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Testevent

15.08.2019

Hitze in Tokio: Triathletinnen laufen verkürzte Strecke

Die Wassertemperaturen im Odaiba Marine Park sollen zu hoch sein.
Bild: Jae C. Hong/AP (dpa)

In knapp einem Jahr beginnen in Tokio die Olympischen Spiele. Das Internationale Olympische Komitee lobt die Organisatoren. Doch die Hitze bleibt ein Problem. Darunter leiden auch die Triathletinnen beim Testevent. Eine Deutsche hat dennoch Grund zur Freude.

Die extreme Sommerhitze bereitet den Organisatoren der Olympischen Spiele im kommenden Jahr schon jetzt große Sorgen.

So wurde wegen der hohen Temperaturen und ihrer möglichen Folgen für die Sportlerinnen und Zuschauer die Laufstrecke bei einem Testwettkampf der Triathletinnen in Tokio um die Hälfte auf fünf Kilometer verkürzt.

"Es gab vollen Konsens über die Entscheidung des medizinischen Delegierten der ITU und der technischen Delegierten der ITU, die Laufstrecke unter Berücksichtigung der Gesundheit der Athleten auf 5 km zu verkürzen", erklärte der Weltverband ITU am Donnerstag. ITU-Sportdirektor Gergely Markus schloss eine ähnliche Maßnahme für 2020 nicht aus. Die Extrem-Bedingungen forderten unter den Starterinnen für ein Opfer. Die Französin Cassandre Beaugrand musste nach dem Zieleinlauf mit Verdacht auf Hitzeschlag ins Krankenhaus gebracht werden.

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Die Potsdamerin Laura Lindemann ließ sich durch die schwierigen Umstände nicht beirren. Der 23-Jährige sicherte sich in dem Rennen das Olympia-Ticket für 2020. Lindemann belegte bei dem Testevent den sechsten Rang und erfüllte mit der Platzierung unter den besten 12 das Kriterium des Deutschen Olympischen Sportbundes.

Sie benötigte für die 1,5 Kilometer Schwimmen, 40 Kilometer Radfahren und die nur noch 5 Kilometer lange Laufstrecke 1:41:27 Stunden. "Ich bin sehr froh darüber, dass am Ende das Ticket herausgesprungen ist", sagte sie. Lindemann hatte ihre gesamte Saison auf das Rennen in Tokio ausgerichtet: "Jetzt kann ich entspannt auf das Jahr 2020 schauen." Die ehemalige Sprint-Europameisterin lag 1:08 Minuten hinter Flora Duffy aus Bermuda, die nach der Disqualifikation der Britinnen Jessica Learmonth und Georgia Taylor-Brown zur Siegerin erklärt worden war.

ITU-Sportdirektor Markus machte sich indes schon Gedanken über das olympische Rennen im kommenden Jahr. "Die Sicherheit der Athleten hat Vorrang", betonte der Ungar. Man werde möglicherweise neben einer Verkürzung der Strecke auch eine zeitliche Vorverlegung der Wettbewerbe in die früheren Morgenstunden vorschlagen, um "die Risiken" zu senken. Am Donnerstag war das Rennen um 7.30 Uhr Ortszeit bei etwa 30 Grad gestartet worden.

Wenige Tage zuvor hatten bereits die Freiwasserschwimmer beklagt, dass die Wassertemperatur bei einem Fünf-Kilometer-Testwettkampf im Odaiba Marine Park zu hoch gewesen sei. Dort schwimmen auch die Triathleten. Der Schwimm-Weltverband FINA sagte daraufhin eine Überprüfung zu und kündigte an, eine Startzeit ebenfalls sehr früh am Morgen in Erwägung zu ziehen.

Auch bei einem Test der Dressurreiter gab es unter Athleten aus Sorge über die Hitze für Reiter wie für die Pferde Forderungen nach einem früheren Startbeginn schon gegen 6.00 Uhr am Morgen, berichtete die japanische Nachrichtenagentur Jiji Press.

Die schwüle Sommerhitze macht nicht nur den Athleten zu schaffen. Zehntausende im ganzen Land mussten in den vergangenen Wochen ins Krankenhaus. Einige meist ältere Menschen in der Provinz starben an den Folgen der Hitze. Die Spiele in Tokio finden vom 24. Juli bis 9. August 2020 statt - ausgerechnet in der heißesten Zeit des Jahres in Japan. (dpa)

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Mitteilung DTU

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