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Im Sommer 2020

17.04.2019

"Schwere Entscheidung": Heinevetter verlässt Füchse Berlin

Torwart Silvio Heinevetter hat einen Zweijahresvertrag bei der MT Melsungen unterschrieben.
Bild: Axel Heimken/dpa

Nach über zehn Jahren wird Handball-Nationaltorhüter Heinevetter die Füchse Berlin 2020 verlassen. Der Keeper wechselt innerhalb der Bundesliga zur MT Melsungen. Für die Nordhessen dürfte der Transfer nicht nur sportliche Vorteile bringen.

Über diesen Entschluss hat sich Silvio Heinevetter viele Gedanken gemacht. Der Handball-Nationaltorhüter bezeichnete es als "wahnsinnig schwere Entscheidung", im Sommer 2020 die Füchse Berlin zu verlassen und zum Bundesliga-Rivalen MT Melsungen zu wechseln.

"Die MT Melsungen hat mir viel Wertschätzung entgegengebracht und um mich gekämpft, wie man es sonst nur für eine tolle Frau macht", schrieb der 34-Jährige auf seinem Instagram-Profil. Heinevetter unterschrieb bei den Nordhessen einen ab 2020 gültigen Zweijahresvertrag mit beidseitiger Option auf ein weiteres Jahr.

Heinevetter ist nach Rückraumakteur Kai Häfner (TSV Hannover-Burgdorf) der zweite Nationalspieler, den die Melsunger für die übernächste Spielzeit verpflichten. Außerdem gehören schon jetzt die Nationalspieler Julius Kühn und Finn Lemke sowie der zuletzt nicht mehr von Bundestrainer Christian Prokop berücksichtigte Ex-Europameister Tobias Reichmann zum MT-Kader.

"Schwere Entscheidung": Heinevetter verlässt Füchse Berlin

Heinevetter aber wird der mit Abstand bekannteste Spieler sein, der zu den ambitionierten Melsungern kommt. "Durch seine Beiziehung zu Schauspielerin Simone Thomalla (seit 2009) hat Silvio Heinevetter einen Bekanntheitsgrad erreicht, der weit über den Handballsport hinausreicht", heißt es in der MT-Mitteilung.

Heinevetter, der seit 2009 bei den Füchsen im Tor steht und 190 Länderspiele absolvierte, wird in Melsungen die Nachfolge von Johan Sjöstrand antreten, dessen Vertrag im Sommer 2020 ausläuft. "Er war unser Gesicht", sagte Füchse-Manager Bob Hanning. Man wird aber nicht im Groll auseinander gehen. "Es ist ja legitim zu gehen. Wir haben ihm viel zu verdanken", sagte Hanning. Der 51-Jährige wird sich nun auf die Suche nach einer neuen Nummer eins begeben müssen: "Aber wir haben ja noch anderthalb Jahre Zeit." Ein Abschied von Heinevetter schon vor 2020 sei nicht angedacht, sagte Hanning. (dpa)

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