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Nach schwacher Vorrunde

11.12.2020

Nix da Tristesse: Handballerinnen wollen ins EM-Halbfinale

Erwartet von Deutschlands Handballerinnen eine Steigerung: Bundestrainer Henk Groener.
Bild: Thomas Kienzle/dpa

Nach der schwachen Vorrunde geht es für die deutschen Handballerinnen nun in der EM-Hauptrunde weiter. Alles was war, soll der Vergangenheit angehören.

Den Traum vom Halbfinale geben die deutschen Handballerinnen nicht auf. Bei einem der seltenen Ausflüge an die frische Luft wollte die Mannschaft von Bundestrainer Henk Groener am Freitag alle Gedanken an die mäßige Vorrunde ablegen.

Den Auftakt zur Hauptrunde am Samstag (16.00 Uhr) gegen Ungarn ruft die DHB-Auswahl zum Neustart aus. "Ich bin der Meinung, dass wir uns vor niemandem in dieser Hauptrunde verstecken müssen, wenn wir unsere Leistung bringen", sagte DHB-Sportvorstand Axel Kromer im dänischen Kolding. Er glaube, "dass wir in der Lage sind, die nächsten drei Spiele auch zu gewinnen".

Sollte das tatsächlich gelingen, stünden die Chancen auf das Halbfinale nicht schlecht. Aber Kromers selbstbewusste Worte überraschten. Nach dem EM-Auftaktsieg gegen Rumänien folgte ein historisches Debakel gegen Topfavorit Norwegen (23:42). Im abschließenden Gruppenspiel gegen Polen zitterte sich die DHB-Auswahl mit einem 21:21 schließlich in die nächste Turnierphase. Trotzdem starte man nun mit "frischem Mut", wie Co-Trainer Alexander Koke sagte. Denn dank des Erfolgs gegen die Rumäninnen nimmt die deutsche Mannschaft zwei Punkte in die Hauptrunde mit - und genauso hatte sie laut Kromer auch vor dem Turnier gerechnet.

"Wir sind vom Ergebnis her genau da, wo wir uns erwartet hätten", sagte der 43-Jährige. "Wir hätten mehr leisten können, das haben alle erkannt. Deswegen sind wir bester Dinge für das Spiel gegen Ungarn." Vier Tage hatte Bundestrainer Groener Zeit, um die Schwachpunkte seiner Mannschaft zu beheben. Während Kromer und Koke am Freitag redeten, erholte sich der 60-jährige Niederländer auf seinem Zimmer. Kurz zuvor hatten seine Spielerinnen noch einen Spaziergang an der frischen Luft unternehmen dürfen, um die Köpfe frei zu bekommen. Anschließend ging es wieder ins Hotel, das sie ansonsten nur für die Spiele verlassen können.

Drei Partien innerhalb von vier Tagen werden nun zeigen, ob es für den Sprung ins Halbfinale reicht, was letztmals bei der EM 2008 gelungen war. Nach dem Duell mit den Ungarinnen geht es am Montag (18.15 Uhr) gegen Weltmeister Niederlande weiter, schon einen Tag später steht das abschließende Hauptrunden-Spiel gegen Kroatien an. "Ich glaube, dass wir gegen Ungarn top-vorbereitet sein werden, dass wir uns da nicht verstecken brauchen", sagte Kromer. Und Koke kündigte an, "mit Vollgas das erste Spiel anzugehen". Möglicherweise wird die DHB-Auswahl nun auch davon profitieren, dass bislang viele Mannschaften bei der EM mit Problemen zu kämpfen haben.

Allein Weltmeister Niederlande hat bereits zwei EM-Spiele verloren. Die Ungarn haben nicht mal einen Punkt in die Hauptrunde mitgenommen. Und die Kroatinnen haben bislang zwar alles gewonnen, nach Meinung von Kromer sind sie der DHB-Auswahl jedoch "handballerisch nicht überlegen".

© dpa-infocom, dpa:201211-99-659732/2 (dpa)

Kader der deutschen Handballerinnen

Die deutsche Hauptrundengruppe im Überblick

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