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"Will Kapitänsbinde behalten"

06.07.2010

Lahm fordert Ballack heraus - Machtkampf?

Philipp Lahm will die Kapitänsbinde nicht freiwillig an Michael Ballack zurückgeben.
Bild: dpa

Schwelt da ein Machtkampf im deutschen Team? Philipp Lahm hat angekündigt, die Kapitänsbinde nach der WM nicht freiwillig an Michael Ballack zurückzugeben.

Philipp Lahm möchte über die Fußball-WM hinaus Kapitän der deutschen Nationalmannschaft bleiben. Das verdeutlichte der 26-Jährige in einem tz-Interview.

"Es ist doch klar, dass ich die Kapitänsbinde gerne behalten möchte. Die Rolle auf dem Platz erfülle ich seit mehreren Jahren, die habe ich im Griff. Dann will man sich auch um mehr kümmern, mehr Verantwortung übernehmen. Das habe ich jetzt hier gemacht. Warum soll ich dann das Kapitänsamt wieder freiwillig zur Verfügung stellen?", erklärte Lahm.

Bundestrainer Joachim Löw hatte Lahm vor dem WM-Turnier für den verletzten Michael Ballack zum Kapitän ernannt. Inzwischen hat der Bayern-Profi die Rolle in dem jungen DFB-Team mit viel Engagement ausgefüllt und dafür viel Lob erhalten. "Freiwillig werde ich sie ganz sicher nicht abgeben", sagte Lahm auf die Frage, ob er die Kapitänsbinde nach der WM wieder feierlich an Ballack überreichen werde. "Aber das wird die Entscheidung des Bundestrainers sein", schloss Lahm an.

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"Platz ist immer da. Michael ist ein guter Spieler. Alles andere wird man nach der WM sehen", sagte Lahm zur Zukunft des 33-jährigen Ballack im DFB-Team. In der Bild antwortete er auf die Frage, ob das Nationalteam Ballack noch brauche: "Es steht mir nicht zu, dass ich bei dieser Frage Ja oder Nein sage."

Ballack hat am Montagnachmittag das deutsche WM-Quartier in Erasmia verlassen und den Heimflug angetreten. Auch auf Anraten von Teamarzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt entschloss sich der 98-fache Nationalspieler, die Reha- Behandlung nach seiner Bänderverletzung in der Heimat fortzusetzen. "Ich muss jetzt auch an mich und meinen neuen Verein Bayer Leverkusen denken, den nächsten Schritt machen und schnell wieder fit werden", sagte Ballack. (dpa, AZ)

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