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Golf
24.06.2014

Kaymer spricht sich für Ryder Cup in Deutschland aus

Martin Kaymer präsentierte die US-Open-Trophäe im Kölner RheinEnergieStadion.
Foto: Rolf Vennenbernd (dpa)

Golfstar Martin Kaymer hat sich für eine deutsche Bewerbung um den Ryder Cup 2022 ausgesprochen.

"Ich hoffe, dass sich Deutschland bewerben wird und viele einflussreiche Menschen zusammenarbeiten werden. Ich kann nicht allein den Ryder Cup nach Deutschland holen. Dafür muss Golf bei uns größer werden und nicht nur im Pay-TV laufen", sagte der neue US-Open-Sieger bei einem Termin im Stadion des Fußball-Bundesligisten 1. FC Köln.

Nach Kaymers Erfolgen bei der Players Championship und der US Open bleiben als Ziele für 2014 eine gute Platzierung bei der British Open im Juli und der Ryder Cup im September in Schottland. Einer von Kaymers ersten Gratulanten nach dem Majorsieg in Pinehurst war Bernhard Langer, der ebenfalls zwei Majors gewonnen hat. "Wir haben uns das ganze Turnier über SMS geschrieben, er hat mir stets Glück gewünscht. Das bedeutet mir viel, weil es von Herzen kommt", sagte Kaymer, den der zweite Majorsieg sehr stolz macht.

Im Gegensatz zu 2010, als er mit der PGA Championship sein erstes der großen vier Turniere gewann, fühlt sich der 29-Jährige nun reif für weitere herausragende Erfolge: "Ich muss nicht mehr viel nachdenken, vieles passt zusammen. Es ist die schönste Zeit als Golfer." Nach einem intensiven Trainingscamp mit Günter Kessler in den USA habe es bei ihm "klick" gemacht, er habe realisiert, dass er seiner Technik vertrauen könne. Seitdem könne er aggressiver Golf spielen und bessere Resultate erzielen.

Ein Ziel für Kaymer sei nun der deutsche Grand Slam: Nach Langers Masters-Erfolgen fehlt nur noch bei der British Open ein deutscher Name in der Siegerliste: "Das wäre super. Aber die Open sind schwer zu gewinnen, da muss man auch Glück haben."

Ein großes Saisonziel bleibt der Ryder Cup in Gleneagles/Schottland, wo er mit dem Team die Trophäe gegen die USA erfolgreich verteidigen will. "Wir haben dieses Jahr gute Chancen, das Ding zu behalten", betonte Kaymer, der in den USA mit Kapitän Paul McGinley schon mögliche Teampaarungen diskutierte.

Wie die deutsche Fußball-Nationalmannschaft, der er sich sehr nah fühle, müsse er ständig mit großen Erwartungshaltungen leben. "Jeder geht davon aus, dass Deutschland Weltmeister wird, sonst ist die Enttäuschung groß. Aber wenn sie alles geben, mit Herz und Leidenschaft spielen, dann kann man nur zufrieden sein. Egal, welchen Platz sie machen", meinte Kaymer, der selbst früher Fußball spielte. "Ich habe immer Tore geschossen. Ich wäre ein guter Partner für Thomas Müller", sagte er scherzend. (dpa)

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