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Sieg gegen Kosovo

27.06.2019

Makellose EM-Quali: Handballer mit Kantersieg in Sommerpause

Der deutsche Keeper Andreas Wolff jubelt über einen gehalten Ball.
Bild: Daniel Karmann (dpa)

12:0 Punkte: Besser hätten die deutschen Handballer die EM-Qualifikation nicht abschließen können. Beim klaren Sieg gegen Außenseiter Kosovo spielen sich einige Jung-Nationalspieler in den Vordergrund.

Rechtsaußen Tobias Reichmann war "sehr froh" über seine Rückkehr zu den deutschen Handballern, Torwart Andreas Wolff freute sich nach der makellosen EM-Qualifikation über den Urlaub.

"Ich freue mich einfach über die längere Zeit, die man jetzt frei hat. Ich denke, das tut jedem Spieler gut", sagte der 28-Jährige nach dem lockeren 28:17 (16:5) gegen das Kosovo in Nürnberg.

Angesichts der perfekten Ausbeute von 12:0-Punkten in der Qualifikationsgruppe 1 blickt Bundestrainer Christian Prokop der EM im Januar in Norwegen, Österreich und Schweden optimistisch entgegen. "Wir haben eine schöne EM-Qualifikation hingelegt und ich habe wichtige Erkenntnisse gewinnen können", sagte der 40-Jährige.

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Bester Werfer in der mit 7.187 Zuschauern ausverkauften Nürnberger Arena war Johannes Golla mit sechs Treffern. Zwar spielte die DHB-Auswahl in der zweiten Halbzeit deutlich schwächer, in ernsthafte Schwierigkeiten geriet sie gegen den klaren Außenseiter aber zu keiner Zeit. Dank der starken Paraden von Torwart Wolff kassierte Prokops Mannschaft erst in der neunte Minute ihren ersten Gegentreffer zum 1:5. Zudem war gegen die schwachen Keeper der Kosovaren fast jeder Wurf drin.

Prokop gab wie schon beim 40:25-Erfolg in Israel am vergangenen Mittwoch einigen Jung-Nationalspielern eine Chance. "Die Mannschaft und jeder Einzelne sollte seine Chance suchen, sich weiter zu empfehlen", sagte der Coach. Reichmann, der nach seiner überraschenden Ausbootung vor der Heim-WM im Januar erstmals wieder im Kader stand, durfte starten. Aber der 31 Jahre alte Rechtsaußen, der auf seine Nicht-Berücksichtigung im WM-Kader mit einem trotzigen Urlaubstrip reagiert hatte, fiel bis auf einen schön abgeschlossenen Kempa-Trick in der Anfangsphase kaum auf.

Stattdessen spielten sich andere Akteure mit Blick auf einen Platz im Kader für die kommende EM in den Vordergrund. Kreisläufer Golla vom deutschen Meister SG Flensburg-Handewitt nutzte fast jede seiner Chancen. Auch der Rückraumspieler Philipp Weber spielte in Abwesenheit von Kapitän Uwe Gensheimer und Co. stark. Aushilfskapitän Kai Häfner sowie Torhüter Wolff waren die einzigen Spieler im Aufgebot, die auch bei der Heim-WM zum Einsatz gekommen waren.

Leichte Probleme bekam die deutsche Mannschaft nur selten. Dass das Team in dieser Formation bisher kaum zusammengespielt hat, zeigte sich anhand von kleineren Abstimmungsproblemen im Defensivverbund. Hinter der Abwehrreihe konnte sich der WM-Vierte aber auch im zweiten Durchgang auf einen guten Torhüter verlassen. Der für Wolff in die Partie gekommene Klimpke wehrte einige Wurfversuche der Gäste stark ab.

Nach dem Sommerurlaub und der Rückkehr in den Liga-Alltag trifft sich die Nationalmannschaft erst Ende Oktober zu zwei Länderspielen gegen Kroatien wieder. (dpa)

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