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25.07.2007

Nach dem Profiturnier ab in die USA

Das Programm auf der Großbildleinwand im Klubhaus des Golfclubs Augsburg ist meist nicht sonderlich abwechslungsreich, doch Maximilian Schleier verbrachte am Dienstagnachmittag einige Stunden bangend, wartend und hoffend vor der elektronischen Ergebnistafel, dem "Leaderboard". Am Abend war dann endlich klar: Der 19-jährige Golfer des GCA, der mit einer Wildcard gestartet war, hatte den Cut geschafft und durfte am Mittwoch mit 40 europäischen Profis die Finalrunde beim EPD-Turnier "Augsburg Classics" spielen.

"Das war ein ganz schöner Nervenkitzel", kommentierte Maximilian Schleier die Stunden des Wartens, die ihm nach zwei Turnierrunden mit 77 und 75 Schlägen auf dem Par-72-Kurs in Burgwalden doch noch den Einzug ins Finale brachten. Hier gelang ihm eine 74er-Runde, so dass der junge Augsburger als einer von zwei Amateuren den respektablen 36. Platz belegte. Schleier hält ihn sogar für wertvoller als den 33. Platz im vergangenen Jahr. "Diesmal war das Feld stärker."

Die "Augsburg Classics" waren eines der letzten Turniere, die Maximilian Schleier in Deutschland spielt. Den erfolgreichen Golfer, der mit einem Handicap von 0,6 schon nahe an den Profibereich heranrückt, zieht es nach dem bestandenen Abitur am Holbein-Gymnasium (1,8) in die Vereinigten Staaten, der Golf-Nation schlechthin. "Am 24. August fliege ich nach Amerika. College-Golf-Spielen und Sportmarketing studieren. In Salem, Oregon, an der Pazifikküste", sagt Schleier trocken, und nur das Leuchten in den Augen verrät, wie sehr er sich darauf freut. Denn der Auslandsaufenthalt bedeutet andererseits auch, Freunde und Familie zu verlassen - die Eltern, die Schwester und vor allem den Großvater, "der mich immer auf die Golfplätze gefahren hat. Es ist schon schwer, alles zurückzulassen."

Doch der Blick des 19-Jährigen geht nach vorn, auch in der Zukunft will der bayerische Vizemeister von 2006 die berufliche Ausbildung mit der Golfkarriere verbinden. "Ich will schauen, was geht. Leiter eines Golf-Resorts in Spanien, das wäre schon was", gerät er ins Schwärmen.

Immer zwingend notwendig ist für ihn auch die Verbesserung seines Golfspiels. "Man muss die Technik umstellen, damit man weiterkommt, aber das ist wirklich hart. Plötzlich trifft man nicht mehr", beschreibt er die knifflige Arbeit am Schwung. Seit einem Jahr arbeitet er mit Mentaltrainer Markus Grimminger zusammen. Wohl mit ein Grund, warum er sportlich kein festes Ziel anvisiert und sich nicht unter Druck setzen lässt. "Was ich erreichen will? Das kann ich nicht beantworten. Ich schaue einfach, wie es weitergeht."

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