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Sportpolitik

19.05.2015

Harting und Heidler kritisieren Anti-Doping-Gesetz

Robert Harting sieht auch im Ausland Regelungsbedarf.
Bild: Lukas Schulze (dpa)

Kurz vor der ersten Lesung an diesem Freitag im Bundestag haben die beiden prominenten Leichtathleten Robert Harting und Betty Heidler das geplante Anti-Doping-Gesetz massiv kritisiert.

"Das Gesetz ist toll - aber nur, wenn es international praktiziert wird. So wie es ist, gibt es eine Verschiebung der Realität und führt Sportlerinnen und Sportler in eine existenzielle Katastrophe", sagte der Diskus-Weltmeister und -Olympiasieger Harting der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

Dem FAZ-Bericht zufolge haben Harting und Heidler in einer gemeinsamen E-Mail an die Bundestags-Fraktionen, an den Sportausschuss sowie die drei zuständigen Ministerien ihre Bedenken gegenüber dem Gesetz geäußert. "Das Gesetz soll Athleten schützen, aber dieser Entwurf macht sie angreifbar", meinte die frühere Hammerwurf-Weltmeisterin Heidler.

Die beiden Weltklasse-Athleten stören sich vor allem daran, dass allein der Besitz von Dopingmitteln künftig strafbar sein soll. Das würde Spitzensportler in Deutschland einem großen Risiko von Anschlägen und Manipulationen aussetzen meinen sie. "Die Welt ist genervt vom deutschen Anti-Doping-Kampf. Das Gesetz macht uns noch anfälliger dafür, dass jemand sich rächen könnte", argumentiert Harting.

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Seiner Meinung nach müsse nur jemand einem Athleten eine verbotene Substanz in die Sporttasche stecken - und schon könnte das neue Gesetz greifen. Harting und Heidler fordern, dass für eine Verurteilung mindestens eine Doping-Absicht vorliegen müsse. Sollte es alle parlamentarischen Hürden nehmen, könnte das Anti-Doping-Gesetz bereits im kommenden Jahr in Kraft treten. (dpa)

FAZ-Bericht

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