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Hoffen auf staatliche Hilfe

11.07.2020

Galoppsport: "Schwerste Krise" seit Zweitem Weltkrieg

Michael Vesper,Präsident des Verbands Deutscher Galopp.
Bild: Bernd Thissen/dpa

Hamburg (dpa) – Der deutsche Galoppsport setzt unter anderem auf staatliche Hilfen zur Überwindung der Krise durch die Coronavirus-Pandemie.

"Durch die Geisterrennen und die Solidaritätsaktionen können wir nur einen kleinen Teil der Verluste ausgleichen, die uns ohne unser Zutun dadurch entstehen", sagte Michael Vesper, Präsident des Verbands Deutscher Galopp, der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" vor dem Deutschen Derby.

Die Rennbahnen würden keine Eintrittsgelder mehr einnehmen und Veranstaltungen außerhalb des Rennsports durchführen, Sponsoren würden abspringen. "Das führt zu erheblichen Einbußen", sagte Vesper, früherer Vorstandschef des Deutschen Olympischen Sportbunds. "Deswegen hoffen wir auch auf eine staatliche Unterstützung." Einerseits bei der Zulassung von Zuschauern, andererseits für eine Entschädigung für Einbußen, die man "unverschuldet erlitten" habe.

Vesper zeigte sich dennoch zuversichtlich, dass der Galoppsport die Krise überwinden könne. So sollen zehn Renntage der kommenden Wochen bei Sport1 übertragen werden, zudem habe sich die Bildproduktion der Rennen verbessert. "Von daher hoffe ich, dass diese schwerste Krise des Rennsports seit dem Zweiten Weltkrieg überwunden wird und wir am Ende stärker daraus hervorgehen", sagte Vesper.

Galoppsport: "Schwerste Krise" seit Zweitem Weltkrieg

Das Deutsche Derby der Galopper in Hamburg ist das bestdotierte Pferderennen in Deutschland. Das diesjährige Derby-Meeting ist von einer Woche auf drei Renntage verkürzt worden und mit 1,074 Millionen Euro dotiert. Zahlende Zuschauer sind nicht zugelassen. Mit Reitern, Betreuern, Trainern, Pferdebesitzern und Mitgliedern des Veranstalters Hamburger Renn-Club werden jedoch bis zu 1000 Menschen auf der Rennbahn sein. Diese sind dem Hygienekonzept unterworfen.

© dpa-infocom, dpa:200710-99-750972/2 (dpa)

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