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Handball
15.06.2014

Karol Bielecki: Treffsicher gegen Deutschland trotz Handicaps

Karol Bielecki in Aktion.
Foto: Henning Bagger (dpa)

Im Juni 2010 stand die Handball-Karriere von Karol Bielecki vor dem Aus. Vier Jahre später führte der wurfgewaltige Rückraumspieler die Polen fast im Alleingang zur WM 2015 nach Katar - und feierte seine persönliche Revanche.

Immerhin scheiterte er 2007 im WM-Finale gegen Deutschland am damals starken Johannes Bitter im Tor. "Karol hat einen sehr guten Tag erwischt, er hat praktisch aus dem Nichts getroffen", lobte ihn Bundestrainer Martin Heuberger.

Mit sieben Toren zeigte sich der 2,02 Meter große 100-Kilo-Hüne enorm treffsicher auf dem Magdeburger Parkett. "Das war ganz schlimm zu sehen, wie die Felle wegschwimmen", meinte Torhüter Silvio Heinevetter, der 2007 mit Bielecki in Magdeburg den EHF-Pokal gewann.

Dabei war die Karriere des heute 32-Jährigen schon beendet. Bei einem Länderspiel gegen Kroatien griff Josip Valcic 2010 in Bieleckis linkes Auge. Nach zwei Operation war klar, dass die Sehkraft beim damaligen Spieler der Rhein-Neckar Löwen nicht gerettet werden konnte. Dem Schock folgte aber das Bundesliga-Comeback: Mit einer Schutzbrille erzielte er elf Treffer gegen FA Göppingen. "Die Laufwege und die meisten Pässe sind ja automatisiert, Handball war und ist mein Leben. Und ich habe noch viele Ziele", sagte Bielecki, der spätestens bei der Heim-EM 2016 in Polen den Titel anpeilt. (dpa)

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