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Leichtathletik
21.08.2015

Diack zum Vertuschungs-Vorwurf: "Lächerlich"

Lamine Diack bei der Pressekonferenz in Peking.
Foto: Wu Hong (dpa)

Der scheidende IAAF-Präsident Lamine Diack hat Vorwürfe, sein Leichtathletik-Weltverband würde Doping-Fälle vertuschen, als "lächerlich" zurückgewiesen.

"Die Glaubwürdigkeit unseres Sports ist nicht geschädigt worden. Die Beschuldigungen sind falsch und kommen von der Sensationspresse", sagte Diack nach einer Sitzung des IAAF-Councils und des Exekutivkomitees des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) in Peking.

IOC-Präsident Thomas Bach wollte keine Stellung zu den Vorwürfen nehmen und verwies auf die Ermittlungen einer von der Welt-Anti-Doping-Agentur eingesetzten Untersuchungskommission. "Es wäre deshalb zu früh, über Ergebnisse zu spekulieren", sagte er. "Wir beschuldigen keine Sportler, für die zunächst die Unschuldsvermutung gilt."

Eine ARD-Dokumentation hat die Auswertung einer Liste aus der IAAF-Datenbank mit 12 000 Bluttests von rund 5000 Leichtathleten präsentiert. Danach sollen unter den Sportlern mit dopingverdächtigen Werten 146 Medaillengewinner von WM und Olympischen Spiele gewesen sein - unter ihnen 55 Sieger.

Begrüßt wurde von Bach die Wahl des Briten Sebastian Coe zum Nachfolger von Diack im IAAF-Präsidentenamt. "Wir freuen uns auf eine enge Zusammenarbeit", sagte er. Der Vorschlag von Coe, eine unabhängige Anti-Doping-Kontrollagentur für die Leichtathletik zu schaffen, würde im Oktober bei einem Treffen in Lausanne diskutiert.

Der IOC-Chef wird einige Tage in Peking verbringen, um sich neben dem Besuch der am Samstag beginnenden Leichtathletik-WM auch von den Chinesen über die Organisation der Olympischen Winterspiele 2022 informieren zu lassen. Peking hatte sich bei der IOC-Wahl gegen Almaty/Kasachstan durchgesetzt. (dpa)

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