph: Ein Jahr nach dem enttäuschenden Platz drei nehmen die Füchse Berlin beim erneuten "Finale zu Hause" wieder den EHF-Pokal ins Visier.

"Wir sind voller Elan und gewillt, das Ding zu holen", bekräftigte Handball-Nationalspieler Paul Drux vor dem Endrundenturnier Final Four am Wochenende in der heimischen Max-Schmeling-Halle. Denn der erste Gewinn eines internationalen Titels wäre für die Berliner mehr als nur ein Prestigeerfolg: Mit der Trophäe bekäme nur eine Woche nach der verpassten DHB-Pokalverteidigung eine mäßige Saison einen glänzenden Abschluss.

"Der Titel wäre ganz wichtig für uns, die Fans und die Stadt", sagte Drux: "Wir sind in der Pflicht, weil die Saison bislang durchwachsen war." Doch vor den ersehnten Triumph hat die Losfee eine große Hürde gestellt: Im Halbfinale treffen die Füchse am Samstag auf Gorenje Velenje, die in der Gruppenphase schon den HSV Hamburg vor Probleme gestellt hatten. Überdies haben die Slowenen in Stas Skube nicht nur einen quirligen Spielmacher, sondern den mit 75 Treffern besten Torschützen des kleineren Europapokal-Wettbewerbs in ihren Reihen.

Vor den Gastgebern müssen die Hamburger gegen Skjern HB aufs Parkett und können mit einem Sieg gegen die Dänen den Grundstein für das erste deutsche EHF-Pokal-Finale seit vier Jahren legen. 2011 hatte in Hin- und Rückspiel Frisch Auf Göppingen gegen den TV Großwallstadt gewonnen.

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Bei den Berliner ruhen große Hoffnungen auf Drux, der innerhalb eines Jahres vom Jugendspieler zur Stammkraft bei den Füchse und der Nationalmannschaft gereift ist. Als Belastung empfindet der 20-Jährige die größere Verantwortung und Erwartungshaltung nicht. "Ich schlafe immer noch wie ein Stein, und das Vertrauen des Trainers gibt mir viel Selbstvertrauen. Ich kann gestärkt ins Spiel gehen."

Die Füchse werden gegen die Slowenen einen starken Drux brauchen. "Wir müssen deren schnelles Spiel nach vorne stoppen", forderte Trainer Dagur Sigurdsson, der von seinem Team eine ausbalancierte, disziplinierte Leistung in Angriff und Abwehr erwartet. "Wir dürfen nicht überpacen", sagte der Isländer, der weiter auf seinen Spielmacher Bartlomiej Jaszka und den Abwehrchef Denis Spoljaric verzichten muss.

Damit die Berliner ihre zweite Gewinnchance innerhalb eines Jahres auf den EHF-Cup nutzen, benötigen die Torhüter einen herausragenden Tag - zuletzt eine Mangelerscheinung. Das weiß auch Petr Stochl: "Unsere Aufgabe ist es, auch mal zwei, drei unhaltbare Bälle zu halten." Wichtig sei es, gleich zu Beginn Würfe zu parieren. "Ich kann in einen Art Rausch kommen, in dem ich genau weiß, wo der Ball hingeht", erklärte der 39 Jahre alte tschechische Nationaltorwart. (dpa)

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