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Basketball

09.04.2015

"Historisch": ALBA schwärmt vor Euroleague-Showdown

Alex King ist schon vor dem Spiel gegen Maccabi Tel Aviv elektrisiert.
Bild: Lukas Schulze (dpa)

Die historische Chance elektrisiert ALBA Berlin. Alleine das Wort Euroleague lässt die Augen der Basketball-Profis vor dem entscheidenden Zwischenrundenspiel gegen Maccabi Tel Aviv leuchten.

"Diese Möglichkeit werden wir wahrscheinlich nur einmal in unserem Leben haben", schwärmt Kapitän Alex King. Mit einem Sieg über den Titelverteidiger würde der Hauptstadtclub als erstes deutsches Team ins Viertelfinale der 2000 gegründeten Euroleague einziehen. Nur vier Mannschaften standen in der 57-jährigen Europapokal-Geschichte überhaupt unter den besten acht Teams der Königsklasse, unter ihnen 1998 auch ALBA.

Obwohl die Spieler beim Training locker miteinander scherzen und Coach Sasa Obradovic die Normalität in der Vorbereitung betont, machen die Worte der Verantwortlichen die Dimension des Showdowns klar. Für den Serben wäre es "definitiv ein historischer Moment", Geschäftsführer Marco Baldi hofft auf den "größten internationalen Erfolg eines deutschen Clubs seit dem Korac-Cup-Sieg vor 20 Jahren".

10 000 ALBA-Fans feierten damals den ersten deutschen Vereinstriumph auf internationalem Parkett noch in der Deutschlandhalle, in der O2-Arena sollen mehr als 11 000 Zuschauer für eine heiße Atmosphäre gegen den 51-maligen israelischen Meister sorgen.

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Aufgrund der größeren Erfahrung und des kostspieligeren Kaders geht Maccabi als Favorit auf den dritten Sieg ins vierte Saison-Duell mit den Berlinern. Eine Situation, die ALBA bereits die komplette Saison nur zu gut kennt. "Wir spielen gegen Teams, in denen ein Spieler doppelt so viel verdient wie unser ganzer Kader", sagt Sportdirektor Mithat Demirel. "Aber Maccabi steht unter Druck, sie müssen gewinnen, das haben wir überhaupt nicht."

Und doch steht für den achtmaligen Meister in der wichtigsten Woche der bisherigen Saison viel auf dem Spiel. Nur 43 Stunden nach Ende der Euroleague-Partie will der Cup-Verteidiger gegen Bamberg das Endspiel im nationalen Pokal in Oldenburg erreichen.

Dass der Gastgeber im zweiten Halbfinale gegen Bonn drei Stunden nach den Berlinern antreten darf, sorgt angesichts des engen Terminkalenders für Ärger. "Dafür gibt es keine nachvollziehbare Erklärung", kritisiert Baldi. Die Entscheidung sei "sachgerecht und vernünftig", kontert BBL-Geschäftsführer Jan Pommer. "Ich finde es auch verständlich, dass wir sagen, dass das Heimteam das zweite Spiel am Samstag bestreiten darf."

Ob das Duell mit dem fränkischen Duell-Rivalen nicht doch den Fokus auf Tel Aviv beeinträchtigt? "Wir denken nicht an Bamberg, das ist nicht wichtig", erklärt Obradovic knapp. Seine Antwort garniert der Serbe mit einem strengen Blick, den er sonst seinem Team bei einem Ballverlust hinterherschickt. Doch in den Köpfen der Spieler spukt der angestrebte dritte Pokal-Erfolg nacheinander doch herum.

Es sei "eine große Angst", innerhalb kürzester Zeit beide Chancen zu verspielen, gesteht Nationalspieler King. "Wenn wir gewinnen sollten, sind alle in einem Hoch", prophezeit er mit Blick auf das folgende Cup-Duell. "Jetzt ist alles schön und gut, aber was passiert, wenn in wenigen Tagen alles verpufft? Dann sind wir wieder ganz unten." (dpa)

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